Erleben, auf was es beim Truckfahren ankommt Marketing-Strategin

Wenn es um große Fahrzeuge geht, kennt sich Alex Martin-Banzer aus. Als Marketing-Strategin für Nutzfahrzeuge bei Daimler Trucks North Amerika in Portland (Oregon) ist sie im ständigen Austausch mit Kunden und Equipment-Ausrüstern, um die Trucks von Freightliner und Western Star noch besser zu machen. Im Interview erzählt die Strategin, was sie an Nutzfahrzeugen fasziniert, warum sie unbedingt einen Lkw-Führerschein machen wollte und wie sie nach ihrem Studium zu Daimler kam.

Frau Martin-Banzer, was macht den perfekten Truck aus?

Nennt mich gerne Alex (lacht). Ein Truck muss Sicherheit bieten, zuverlässig funktionieren und möglichst sparsam im Verbrauch sein – das ist die Basis. Bei Daimler Trucks North America haben wir aber noch weitere Anforderungen, die darüber hinaus gehen. Die Fahrerinnen und Fahrer verbringen viel Zeit mit und in den Trucks. Für die meisten ist der LKW mehr als nur ein Transportmittel – er ist ihr Partner. Deshalb steht für uns an erster Stelle, dass wir die Fahrzeuge unserer Marken Freightliner und Western Star so entwickeln, dass sie bestmöglich auf die Fahrerinnen und Fahrer und deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. Unser Job besteht nicht nur darin den LKW zu bauen, wir müssen auch dafür sorgen, dass sich Spezialausrüstungen, wie beispielweise Betonmischwerke, Schneepflüge und Krane, problemlos integrieren lassen. Daher arbeiten wir eng mit den Unternehmen zusammen, die diese Spezialausrüstungen liefern.

Wie genau funktioniert diese Zusammenarbeit mit den Spezialausrüstern?

Wir haben ein enges Netzwerk aus technischen Spezialisten und Führungskräften in den Unternehmen, mit denen wir im ständigen Austausch stehen. Ich bin praktisch das Bindeglied zwischen diesen Spezialausrüstern und unserer Entwicklungsabteilung. Meine Kolleginnen und Kollegen kommen mit konkreten Fragen auf mich zu – beispielsweise wie sich die Installation von Truck-Ausrüstungen vereinfachen lässt. Ich forsche dann in unseren Teams nach wie ich die Fragestellung am besten angehen kann. Oft besuchen wir unsere Kunden auch vor Ort und schauen uns unsere Trucks im Einsatz an. Das Feedback fließt direkt in die weitere Entwicklung unserer Fahrzeuge ein. Und wir haben zweimal im Jahr unser TEM, das Technical Equipment Manufacturer Council.

Alex nimmt gerne selbst das Steuer in die Hand. Letztes Jahr hat sie dafür ihren Lkw-Führerschein gemacht.

Um was geht es beim TEM Council genau?

Das ist ein zweitägiger Workshop, bei dem die technischen Spezialisten aus unserem Netzwerk gemeinsam mit unseren Entwicklungsexperten über neue Technologien diskutieren und zusammen Lösungen erarbeiten. Besonders spannend dabei ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen und Unternehmen kommen – von Ausrüstern für die Landwirtschaft oder Straßenreinigung bis hin zu Spezialisten für Trucks in der Baubranche. Mit diesen verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven bekommen wir ein gutes Bild für die Bedürfnisse unserer Kunden auf dem amerikanischen Markt.

Um die Trucks weiter zu verbessern?

Genau. Ein Beispiel ist unser Vocational Truck Western Star 49X , den wir in diesem Jahr neu vorgestellt haben. Mit dem Feedback unseres Netzwerks haben wir unter anderem die Fahrerkabine so gestaltet, dass sie übersichtlicher ist, Platz für die Steuerungselektronik der Ausrüstung bietet und gleichzeitig komfortabler für den Fahrer ist. Das war nur möglich, weil wir genau zugehört haben, auf was es den Fahrerinnen und Fahrern im Einsatz ankommt.

Das Feedback unseres Netzwerks fließt direkt in die weitere Entwicklung unserer Fahrzeuge ein. Damit schaffen wir Trucks, die perfekt zu den Wünschen unserer Kunden passen.

„Auf was es ankommt“ ist das passende Stichwort. Was macht Daimler für Dich als Arbeitgeber aus?

Daimler ist einfach ein cooler Konzern, gerade in den USA. Jeder kennt Mercedes und ich bin immer stolz, wenn ich erzählen kann, für welches Unternehmen ich arbeite. Ich finde es besonders, wie viel Vertrauen mir geschenkt wird – von meinen Vorgesetzten und auch vom Entwicklungsteam. Ich habe bei meiner Arbeit volle Gestaltungsfreiheit. Darüber hinaus bietet Daimler auch eine Reihe von Benefits, insbesondere in Hinsicht auf eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Und wie bist Du zu Daimler gekommen?

Ich bin seit meiner Jugend verrückt nach Autos und wollte schon immer für Daimler arbeiten. Nach meinem Collegeabschluss bin ich bei Daimler Trucks North America in Portland mit einem Praktikum in der IT-Abteilung gestartet. Und habe dann die Möglichkeit bekommen, eine Vollzeitstelle als Support Specialist in der Entwicklungsabteilung anzunehmen, wo ich drei Jahre lang gearbeitet habe. Seit drei Jahren bin ich jetzt im strategischen Marketing. Eigentlich war mein ursprünglicher Karriereplan, nach einiger Zeit in den Pkw-Bereich von Mercedes-Benz zu wechseln. Heute finde ich Nutzfahrzeuge aber so spannend, dass ich mir keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen kann.

Was begeistert Dich so an Trucks?

Unsere Fahrzeuge haben einfach ihren eigenen Charme. Wenn ich die Trucks draußen sehe, auf dem Weg zur Baustelle oder schwer beladen auf dem Highway, finde ich das einfach cool. Sie erledigen ihren Job, helfen, sind produktiv – und ich leiste mit meiner Arbeit einen Beitrag dazu. Vergangenes Jahr habe ich auch meinen Lkw-Führerschein gemacht.

Ich bin seit meiner Jugend verrückt nach Autos und wollte schon immer für Daimler arbeiten. Nach meinem Collegeabschluss bin ich dann mit einem Praktikum im Konzern gestartet.
Alex würde gerne selbst eine Zeitlang mal als Lkw-Fahrerin auf der Straße verbringen, um genau zu erfahren, was ihre Kunden täglich erleben.

Du wolltest die coolen Trucks auch mal selbst fahren?

Ja, natürlich (lacht). Für mich war es wichtig, selbst zu erleben, auf was es beim Truckfahren ankommt. Das hilft mir auch, wenn ich mich mit unseren Kunden und unserem Experten-Netzwerk austausche. Und wenn wir mit unseren Fahrzeugen auf Fahrevents unterwegs sind, sitze ich dann auch gerne selbst hinterm Steuer. Eines meiner Ziele ist es, für eine Woche als Truck-Fahrerin unterwegs zu sein, um einen noch besseren Eindruck davon zu bekommen, was unsere Kunden erleben.

Was macht Dir außer dem Truck fahren bei Deinem Job besonders Spaß?

In meinem Job habe ich es mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun – beim Austausch mit unseren Kunden oder unseren Experten vom TEM Council bis zu meinen Kolleginnen und Kollegen hier im Unternehmen. Das macht meine Arbeit unglaublich spannend. Unser Team vor Ort ist ebenfalls klasse. Wir unterstützen uns immer gegenseitig, beispielsweise wenn es darum geht, bei unserem TEM Council einen Vortrag zu halten oder eine Diskussion zu moderieren. Jeder ist engagiert.

Was hast Du bei Daimler noch vor?

Ich will mit meiner Arbeit die Wünsche unserer Kunden tiefergehend verstehen, damit unsere Trucks noch besser werden. Oft sind die Menschen überrascht, wenn ich erzähle, dass ich im Bereich Nutzfahrzeuge arbeite. Deshalb möchte ich gerne mehr Frauen dafür begeistern. Ich kann nur sagen: Ich liebe meinen Job.

Noch eine persönliche Frage. Wer aus Deinem Bekanntenkreis hätte einen Nobelpreis verdient?

Ganz klar meine Mutter. Sie ist in einer Zeit groß geworden, als sich in der Gesellschaft einiges verändert hat – besonders wenn es um die Gleichberechtigung von Frau und Mann geht. Sie muss in keine Norm passen und tritt für ihre Standpunkte ein. Sie war eine Vorreiterin in der Politik und Beauftragte für den Bundesstaat Oregon. Ich bin sehr stolz auf ihre Leistungen!

Persönlich: Alex Martin-Banzer (29) Seit ihrer Jugend ist Alex Martin-Banzer begeistert von Autos. Keine Frage also, dass sie nach ihrem Studium in „Business Administration“ mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship und Journalismus im Nebenfach an der Oregon State University ihre Karriere in der Automobilbranche beginnt. Sie verbrachte auch ein Jahr in Grenoble, Frankreich, wo sie ihr Diplom in International Management machte. Wenn Alex Martin-Banzer nicht gerade herausfindet, wie die Trucks von Freightliner und Western Star noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden können, verbringt sie gerne Zeit mit ihren Freunden – oder unterstützt ihren Lebenspartner tatkräftig dabei, ihr frisch erworbenes Eigenheim auf Vordermann zu bringen. Sie liebt es zu reisen und besuchte während einer Backpacker-Tour durch Deutschland natürlich auch den Daimler-Hauptsitz in Stuttgart.

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