Unterwegs für die Stadt der Zukunft

Seit mehr als einem Jahr verantwortet Daniel Deparis das Thema „Urban Mobility Solutions“ bei der Mercedes-Benz AG. Hier bringt er Fachbereiche bei Daimler zusammen, die sich mit urbaner Mobilität beschäftigen, um in einen gemeinsamen Austausch mit den Städten und Kommunen zu gehen. In einem persönlichen Gespräch erzählt uns der gebürtige Franzose, wie seine Karriere bisher verlaufen ist und was Farben mit seiner Arbeit bei Daimler zu tun haben.

Nach interessanten Stationen bei Mercedes-Benz After Sales und smart Marketing & Sales arbeitet Daniel Deparis jetzt im Thema „Urban Mobility“. (Alle Fotos wurden vor der COVID-19 Pandemie angefertigt.)

Bonjour Monsieur Deparis! Erzählen Sie uns zunächst einmal, wie Sie bei Daimler eingestiegen sind.

Salut! Meine erste Stelle war ein Praktikum bei Global Services and Parts in Stuttgart bei Mercedes-Benz, das war 1999. Ich habe mich vom ersten Tag an zugehörig und dem Stern sehr verbunden gefühlt. Das lag einerseits an meinen interessanten Aufgaben – ich hatte ein sehr spannendes Projekt in Belgien -, andererseits natürlich an meinen Kolleginnen und Kollegen, die mir auch immer brav gratuliert haben, wenn Frankreich im Fußball gewonnen hat [lacht].

Nach dem Praktikum haben Sie dann eine Stelle angeboten bekommen.

Da wurde wirklich mein Kindheitstraum wahr! Schon als kleiner Junge lag ich meinen Eltern in den Ohren, dass ich eines Tages in Deutschland in der Automobilbranche arbeiten werde. Und nun hatte ich tatsächlich das große Glück, im Marketing bei Global Services & Parts beginnen zu können. Den Tag, als ich den Arbeitsvertrag überreicht bekam, werde ich nie vergessen.

“Unser Ziel ist, all jene Kräfte in unserem großen Unternehmen eng zu vernetzen, die sich mit urbaner Mobilität beschäftigen.“

Bereich „Business Development führen durften und unter anderem die „smart ready to services“ entwickelt und das „smart lab“ gegründet haben.

Ja, insgesamt habe ich immer relativ lange Stationen gehabt. Ich bin also kein „Job-Hopper“. Lassen Sie mich es mit Farben beschreiben: Ich mag es, wenn ein Job – sagen wir mal – in Blau startet und ich die Zeit habe, ihn zu einer anderen Farbe zu entwickeln. Am Ende ist es dann also gar nicht mehr der gleiche Job wie zu Beginn. Das ist auch das Tolle an diesem Konzern: dass man Gestaltungsspielraum bekommt; es ist erlaubt und möglich, die Farben zu ändern! Was ich ebenfalls sehr schätze, ist die Leidenschaft meiner Kolleginnen und Kollegen. Ich habe hier während meiner Laufbahn viele Vorbilder kennenlernen dürfen, und von ihrem Enthusiasmus für die Arbeit konnte ich viel für mich selbst mitnehmen.

Erzählen Sie uns, was ihr jetziges “Urban Mobility Solutions“ Team bei Daimler macht.

Unser Ziel ist, all jene Kräfte in unserem großen Unternehmen eng zu vernetzen, die sich mit urbaner Mobilität beschäftigen – in der Konzernforschung, der Entwicklung, im Marketing und bei External Affairs. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem wir alle Produkte, Hardware, Software und Services an die Städte anpassen müssen. Das gelingt nur mit vereinten Kräften, die wir im Urban Mobility Team bündeln.

„Ich schätze die Leidenschaft meiner Kolleginnen und Kollegen“, sagt Daniel Deparis über sein Arbeitsumfeld."

Sie bündeln jedoch nicht nur Expertise und Energie innerhalb von Daimler, sondern Sie sprechen auch gezielt mit Städten und Kommunen, richtig?

Korrekt, ähnlich wie man in der digitalen Welt von „Customer Centricity“ spricht, verfolgen wir die „Citizen Centricity“. Alles, was wir mit Städten planen und umsetzen, ist für die Bürger gedacht.

Und welche Themen bringen Sie mit Städten gemeinsam voran?

Es geht fast immer um drei Themenbereiche: Sicherheit, Transporteffizienz und den Zugang zur Mobilität für jeden. Der letzte Punkt ist besonders spannend, weil er mit Verhaltensänderungen zu tun hat. Wir fragen uns: Wie können wir diese Veränderungen anstoßen? Wir als Urban Mobility Solutions wollen Städte und Bürger durch den Mobilitätswandel begleiten. Und mit ihnen diskutieren, was für sie die beste Lösung sein könnte.

Unsere persönliche Frage zum Schluss: Es ist Samstag 10:30 Uhr. Wo trifft man Sie in der Regel an?

Da habe ich vermutlich gerade ein schwäbisches Baguette gekauft und fahre mit dem Fahrrad zurück nach Hause [lacht].

Daniel Deparis, 45 Jahre, verheiratet und Vater zweier Töchtern im Alter von 10 und 8 Jahren hat BWL in Lilles studiert. Nach seinem dualen Studium hängt er 1998 ein Gastsemester an der FH in Reutlingen im Studiengang Außenwirtschaft dran und bewirbt sich auf Stellen in der Automobilbranche. Zwei Tage bevor er eigentlich ein Trainee-Programm in Hessen antreten soll, bekommt er die Zusage für ein sechsmonatiges Praktikum bei GSP Mercedes. Daniel entscheidet sich gegen die schnelle Karriere und für den Stern. „Nicht einen Tag bereut“, sagt er heute.

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