Produktionsplanung der Zukunft Das war die FEMTEC Innovationswerkstatt!

Inessa Agapova ist seit April 2016 bei der Daimler AG in Sindelfingen im Bereich Fabrikplanung tätig. Dort betreut sie die Standortentwicklung für die Produktion in Peking, China. Neben ihrem regulären Job hat sie in den vergangenen Monaten auch an der „Innovationswerkstatt“ mitgearbeitet. Ein Kooperationsprojekt zwischen der Daimler AG und der FEMTEC. Da sie selber Absolventin des Förderprogrammes ist, versteht sie nicht nur die Begeisterung der Stipendiatinnen, sondern glaubt auch an das vielseitige Potenzial der weiblichen Nachwuchstalente.

Vor über sechs Monaten organisierten meine Kollegen und ich eine Kick-Off Veranstaltung in Berlin und hatten damals kaum eine Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Hintergrund war die Kooperation zwischen der Daimler AG und der FEMTEC, einer Karriereplattform für Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften. Besonderen Fokus hat dabei das Modul "Innovationswerkstatt", bei dem ein Partnerunternehmen eine Aufgabe stellt und diese von den aktuellen Teilnehmerinnen über mehrere Monate bearbeitet wird.

Kurzum: Auch Daimler hat als langjähriger Partner der FEMTEC eine solche Innovationswerkstatt angeboten. Dabei kamen wir aus den unterschiedlichsten Fachbereichen zusammen, um die Studentinnen zu unterstützen: Oli und Philip aus der Montageplanung, Vesna aus HR, Tom aus der TecFabrik und ich, Inessa, aus der Fabrikplanung.

Als Schwerpunkt wählten wir die Produktionsplanung der Zukunft auf Basis von Daimler Plant View - eine Art Street View für Innenbereiche. Diese Technologie ermöglicht uns schon heute, virtuell durch unsere Produktionshallen oder Büros zu reisen. Doch dass sich dahinter noch mehr Potenzial verbirgt, war uns von Anfang an klar. Neue, frische und kreative Ideen sollten also her.

Der große Tag

Im Februar war der langersehnte Tag gekommen: die Abschlusspräsentation der Innovationswerkstatt. Nach einer spannenden Key Note von Markus Schäfer, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain, der den Anwesenden einen Einblick in Innovation und Herausforderung der Mercedes-Benz Cars Produktion gab, starteten die Studentinnen mit den Pitches. Die entwickelten Ideen waren beeindruckend. Besonders die Vielfalt und Kreativität der einzelnen Gruppen war klasse, denn neben neuen Ansätzen für Montage- und Fabrikplanung wurden auch Prototypen mit Schwerpunkt HR vorgestellt.

„Benz-o-Mat“

Eines der HR-Themen heißt „Benz-o-Mat“. Die Idee: Daimler Plant View wird genutzt, um Auszubildenden ihren zukünftigen Arbeitsplatz auf der Daimler-Karriereseite vorzustellen. Zusätzlich erhält man durch gezielte Fragen eine Empfehlung, welcher Ausbildungsplatz zu einem passt. Ein interessierter Bewerber kann dann über eine virtuelle Besichtigung die Stationen besuchen, die ihn während seiner Ausbildung erwarten.

„PlanConnect“

Eine weitere Idee: ein innovativer und verbesserter Auftrags-Vergabeprozess zwischen Daimler und seinen Lieferanten. „PlanConnect“ unterstützt den Ausschreibungsprozess durch die Verknüpfung von Lastenheft und dem digitalen Hallenzwilling. Die Vorteile sprechen für sich: der Lieferant erhält eine detaillierte Planungsgrundlage und wiederholte Vorort-Besichtigungen entfallen. Realisiert wird das durch eingeschränkte Zugriffsrechte, sodass der Lieferant nur den für ihn relevanten Teil der Halle sehen kann. Dadurch ist er in der Lage, den betroffenen Abschnitt zu vermessen und auf hinterlegte Points of Interest (Nachrichten, Fotos, Videos) zuzugreifen.

Da diese Idee zeitnah und ohne großen Aufwand implementierbar ist, wurde sie in der Kategorie „Beste Idee“ ausgezeichnet.

Fazit

Wir freuen uns, dass die Innovationswerkstatt ein so großer Erfolg war. Natürlich verfolgen wir die Ideen der Teilnehmerinnen weiter und prüfen, wie sie zeitnah umgesetzt werden können. Auch mit den Studentinnen bleiben wir weiterhin in Kontakt und hoffen, dass wir die ein oder andere zukünftig als Kollegin bei uns begrüßen dürfen!

Alles in Allem: Es war eine tolle Zeit! Ich habe auch außerhalb meines alltäglichen Jobs viele neue Einblicke gewonnen und mein Projektteam ist mir wirklich ans Herz gewachsen. An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Vesna, Philip und Oli bedanken und natürlich würden wir auch ein zweites Mal "Ja!" zu einer Innovationswerkstatt sagen.“

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