Von der Rallye zur Mobilität der Zukunft

Projektmanagerin, Key-Account-Betreuerin und Feel-Good-Managerin: Daniela Snyders ist bei Daimler vielseitig im Einsatz. Für das europäische Leuchtturm-Projekt „Future Living Berlin“ entwickelt und testet sie aktuell mit ihren Kolleginnen und Kollegen im „smart lab“ ein innovatives Car-Sharing-Konzept. Wie wir die Mobilität in Zukunft sehen und weiterentwickeln möchten, was Sie am Rallye-Fahren liebt und warum sich Investitionen in Büropflanzen lohnen, erzählt die 40-Jährige im Interview.

Daniela Synders arbeitet im „smart lab“ an Car-Sharing-Konzepten.

Frau Snyders, Sie engagieren sich bei Daimler in vielen Bereichen. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich bin vielseitig interessiert. Eintönigkeit ist nichts für mich. Und bei Daimler habe ich die Möglichkeit, das, was ich gerne mache, in meinem Job zu leben und meine Inspiration mit anderen zu teilen. Es begeistert mich, an der Mobilität von Morgen mitzuarbeiten. Unser aktuelles Projekt „Future Living Berlin“ ist ein gutes Beispiel dafür. In Berlin-Adlershof wurde ein innovatives Wohnquartier errichtet mit 70 Wohnungen, 20 Boarding House Studios und 11 Gewerbeeinheiten. Hier werden digitale Lösungen unterschiedlicher Projektpartner eingesetzt– von der Haustechnik bis zum Mobilitätsangebot. Bereits im Februar werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner dort einziehen. Es entsteht eine sehr vielfältige Community mit Familien, Paaren, Singles, Seniorinnen und Senioren

Und eine dieser digitalen Lösungen ist das Carsharing-Konzept, das Sie in Ihrem Team im „smart lab“ entwickelt haben?

Ganz genau. Daimler stellt den Bewohnern fünf Elektrofahr¬zeuge der Baureihe smart EQ fortwo und smart EQ forfour zur Verfügung. Ausgestattet mit unserem gewerblichen stationsbasierten Carsharing-Service „fleetshare by smart“ lassen sich die Fahrzeuge digital buchen und mit dem Smartphone auch schlüssellos öffnen bzw. schließen. Besonders interessant ist für uns, wie, wann und wofür unsere Car-Sharing Fahrzeuge genutzt werden. Daraus können wir gemeinsam mit unseren Kollegen aus dem Bereich Society & Mobility PIONEERING, die ebenfalls Projektpartner sind, Trends für das zukünftige Nutzungsverhalten der Bewohner und die Mobilität von morgen erforschen.

Wenn wir einen Job machen, der uns glücklich macht und fordert, können wir uns entfalten und unser volles Potenzial ausschöpfen.
Bei der Gestaltung der Büroräume hatte Daniela Snyders eine führende Rolle.

Und was glauben Sie, wie sind wir in Zukunft alle unterwegs?

Es wird einen bunten Mix an Angeboten geben – Car-Sharing ist nur eine Lösung davon. Mobilität wird vielfältiger, die Angebote dazu individuell adaptierbar, denke ich. Im „smart lab“ arbeiten wir vor allem an Ideen, die das Leben in der Stadt vereinfachen und komfortabler machen.

Wie arbeiten Sie in Ihrem Team?

Das „smart lab“ ist 2015 als eine kleine, agile Projektgruppe gestartet. Mittlerweile sind wir Teil einer größeren Abteilung, in der sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in irgendeiner Form mit digitalen Lösungen für die Marken smart und Mercedes-Benz beschäftigen. Die Digitalisierung verlangt ganz neue Herangehens- und Arbeitsweisen. Das Spannende dabei ist, dass jeder für sein eigenes Thema von der Idee bis hin zur Implementierung die Verantwortung trägt. Je nach Projekt kann man so mit den unterschiedlichsten Bereichen intern und extern zusammenarbeiten.

Wie setzt sich ihr Team zusammen?

Hier arbeiten Kolleginnen und Kollegen mit verschiedensten beruflichen Hintergründen: Vertrieb und Marketing, Produktmanagement, Design, und IT. Wenn wir neue Teammitglieder suchen, ist die Haltung oft wichtiger als der fachliche Hintergrund. Ein Ansatz, den Daimler mit der Leadership-Initiative „Best Fit“ in Zukunft auch unternehmensweit leben wird. Nur wenn wir einen Job machen, der unseren Stärken entspricht, uns glücklich macht und fordert, können wir uns entfalten und unsere volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen. Natürlich muss die Person auch ins Team passen. Wer keinen Spaß versteht, ist bei uns an der falschen Adresse. [lacht]

Wenn wir neue Teammitglieder suchen, ist die Haltung oft wichtiger als der fachliche Hintergrund.
„Jeder soll zu jeder Zeit den passenden Arbeitsplatz zu seinem aktuellen Bedürfnis wählen können“ sagt Daniela Snyders. Dazu gehören auch solche Rückzugsorte.

Dazu passt auch, dass Sie als Feel-Good-Managerin dafür sorgen, dass es Ihren Kolleginnen und Kollegen gut geht. Um welche Themen geht es dabei?

Das ist ganz unterschiedlich. Ob ein Mensch im Job glücklich ist, hängt oft auch von kleinen Dingen ab – das fängt bei der Begrüßung neuer Team mitglieder an und geht mit der Gestaltung des Arbeitsumfelds weiter. Ein Projekt von mir war die Neugestaltung unserer Büroräume. Dafür habe ich eng mit den Kolleginnen und Kollegen von me@work zusammengearbeitet. Das ist eine Daimler Initiative, bei der es darum geht, flexible Arbeitsplätze zu schaffen, die zu den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter passen.

Das ist eine Herausforderung. Wie haben Sie das gelöst?

Mit mehr Räumen für Teamarbeit auf der einen Seite und möglichen Rück¬zugsorten auf der anderen Seite. Jeder soll zu jeder Zeit den passenden Arbeitsplatz zu seinem aktuellen Bedürfnis wählen können. Das verbessert nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit. Wussten Sie übrigens, dass schon allein die Anwesenheit von Pflanzen im Büro die Produktivität um 15 Prozent steigert? Das hat die Studie eines britischen Forscherteams um die Wissenschaftlerin Marlon Nieuwenhuis von der Cardiff University ergeben. Gesundheit am Arbeitsplatz ist ebenfalls ein Thema für das ich mich sehr interessiere uns einsetze. Ich organisiere und gestalte gemeinsam mit einer Kollegin regelmäßig eine sogenannte „Mindful-Break“ in der Mittagspause mit Meditations- und Qi Gong-Übungen. Das Interesse an derartigen Angeboten direkt am Arbeitsplatz wächst Jahr für Jahr.

Bei Daimler habe ich die Möglichkeit, das, was ich gerne mache, in meinem Job zu leben und meine Inspiration mit anderen zu teilen.
Daniela Snyders während des Interviews im „smart lab”.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Autos haben mir schon immer Spaß gemacht. Ich komme auch aus einer sehr autoaffinen Familie. Sowohl mein Vater war viele Jahre in der Automobilindustrie tätig, als auch die Familie von Tante und Onkel, die ein Autohaus betreiben. Daimler steht weltweit für Premium, wenn es um Fahrzeuge und Mobilität geht. Als ich 2008 das Angebot für den Einsatz in einem zentralen Projektmanagement-Büro bei Daimler Trucks bekam, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Hier hatte ich die Möglichkeit, in unterschiedlichsten Bereichen zu arbeiten – auch international. Über ein Jahr hinweg war ich beispielsweise für Daimler Trucks in Portland Oregon in den USA im Einsatz. Ich liebe einfach die Abwechslung.

Wie kam es dann zu Ihrer Teilnahme an der Rallye Aicha des Gazelles im Jahr 2012 mit dem Mercedes-Benz Team?

Das war natürlich ein besonderes Highlight, das ich nie vergessen werde. Die Aicha des Gazelles ist seit fast dreißig Jahren eine Rallye für Frauen in Marokko. Sie führt über neun Tage, 2.500 Kilometer durch die Sahara. Unter knapp 230 Bewerberinnen bei Daimler wurde ich als eine von vier Teilnehmer¬innen ausgewählt. Eine Schwierigkeit bei dem Rennen ist die Navigation. Nur Kompass und schwarz-weiß Landkarten sind erlaubt. Es gewinnt das Team, das in der vorgegebenen Zeit die kürzeste Strecke zwischen den Checkpoints zurücklegt. Dabei ist Teamwork absolute Voraussetzung und ob man im Ernstfall in der Lage ist, ruhig die nächsten Schritte zu planen – beispielsweise wenn das Auto im Sand oder Geröll feststeckt oder man mal eben ein Loch im Differential mit Seife und Tape flicken muss. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass mir Daimler diese unfassbar aufregende und lehrreiche Erfahrung ermöglicht hat.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Es ist Samstagabend 20:30 Uhr. Wo trifft man Sie?

Auch in meiner Freizeit liebe ich die Abwechslung. Man trifft mich hier in Stuttgart in einem guten Restaurant, im Theater oder beim Yoga. Mit meinem Partner gehe ich auch gerne Wandern, Biken oder Ski fahren. Hauptsache immer etwas Neues [lacht].

Persönlich: Daniela Snyders (41) ist 2008 bei Daimler eingestiegen und begleitete seit 2015 den Aufbau des „smart labs“ mit. Das Thema Mobilität ist der studierten Betriebswirtin in die Wiege gelegt. Schon als Kind spielte sie am liebsten mit ihren Cousins im Autohaus ihrer Verwandten. Heute ist sie Projektmanagerin, hält des Öfteren Eröffnungsreden und Vorträge auf Fachtagungen und ist auch privat immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Ob bei einer Passüberquerung in Nepal, einer Rallye durch die marokkanische Wüste oder Mountainbiking in Südtirol: Die Hauptsache für Daniela Snyders ist, dass es spannend ist und Spaß macht.

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