The Transformer Senior Manager Digital Transformation Office HR

Globalisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz. Begriffe, die zum Teil immer noch Fragen aufwerfen. Dirk Nees ist Senior Manager des Digital Transformation Office HR bei Daimler und erklärt, warum die Digitalisierung eine Riesenchance ist und was ein Digital Transformer eigentlich so macht.

Hallo Herr Nees, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Nees: Hallo, ich bin 48 Jahre und komme gebürtig aus Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Mein Job ist die digitale Transformation innerhalb von HR. Konkret heißt das, dass ich den Personalbereich dabei unterstütze, noch digitaler zu werden. Studiert habe ich BWL und Wirtschaftspädagogik und bin seit fast 16 Jahren im Konzern. In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit Oldtimern und eigentlich allem, was Räder hat – gerade Renn- oder Mountainbike fahren hilft mir beim Entspannen.

Welche Aufgaben haben Sie bisher bei Daimler verantwortet?

Ich habe schon sehr viel im Bereich Bildung und Changemanagement gemacht. Eingestiegen bin ich im Jahr 2003 im Finance-Bereich, wo ich als Teamleiter die Finance Academy aufgebaut habe. 2006 bin ich dann als Abteilungsleiter zur Corporate Academy gewechselt und seit November 2017 beschäftige ich mich mit der Digitalen Transformation des HR-Bereichs.

Wieso haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Für mich ist die Identifikation mit dem Unternehmen, bei dem ich arbeite, enorm wichtig. Daimler bietet tolle Produkte, ist weltweit erfolgreich und hat viele großartige Marken. Das motiviert mich unglaublich und es macht Spaß, in diesem globalen Konzern zu arbeiten. Außerdem sind die Entwicklungsmöglichkeiten beinahe unendlich - es ist wie ein eigener Arbeitsmarkt.

„Digitale Transformation“ - was kann man sich darunter genau vorstellen?

Mein Job ist es, Bereiche und Kollegen dabei zu unterstützen, ihre Aufgaben mit Hilfe digitaler Konzepte und Technologien noch besser erledigen zu können. Der erste Schritt ist natürlich, dass sich die Menschen überhaupt damit auseinandersetzen. Wir setzen hier auf Kommunikations- und Dialogformate wie Workshops und Fachvorträge, die wir selbst gestalten und leiten. Daneben beschäftige ich mich auch mit Innovationsprozessen und entwerfe Vorgehensmodelle, beispielsweise für die Einführung neuer Technologien.

Wieso ist Digitalisierung überhaupt so wichtig?

Digitalisierung ist gleichzeitig Chance und Enabler. Sie bietet ungeahnte neue Geschäftsmöglichkeiten und ist damit für viele Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Digitalisierung ist aber auch ein Mittel, um mit der unglaublich schnell wachsenden Dynamik und Komplexität in der Welt Schritt zu halten - sei es durch die Automatisierung von Prozessen oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ohne Digitalisierung kann man meiner Meinung nach in der globalen Welt nicht bestehen. Deshalb unterstützen wir als HR andere Bereiche und treiben gleichzeitig die Digitalisierung unserer eigenen Prozesse voran.

Innovationen erfolgreich implementieren, wie geht das?

Entscheidend ist, die Innovationsprozesse professionell und systematisch zu betreiben, geeignete Methoden einzusetzen und die Umsetzung konsequent voranzutreiben. Voraussetzung dafür sind ein gutes Trendscouting, die Bereitschaft Neues auszuprobieren sowie Ziel und Zweck im Vorfeld genau zu definieren. Wir arbeiten dazu häufig mit Start-ups zusammen, um uns inspirieren zu lassen. Zusätzlich experimentieren wir mit digitalen Konzepten, wie Blockchain oder unterschiedlichen KI-Lösungen und testen, wie wir diese bestmöglich einsetzen können. Innovation geht nur mit dem richtigen Know-how, deshalb investieren wir in Kooperation mit der Daimler Corporate Academy viel Zeit in das Skill-Management und bauen digitale Netzwerke auf, um den Austausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen zu vereinfachen.

Hat die Digitalisierung auch Einfluss auf Jobprofile?

Auf jeden Fall. Natürlich wird nicht jeder Mitarbeiter in Zukunft programmieren müssen aber ohne ein Grundverständnis von Digitalisierung wird es nicht gehen. Es ist vergleichbar mit der Vorbereitung auf ein neues sportliches Ziel, wie z.B. einen Marathon. Man muss sich darauf einlassen, auf seine Ernährung achten und trainieren. Das gleiche gilt auch für die Arbeitswelt: um die Potenziale der Digitalisierung nutzbar zu machen, muss ich die grundlegenden Funktionsweisen von Technologien kennen und sollte eine Vorstellung haben, wie digitale Konzepte umgesetzt werden können. Vor allem geht es um die Bereitschaft und den Mut, Neues auszuprobieren, auch mal Fehler zu machen und daraus zu lernen. Nur so ist Veränderung überhaupt möglich. Digitalisierung verändert daher auch unsere Jobprofile, denn neue Kompetenzen und Inhalte kommen hinzu.

Welche Profile werden verstärkt in Ihrem Bereich gesucht?

Aus meiner Sicht brauchen wir in Zukunft vor allem Menschen, die ein digitales Profil mitbringen. Damit meine ich Bewerber, die sich in der digitalen Welt bestens auskennen. Sie sollten einen Innovations-Mindset haben und mit agilen Methoden arbeiten können. Veränderungsbereitschaft, Lernfähigkeit und Co-Creation sind weitere wichtige Stichworte. Grundsätzlich gilt: Es war noch nie so einfach zu lernen wie heute. Also keine Scheu, seien Sie mutig!

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