Mit den Nutzern im Fokus zur Mobilität der Zukunft Society & Mobility PIONEERING

Christin Kreutzburg-Sütterlin hat eine gute Vorstellung davon, wie wir in Zukunft unterwegs sein werden. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Team Society & Mobility PIONEERING erforscht die promovierte Psychologin Trends und Visionen für die Mobilität von morgen. Im Leuchtturmprojekt „Future Living® Berlin“ untersucht sie aktuell, was Bewohnern eines vernetzten Viertels bei den Themen Wohnen und Mobilität wichtig ist. Wie bei Daimler aus den Bedürfnissen der Kunden die Mobilitätskonzepte der Zukunft entstehen und was sie an ihrer Arbeit besonders begeistert, erläutert die geborene Potsdamerin im Interview mit uns.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen entwickelt die Psychologin Trends und Visionen für die Mobilität von morgen.

Hallo Christin, in deinem Team entwickelt ihr Visionen für die Mobilität der Zukunft. Wie geht ihr dabei vor?

Meistens starten wir erst einmal mit umfangreichen Recherchen. Wir schauen uns beispielswiese an, welche Trends und Lösungen es außerhalb der Mobilitätsbranche gibt. Darüber hinaus sprechen wir mit Expertinnen und Experten, inwiefern sich neue Technologien wie künstliche Intelligenz etablieren und leiten daraus Einsatzmöglichkeiten fürs Fahrzeug ab. Zudem erhalten wir von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Entwicklung konkrete Forschungsfragen. Zum Beispiel, wie sich Nachhaltigkeit und Luxus optimal verbinden lassen.

Wie findet ihr die Antworten darauf?

Etwa indem wir unsere potenziellen Kunden direkt fragen, was ihnen am Thema Nachhaltigkeit wichtig ist und welche Barrieren sie sehen. Was wir immer wieder als Ergebnis solcher „Fokusgruppen“ zurückgespielt bekommen ist, dass die Produkte von Daimler für Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen und es entsprechende Erwartungen der Kundinnen und Kunden gibt. Neben solchen kurzfristigen Befragungen liegt unser Fokus auch auf langfristigen Forschungsprojekten wie beim „Future Living® Berlin“

Dieses Leuchtturmprojekt ist ein komplettes Wohnviertel, das mit digitaler Zukunfts-Technologie ausgestattet ist.

Ganz genau. Das Stadtquartier in Berlin Adlershof ist ein eigener kleiner Kosmos. Die 90 Wohnungen und zehn Gewerbeeinheiten sind mit den Lösungen unserer Projektpartner aus unterschiedlichen Bereichen ausgestattet – vom intelligenten Heiz- und Klimasystem bis hin zu intelligenter Beleuchtung. Als Partner für das Thema Mobilität stellen wir von Daimler den Bewohnern Elektrofahrzeuge zur Verfügung, die sie flexibel per "ready-to-share"-Service buchen können.

Zukünftige Nutzer sind bei der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte von der ersten Idee an dabei – so bringen wir den „Human Centered Innovation“-Ansatz auf eine neue Ebene.
„Das Konzept, die Kundinnen und Kunden schon bei der Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, wird bei Daimler generell großgeschrieben“

Wie arbeitet ihr mit den Menschen konkret zusammen, die in der Wohnanlage leben?

Nach der offiziellen Eröffnung des Quartiers im September 2020 werden wir mit den Bewohnern auf verschiedenen Ebenen in Kontakt sein. Zum einen wird es regelmäßige Befragungen geben, zum anderen aber auch gemeinsame Workshops, bei denen wir ihre Vorschläge, Wünsche und Erfahrungen diskutieren. Eine weitere Ebene sind die Nutzungsdaten, die anonymisiert technisch erhoben werden, etwa wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unsere Fahrzeuge und die Systeme unserer Projektpartner nutzen.

Das heißt, die Bewohner liefern Impulse, die direkt in die Entwicklung einfließen?

Exakt! Im Prinzip decken wir mit dem Projekt alle drei Aspekte von Daimler PIONEERING ab: In der ersten Phase „Ignite“ erarbeiten wir gemeinsam mit den Bewohnern Ideen. Im zweiten Schritt „Invent“ entwickeln unsere Experten konkrete Produkte, die die Bewohner anschließend testen und so zur Verbesserung beitragen. Im Optimalfall werden die neuen Technologien im dritten Schritt „Implement“ in unseren Fahrzeugen eingesetzt. Das Konzept, die Kundinnen und Kunden schon bei der Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, wird bei Daimler generell großgeschrieben.

Du hast in der Kundenforschung gearbeitet, bevor du zu Society & Mobility PIONEERING gewechselt bist.

Ja, das Tätigkeitsfeld der Kundenforschung bei Daimler geht aber weit über die klassische Marktforschung hinaus und ist in der Branche einzigartig. Das Team arbeitet bereits in einer sehr frühen Phase mit der Entwicklung zusammen und testet neue Komponenten direkt mit potenziellen Kunden. Indem wir zukünftige Nutzer bei Future Living® Berlin von der ersten Idee an in unseren Entwicklungsprozess integrieren, bringen wir diesen „Human Centered Innovation“-Ansatz zusätzlich auf eine ganz neue Ebene.

Ich bin immer wieder davon begeistert, welche Gedanken und Ideen meine Kolleginnen und Kollegen aus der Entwicklung in Fahrzeuge bringen.
Im Leuchtturmprojekt „Future Living® Berlin“ untersucht Christin, was Bewohnern eines vernetzten Viertels bei den Themen Wohnen und Mobilität wichtig ist.

Der Kundenfokus ist ein Thema, mit dem du dich von Beginn an bei Daimler beschäftigt hast. Wie bist du damals eigentlich zum Unternehmen gekommen?

Das war 1999 als Doktorandin im Customer Research Center. Ich habe an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Arbeits- und Organisationspsychologie promoviert. Dabei habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie verschiedene Kundengruppen mit Werbung angesprochen werden können. Bei meiner anschließenden Tätigkeit im Customer Research Center konnte ich das Thema noch weiter vertiefen.

Seit 2018 bist du im Team „Society & Mobility PIONEERING“. Was fasziniert dich an deiner Arbeit?

Das Besondere ist, dass wir beim Entwerfen unserer Zukunftskonzepte weit über das Fahrzeug selbst hinausgehen. Geleitet wird der Fachbereich „Gesellschafts- und Mobilitätsforschung“ von der Zukunftsforscherin Prof. Dr. Marianne Reeb - eine absolute Expertin mit großen Erfahrung. Eine Vision, an der wir alle gemeinsam arbeiten ist, dass Wohnraum und Fahrzeug zusammenwachsen und ein „Ökosystem“ bilden. Und das ist spannend und faszinierend.

Außerdem begeistert mich an meiner Arbeit immer wieder, welche Gedanken und Ideen meine Kolleginnen und Kollegen aus der Entwicklung ins Auto einbringen. Der Anspruch und die Begeisterung für Mobilität sind bei Daimler schon sehr besonders.

Und was machen Sie, wenn Sie sich nicht mit der Zukunft der Mobilität beschäftigen?

Mein Mann und ich sind begeisterte Eishockey-Fans. In den Winter-monaten sind wir deshalb regelmäßig bei Heimspielen im Stadion des EHC-Freiburg. Gemeinsam in der Zuschauermenge unsere „Wölfe“ anzufeuern, ist einfach das Beste.

Die Kundenforschung bei Daimler arbeitet bereits in einer sehr frühen Phase mit der Entwicklung zusammen. So stehen die Bedürfnisse der Nutzer von Anfang an im Mittelpunkt.

Persönlich

Christin hat eine gute Vorstellung davon, wie wir in Zukunft unterwegs sein werden

Christin Kreutzburg-Sütterlin (47)

Ihre Begeisterung für Autos hat Christin Kreutzburg-Sütterlin von ihrem Vater. Mit 14 durfte die geborene Potsdamerin zum ersten Mal heimlich hinters Steuer des Familien-Trabanten. Später stellt sie bei ihrer Promotion in Kooperation mit der Kundenforschung bei Daimler den Autokäufer in den Mittelpunkt. Ursprünglich wollte die Mutter einer 13-jährigen Tochter Lehrerin werden und hatte ihr Lehramtsstudium bereits abgeschlossen. Schnell merkte sie aber in ihrer Lehrtätigkeit, dass sie für eine strenge Bewertung ihrer Schüler zu empathisch ist. Heute kann sie ihr Einfühlungsvermögen voll entfalten, wenn sie für Daimler gemeinsam mit Kunden nach Innovationen für die Mobilität von morgen sucht.

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