Eine ganze Welt an smarten Services rund ums Fahrzeug

Per App einen Parkplatz in Echtzeit finden, Glatteisunfälle reduzieren oder die Versicherung nach gefahrenen Kilometern bezahlen: Gemeinsam mit seinem Team sorgt Manuel Schwandt als Product Owner für das Mercedes-Benz /developers Portal dafür, dass Entwickler global ihre Ideen rund um Mobilität verwirklichen können – und so eine ganze Welt an innovativen Services rund ums Fahrzeug entsteht. Was den Austausch mit der Entwickler-Community für ihn so wichtig macht und warum er sein Team nicht im Büro sondern in Lissabon kennengelernt hat, erzählt uns Manuel Schwandt im Interview.

Herr Schwandt, was ist das Besondere am Mercedes-Benz /developers Portal?

Wir können uns gerne duzen, bei uns im Team ist das absolut üblich (lacht). Mit Mercedes-Benz /developers bieten wir Entwicklerinnen und Entwicklern weltweit Schnittstellen, um ihre Anwendungen an unsere Fahrzeuge anbinden zu können – oder auch, um die Daten zu nutzen, die unsere Fahrzeuge auf den Straßen erfassen. Das Potenzial für die Mobilität ist dabei riesig. Mit dem Zugang zu Schnittstellen und Daten ermöglichen wir, dass eine ganze Welt an innovativen Services rund um unsere Fahrzeuge entsteht.

Raum für Innovation: Bei Daimler arbeitet Manuel Schwandt jeden Tag daran, Fahrzeuge digitaler und die Welt ein bisschen komfortabler zu machen.

Wo kommen die Fahrzeugdaten zum Einsatz, die ihr im Mercedes-Benz /developers Portal zur Verfügung stellt?

Jedes Auto ist mit vielen Sensoren ausgestattet, zum Beispiel mit Regensensoren oder Ultraschallsensoren für die Einparkhilfe. Wenn wir mit unserem Auto unterwegs sind, erfasst das Fahrzeug Daten über die Umgebung. Diese Informationen können dann etwa genutzt werden, um anderen Fahrern zu helfen, einen freien Parkplatz zu finden. Der Zollernalbkreis verwendet die Daten unserer Fahrzeuge beispielsweise, um im Winter rutschige Stellen auf der Straße zu identifizieren und damit das Risiko von Glatteisunfällen zu verringern. Mit dem Mercedes-Benz /developers Portal machen wir diese Schnittstellen und Datenströme zugänglich – ob für einzelne Entwicklerinnen und Entwickler, Dienstleistungs- wie Versicherungsunternehmen oder auch öffentliche Institutionen. Natürlich anonymisiert und nach hohen Datenschutzstandards. Ich finde das großartig.

Und was ist dabei Deine Aufgabe als Product Owner?

Ich bin dafür verantwortlich, dass beim Betrieb und bei der Weiterentwicklung unseres Entwicklerportals alles rund läuft. Es geht um Fragen wie: Welche Funktionen bieten wir auf dem Mercedes-Benz /developers Portal an? Und wie gestalten wir die User-Experience, damit sich alle intuitiv zurechtfinden? Dabei arbeiten wir im Team eng mit Konzeptern, Designern, Entwicklern, anderen Teams und Bereitstellern von Schnittstellen zusammen. All das zusammenzuhalten und eine Vision für das Portal zu entwickeln, ist meine Aufgabe.

Immer mit der Community in Kontakt: Um das Mercedes-Benz /developers Portal zu optimieren, arbeitet Manuel Schwandt mit Entwicklern weltweit auf allen Kanälen.

Wie ist Dein Team aufgestellt?

Im Kernteam von Mercedes-Benz Developers in Stuttgart sind wir, inklusive meiner Teamleiterin, zu fünft. Ein Kollege ist für das Community Management zuständig und organisiert weltweit Events für Entwickler. Ein weiterer Kollege kümmert sich um die Integration unserer Produkte in unser Portal und ein Kollege ist für das Produktmanagement von zwei unserer Datenprodukte verantwortlich. Gemeinsam mit unseren fachlichen Counterparts, die unser Produktportfolio verantworten, treiben wir Mercedes-Benz /developers bereits seit mehreren Jahren voran. Seit 2019 unterstützen uns auch unsere Kolleginnen und Kollegen in Istanbul. Wir haben das Team in der Türkei komplett neu aufgebaut – und ich durfte dabei sein. Das war sehr spannend. Wir haben dafür viele Gespräche geführt und Coding Challenges konzipiert – fast schon wie ein Mini-Hackathon für Bewerberinnen und Bewerber. Zudem gibt es neben meinem Team noch viele weitere Personen, die mit uns gemeinsam Hand in Hand daran arbeiten, dass eine Bereitstellung von Datenprodukten für Dritte möglich wird.

Wo kommen eigentlich die ganzen Ideen für das Mercedes-Benz /developers Portal her?

Viele Ideen für Anwendungen entwickeln wir selbst. Gerade bei einem Projekt wie unserem Developer Portal ist es aber natürlich auch wichtig, dass wir uns Inspirationen von der Entwickler-Community holen. Also konkret fragen: Welche Schnittstellen sind für Euch sinnvoll? Welche Daten benötigt Ihr, um Eure Ideen umzusetzen? Und was hat einen Mehrwert für Mercedes-Benz Kunden? Einige unserer Software-Schnittstellen stellen wir unseren Benutzern für die Nutzung mit ihrem persönlichen Fahrzeug frei zur Verfügung. Mit dem Feedback, das wir erhalten, verbessern wir dann wiederum unsere Produkte. Fast unser ganzes Team hat einen Informatik Hintergrund, da halten wir natürlich engen Kontakt zur Community und gehen auch dahin, wo kreative Köpfe zusammenkommen.

Wie sieht dieser Kontakt genau aus?

Normalerweise sind wir auf vielen Events unterwegs, beispielsweise der re:publica in Berlin, die Hackjunction in Helsinki oder auch die Startup-Messe 4YFN in Barcelona. Dort stellen wir das Mercedes-Benz /developers Portal vor und diskutieren über neue Trends und interessante Anwendungsmöglichkeiten für unsere APIs. Das macht großen Spaß. Und wir veranstalten auch eigene Hackathons, also Entwickler-Wettbewerbe, bei denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Anwendungen auf Basis unserer APIs entwickeln. Das Tolle an der Softwareentwicklung ist, dass man keine teuren Maschinen oder speziellen Werkzeuge braucht, um etwas zu erschaffen – nur einen Laptop und etwas Inspiration.

Zukunfts-Portal im Griff: Mit Mercedes-Benz /developers bieten Manuel Schwandt und sein Team Schnittstellen und Daten für innovative Services rund ums Fahrzeug.

Wie bist du eigentlich zu Daimler gekommen?

Ich habe Medieninformatik an der Hochschule der Medien in Stuttgart studiert. Während meines Studiums haben mich die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung für die Interaktion zwischen Fahrzeugen und ihrer Umgebung fasziniert. Mit diesem Thema habe ich mich anschließend auch bei meiner Masterarbeit tiefer beschäftigt. Mein damaliger Betreuer hatte mich auf eine offene Stelle bei Daimler hingewiesen, die seiner Meinung nach gut zu mir passen würde. Ich hatte dann ein Gespräch mit meinen späteren Kollegen, meinem späteren Teamleiter und meiner späteren Abteilungsleiterin. Das Team und das Thema haben mich direkt überzeugt.

Und so bist Du dann im Team gestartet?

Ja genau. Meine neuen Kolleginnen und Kollegen habe ich übrigens nicht im Büro, sondern in Lissabon kennengelernt, auf einer großen Tech Konferenz. Ich war also von meiner ersten Arbeitswoche an gleich voll mit dabei. Das Event war richtig cool und eine sehr gute Einstimmung, weil ich als Product Owner mit dem Team viel unterwegs bin und jede Menge spannende Leute treffe.

Was macht für Dich Daimler als Arbeitgeber aus?

Ich finde die Atmosphäre einfach super, gerade wenn es um Innovationen geht. Ich arbeite jeden Tag mit vielen smarten und kreativen Menschen daran, die Welt ein bisschen zu verändern und die Mobilität voranzubringen. Und natürlich gibt es im Konzern viele Möglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln. Data Science ist beispielsweise ein Thema, das mich reizt. Wenn es um meine Karriere geht, habe ich bei Daimler viele Möglichkeiten.

Zum Abschluss noch etwas Persönliches: Wenn Du in der Zeit reisen könntest, was wäre Dein Ziel?

Ich würde gerne 100 Jahre in die Zukunft reisen, einfach um einmal zu sehen, welche Erfindungen es in den kommenden Jahren gibt – wie unsere Generation und die folgenden mit den aktuellen Herausforderungen zurechtkommen und wie sich das Leben insgesamt verändern wird, das würde mich total interessieren.

Wenn Anwendungen, an denen Manuel Schwandt (32) mitwirkt, das Leben ein kleines Stück einfacher und komfortabler machen, geht sein Wunsch in Erfüllung. Der Product Owner und Entwickler aus Schorndorf, dem Geburtstort von Gottlieb Daimler, ist schon fasziniert von Bits und Bytes, seitdem er als Kind einen alten PC von seinem Nachbarn geschenkt bekam. Wenn er heute mit seinem Team nicht gerade dafür sorgt, dass um die Fahrzeuge von Mercedes-Benz eine ganz neue Umgebung an digitalen Services entsteht, arbeitet er daran, seine eigenen kreativen Ideen in Programmiercode zu gießen. Oder er entspannt bei einer Tour auf seinem neuen Gravel Bike (geländegängiges Fahrrad).

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