Einfach mal anfangen - Einblicke der Gründerinnen eines Schüler Mentoring Programms

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Dieses Zitat von Erich Kästner haben sich Lilli Marlen Christ, Produktmanagerin Powertrain und CO²-Strategie, und Zena Ballout, Digital IT Mercedes-Benz Cars Marketing & Sales Executive Assistant, zu Herzen genommen.

Die beiden sind ehemalige Daimler Trainees und haben 2016 die ehrenamtliche Initiative „CorCit“ gegründet. „CorCit“ steht für Corporate Citizenship und soll Schülerinnen und Schüler individuell auf ihrem Weg von der Schulbank ins Berufsleben unterstützen. Die beiden Gründerinnen gehen mit dem Programm in diesem Jahr in die dritte Runde.

Zena Ballout

Wie kann ich etwas von meinem Glück zurückgeben?

Alles beginnt mit einem gemeinsamen Essen im Betriebsrestaurant. Lilli Marlen Christ steht ein Projekteinsatz in China bevor und Zena Ballout kommt gerade aus Japan zurück. Beide sind frisch ins Berufsleben gestartet und können es kaum fassen, wie viel Glück sie mit dem Einstieg bei Daimler hatten. Beide treibt die Frage um: wie können wir einen Teil unseres Glücks weitergeben? Ihr Vorhaben: anderen beim Start ins Berufsleben helfen. Ein passendes Format gibt es noch nicht, also entwickeln die beiden damaligen Trainees selbst ein Konzept. So wird die Idee für CorCit (Corporate Citizenship) - ein Schüler Mentoring Programm geboren.

Lilli Marlen Christ

Die Idee

Gesagt – getan. Das Konzept steht, es kann losgehen. Es fehlen nur noch Mentoren und Mentees. Mit der August-Lämmle-Gesamtschule in Leonberg und der Organisation TeachFirst Deutschland finden sich zwei starke Partner, die das Programm unterstützen. Auch die Resonanz der Daimler Trainees im Raum Stuttgart ist hoch und durchweg positiv - über 60 Kolleginnen und Kollegen möchten als Mentor aktiv werden.
Das Kick-off Event an der Schule ist dann für alle Aufregung pur! Zum ersten Mal treffen Lilli und Zena mit den Mentoren auf die Schüler - ein bunt gemischter Haufen an 8. Klässlern zwischen 13 und 15 Jahren. Um sich besser kennenzulernen, gibt es einige Spiele zu Beginn. Danach tauschen sich die Teilnehmer in lockerer Atmosphäre über Wünsche und Ziele aus und jedem Mentee wird sein persönlicher Mentor vorgestellt. Die „Tandems“ legen dann ganz individuell fest, in welchen Abständen sie sich treffen wollen. Es gibt aber auch einige gemeinsame Aktivitäten, so zum Beispiel ein Ausflug ins Mercedes-Benz Museum oder ein gemeinsames Abschlussevent, das die beiden Gründerinnen von „CorCit“ organisieren.

Workshop-Teamspiel

Große Dinge beginnen oft im Kleinen

Mit der Pilotphase getreu dem Motto „Start before you’re ready“ oder „Done is better than perfect“ ist die Durchführung natürlich noch nicht völlig fehlerfrei, aber am Ende sind sich alle einig: das Programm muss in die zweite Runde! Mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aus Runde 1 wird das Konzept weiter geschärft und optimiert. So inspirieren sich in Runde 2 weitere 20 Mentor-Mentee Pärchen bei Mini-Golf, Museumsbesuchen, Mathe lernen und Fußballspielen. Die Mentoren können so den Schülern Berufsorientierung und Selbstvertrauen vermitteln und für die Schule motivieren. Und auch die Trainees werden durch viele wertvolle Erfahrungen reicher.
Mit ihrem selbstinitiierten und -organisierten Programm haben Lilli und Zena eine Möglichkeit geschaffen, anderen etwas von ihrem Glück zurückzugeben und dabei persönlich viel Wertschätzung und Freude erfahren. In diesem Jahr freuen sich die beiden auf Runde 3 und sind gespannt, welche interessanten Tandempartner sich dieses Mal finden.

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