Mit eTrucks eine neue Ära starten Marketing & Vertrieb für Electric Trucks

Alexander Voets hat ein Ziel: mit elektrischen Trucks die Logistik-branche im nordamerikanischen Markt zu revolutionieren. Gemein-sam mit seinem Team macht der Manager für „Product Marketing & Sales Strategy Electric Trucks“ bei Daimler Trucks North America (DTNA) in Portland, Oregon (USA) die neue Technologie für die Kunden erlebbar. Seine Projekte geben Unternehmen die Möglichkeit, die innovativen und umweltfreundlichen Nutzfahrzeuge direkt in ihrem Fuhrpark zu testen – und das bereits vor Serienstart. Wie der Dialog mit den Kunden wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von eTrucks liefert, warum elektrische Antriebe seiner Meinung nach in den kommenden zehn Jahren zur Normalität auf unseren Straßen werden und was für ihn die Arbeit bei Daimler einzigartig macht, erzählt der Ingenieur im Interview.

Alexander Voets Job dreht sich um unsere elektrischen Truck-Antriebe.

Herr Voets, Sie bereiten aktuell die Einführung elektrischer Trucks auf dem amerikanischen Markt vor. Wie gehen Sie dabei vor?

Die Serienproduktion unseres neuen Schwerlasttrucks Freightliner eCascadia sowie unseres mittelschweren Lkws eM2 startet 2022. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Im Team Sales und Marketing arbeiten wir aktuell daran, unsere Werkstätten und Servicepartner zu schulen, so dass sie das Know-how haben, die Fahrzeuge unserer Kunden in Zukunft optimal betreuen und warten zu können. eTrucks sind nicht nur in den USA, sondern auch weltweit etwas Neues. Deshalb erarbeiten wir auch Konzepte dazu, wie sich Preis- und Leasingmodelle künftig gestalten lassen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Dialog mit den Unternehmen, die sich an unserem Freightliner Electric Vehicle Council beteiligen.

Um was geht es bei dem Council genau?

Bei dem Freightliner Electric Vehicle Council arbeiten wir mit etwa 35 unserer Truck-Kunden zusammen, die Elektromobilität als Chance für ihre Flotten sehen. Zweimal im Jahr laden wir die Vertreter der Unter-nehmen darüber hinaus ein und diskutieren mit ihnen, welche Herausforderungen es beim Einsatz von eTrucks gibt. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam Lösungsansätze. Dabei geht es um Fragen wie „Welche Ladeinfrastruktur ist notwendig?“ über „Wie können Kooperationen das Thema Elektromobilität voranbringen?“ bis zur Gestaltung der Fahrzeuge für bestimmte Einsätze und Branchen. Neben dem Council stehen wir natürlich auch im engen Austausch mit Politik und Öffentlichkeit. Für mich persönlich sind besonders der Austausch auf Messen und Events immer wieder ein Highlight.

Welches Feedback erhalten Sie dabei zu Elektromobilität?

Ich erlebe häufig, dass Unternehmen in eTrucks eine Möglichkeit sehen, um ihre Logistik umweltfreundlicher und nachhaltiger zu machen. Gleichzeitig gibt es wie bei jeder neuen Technologie auch Bedenken. Ich höre dann beispielsweise Sätze wie: „eTrucks haben nicht genug Leistung, Drehmoment oder Reichweite“. Oft sind diese Menschen dann bei der Testfahrt überrascht, wie viel Kraft in den Antrieben steckt und wie souverän die Zugmaschinen auch bei voller Beladung Steigungen meistern. eTrucks bieten große Vorteile, die wir mit unseren beiden Innovationsflotten für Unternehmen erlebbar machen wollen.

Oft sind die Menschen bei der Testfahrt mit unseren eTrucks überrascht, wie viel Kraft in den Antrieben steckt und wie souverän die Fahrzeuge Steigungen nehmen.
Aus seinem Büro sieht der Marketing-Manager direkt auf den Willamette River in Portland.

Mit der „Freightliner Customer Experience Fleet“ können Kunden eTrucks direkt in ihrem Fuhrpark testen. Wie läuft das ab?

Die Flotte besteht aus sechs Freightliner eCascadia Schwerlasttrucks sowie zwei mittelschweren Lkws eM2. In den nächsten zwei Jahren werden die Elektrofahrzeuge jeweils für drei bis sechs Monate bei interessierten Kunden aus verschiedenen Branchen Station machen. So erhalten die Unternehmen ein Bild davon, wie sich die elektrischen Trucks im Tagesgeschäft bewähren. Unsere zweite Flotte, die „Freightliner Electric Innovation Fleet“, ist schon jetzt in vollem Betrieb bei zwei Kunden, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Sie ist auf langfristige Tests ausgelegt und hat bereits mehr als 300.000 Meilen im realen Betrieb hinter sich.

Was denken Sie: Wie werden elektrische Lkws die Logistik in Zukunft verändern?

Ich erwarte, dass eTrucks in den kommenden zehn Jahren zur Normalität auf unseren Straßen, vor allem in den Städten, werden. Zum einen natürlich, weil die Technologie Vorteile für Unternehmen bringt. Die höhere Investition bei der Anschaffung macht sich mit den günstigen Betriebskosten langfristig bezahlt. Zum anderen werden emissionsfreie Transportfahrzeuge auch für das Image von Unternehmen immer wichtiger, weil Verbraucher von der Industrie zu Recht Nachhaltigkeit einfordern. Darüber hinaus spielen natürlich auch strengere Vorgaben eine Rolle – etwa zur Emission.

Sie kennen die Automobilbranche sehr gut. Wie sind Sie eigentlich zu Daimler gekommen?

Das stimmt – eigentlich bin ich schon während meiner gesamten beruflichen Laufbahn in der Automobilbranche tätig, angefangen bei meinem Studium, dann in der Unternehmensberatung bis hin zu verschiedenen Stationen bei Automobilzuliefern und Autoherstellern. Dabei war es für mich schon immer ein Traum, für Daimler zu arbeiten. Das hat natürlich auch mit meiner Herkunft aus Deutschland zu tun (lacht). Gleichzeitig steht der Konzern insbesondere mit seiner Marke Mercedes-Benz weltweit für Qualität und Innovation. Als ich 2019 das Angebot von Daimler Trucks in Portland bekam, musste ich deshalb nicht lange überlegen.

Mit E-Mobilität kann ich bei Daimler beim Start einer neuen Ära dabei sein und dazu beizutragen, dass es in unseren Städten weniger Emissionen und mehr saubere Luft gibt.
Alexander Voets ist stolz darauf, bei Daimler Trucks North America zu arbeiten – und ist auch privat begeistert von Elektromobilität.

Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders Spaß?

Ich finde es einfach faszinierend, mit einer komplett neuen Techno-logie zu arbeiten. Verbrennungsmotoren dominieren die Branche seit mehr als 130 Jahren. Mit E-Mobilität kann ich beim Start einer neuen Ära dabei sein und dazu beizutragen, dass es in unseren Städten weniger Emissionen und mehr saubere Luft gibt. Zudem ist auch die Zusammenarbeit mit meinem Team sehr besonders.

Wie können wir uns Ihr Team vorstellen?

Ich leite ein Team mit Spezialisten zu ganz unterschiedlichen Themen. Einer meiner Mitarbeiter ist beispielsweise für die Verkaufsstrategie verantwortlich und erarbeitet Konzepte dazu, wo wir im kommenden Jahr mit dem Vertrieb unserer eTrucks starten. Ein anderer Kollege betreut das Thema Produktmarketing. Wir ergänzen uns optimal und können uns 100-prozentig aufeinander verlassen – jeder ist motiviert und äußerst lösungsorientiert. Darüber hinaus arbeiten wir natürlich auch sehr eng mit anderen Bereichen zusammen, zum Beispiel mit unserer Produktentwicklung und den Kolleginnen und Kollegen, die die Vorserienmodelle unserer Trucks entwickeln.

Wie halten Sie es privat mit der E-Mobilität?

Mein nächstes Fahrzeug wird sicher ein E-Auto. Meiner Frau und mir ist es wichtig, Teil einer nachhaltigeren Gesellschaft zu sein – und E-Mobilität gehört für mich einfach dazu.

Mit E-Mobilität kann ich bei Daimler beim Start einer neuen Ära dabei sein und dazu beizutragen, dass es in unseren Städten weniger Emissionen und mehr saubere Luft gibt.
Persönlich: Alexander Voets (36) kennt die Automobilbranche in- und auswendig. Von seinem Studium Automotive Engineering an der RWTH Aachen über verschiedene Stationen in der Beratung und im Software-Design bis hin zum Manager Marketing & Sales Strategy Electric Trucks bei Daimler Trucks North America in Portland: Die Leidenschaft für Mobilität begleitet Alexander Voets bereits seine gesamte berufliche Laufbahn. Seit 10 Jahren lebt der in Rendsburg (Deutschland) geborene Ingenieur in seiner Wahlheimat USA. Gute Gespräche sind für Alexander Voets nicht nur wichtig, wenn es um eTrucks geht. Aktuell lernt er beispielsweise Japanisch, um sich in Zukunft auch mit der Familie seiner Frau unterhalten zu können.

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