Für fließende Prozesse im Lager der Superlative

Theresa Burgert weiß, wie Prozesse besser und effizienter werden. In der Werksplanung und -realisierung bei Daimler sorgt sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen dafür, dass im Global Logistics Center Germersheim Ersatzteile für Pkw und Nutzfahrzeuge schnell und sicher ein- und ausgelagert werden können. Im Interview erzählt uns die studierte Maschinenbauerin, auf was es bei der Planung eines neuen Hochregallagers ankommt und was das Duale Studium bei Daimler so besonders macht.

Theresa Burgert mit ihrem Kollegen Gunther Degen auf der Baustelle des geplanten Lagers.

Frau Burgert, Sie tragen dazu bei, dass es im Lager immer rund läuft. Was reizt Sie an dem Thema?

Mich reizt besonders die Abwechslung. Bei der Lager- und Materialflussplanung gibt es immer neue Herausforderungen, weil viele Prozesse eng miteinander verknüpft sind. In unserem Team sorgen wir dafür, dass die Zeiten von einzelnen Arbeitsschritten eingehalten werden und dass ausreichend Aktions- und Lagerflächen zur Verfügung stehen. Ich liebe es, Lösungen zu finden, die die Arbeit im Lager erleichtern. Letztendlich wird dadurch die Effizienz unserer gesamten Wertschöpfungskette verbessert!

Derzeit arbeiten Sie in einem sehr interessanten Projekt in Germersheim. Worum geht es da im Detail?

An dem Standort entstehen zusätzliche 80.000 Quadratmeter Lagerfläche. Mit einer Gesamtgröße von rund 1,3 Millionen Quadratmetern Lagerfläche gehört das „Global Logistics Center“ zu den weltweit größten Zentrallagern für Ersatzteile in der Automobilindustrie. Das Herzstück der neuen Halle wird ein modernes Hochregallager: mit 40 Metern Höhe total beeindruckend! Hier lagern künftig verschiedenste Teile für die Versorgung des weltweiten After-Sales Logistik-Netzwerkes. Neueste Technologien wie eine Elektrobodenbahn sorgen dafür, dass sich die Komponenten schnell ein- und auslagern lassen. Die Eröffnung des neuen Hochregallagers wird nach einer intensiven Testphase im Laufe des Jahres 2020 stattfinden.

Was müssen Sie hier bei der Planung des Materialflusses besonders beachten?

Eine echte Herausforderung bei dem Projekt stellt häufig die Anbindung an unser Bestandslager dar. Wir müssen außerdem sicherstellen, dass der tägliche Betrieb ungestört weiterlaufen kann. Das erfordert detaillierte Abstimmungen mit dem gesamten Lagerbetrieb.

Bei unserer neuen Lagerfläche in Germersheim werden modernste Technologie zum Einsatz kommen, mit der sich die Teile effizient ein- und auslagern lassen.
Blaupausen und Lagerentwürfe sind ein wichtiger Bestandteil von Theresa Burgerts Arbeit bei Daimler.

Sie sind bei Daimler direkt mit einem Dualen Studium gestartet. Wie kam es dazu?

Ich bin in der Nähe von Wörth aufgewachsen. Mein Vater hat im Global Logistics Center gearbeitet. Das hat mich früh mit dem Unternehmen verbunden. Schon als Kind hat mich die Lkw-Produktion fasziniert – vor allem die Dimensionen der Maschinen, das ist schon eine Klasse für sich. Diese Begeisterung wollte ich nach meinem Abitur zu meinem Beruf machen.
Ich habe mich für ein Duales Studium im Bereich Maschinenbau bei Daimler in Wörth beworben und die Zusage bekommen.

Wie ist das Studium mit Vorlesung und Arbeit abgelaufen?

Neben den Vorlesungen an der Dualen Hochschule Mannheim ist in jedem Semester eine Praxisphase von drei Monaten vorgesehen. Dabei war ich in verschiedenen Bereichen bei Daimler, unter anderem beim Anlauf- und Änderungsmanagement, in der Unimog-Teileentwicklung oder bei der Werksplanung. Meine Stationen habe ich mir dabei weitestgehend selbst aussuchen dürfen.

Können Sie das Studium weiterempfehlen?

Absolut! Die Betreuer bei Daimler gehen wirklich individuell auf die Wünsche der Studierenden ein. Deshalb konnte ich auch ein Semester im Daimler-Werk in Portland in den USA absolvieren. Es gibt ein sehr gutes Netzwerk und regelmäßige Treffen mit aktuellen und ehemaligen Studierenden, das hilft vor allem am Anfang des Studiums. Auch einige meiner heutigen Kolleginnen und Kollegen habe ich damals bereits kennengelernt.

Bei Daimler können Studierende beim Dualen Studium die Stationen und Projekte ihrer Praxisphasen selbst mit aussuchen.
Theresa Burgert und ihre Kollegin Jasmin Frick in einem der vielen Lager in Germersheim.

Wie arbeiten Sie heute im Team zusammen?

In unserem Team arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen gemeinsam an Projekten: Werksplaner, Zeichner, Ergonomie-Experten sowie Spezialisten für technische Berechnungen und Transportsysteme. Wir haben zahlreiche Schnittstellen zu anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem Controlling, Bestandmanagement, dem Werkschutz, der Feuerwehr und natürlich dem Lager.

Und was machen Sie bei Ihrem Job am liebsten?

Mein Tätigkeitsfeld ist so vielseitig, dass ich gar keine richtige Antwort darauf geben kann! Die Abwechslung ist aber genau das, was meine Arbeit so spannend macht. Ich mag es wirklich sehr, vor Ort in den Lagerhallen zu sein. Gerade heute zum Beispiel habe ich mit einer Kollegin ein Heckladetor genauer angesehen, bei dem der Ladeprozess nicht optimal funktioniert und für das wir im nächsten Schritt eine Lösung erarbeiten. Und natürlich nehme ich oft an Meetings teil und arbeite im Büro. Dann zeichne ich Entwürfe und stelle für die Planung Zahlen und Daten zusammen.

Was macht die Arbeit bei Daimler für Sie einzigartig?

Wenn es um meine Projekte geht, habe ich in meinem Job viel Freiheit und Eigenverantwortung. Das ist mir bei meiner Arbeit wichtig. Im Unternehmen gibt es sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und viele weitere Angebote beispielsweise zum Thema Gesundheit. Die Kultur bei Daimler ist wirklich besonders. Das hat mich von Anfang an begeistert.

Noch eine persönliche Frage: Wo kann man Sie samstagabends um 20:30 Uhr treffen?

Um die Zeit bin ich oft mit Freunden beim Essen. Ich bin eine echte Feinschmeckerin – besonders wenn es um asiatische Küche geht. Da kann ich einfach nicht widerstehen (lacht).

Ich liebe es, Lösungen zu finden, die die Arbeit im Lager erleichtern.
Theresa Burgert (31) war nach Abschluss ihres Maschinenbau-Studiums an der Dualen Hochschule Mannheim zunächst am Standort in Wörth im Team „Methoden und Systeme“ tätig. Seit 2015 trägt sie als Materialfluss- und Einrichtungsplanerin in Germersheim dazu bei, dass die Prozesse im Global Logistics Center immer im Takt bleiben. Auf das perfekte Timing kommt es Theresa Burgert nicht nur bei ihrem Job an. Ob präzise Schritte beim Showtanzen oder die perfekte Welle beim Surfen – Hauptsache für die Pfälzerin läuft alles „just in time“.

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