„Wir freuen uns immer auf donnerstags!“ Warn- und Informationsmanager

Hinter dem Lenkrad blinkt ein Hinweislicht auf, das Wischwasser muss nachgefüllt werden. Dass hinter dieser Meldung viel Knowhow und ein ganzes Regelwerk stecken, wissen sicherlich die wenigsten. Sandra Hofmeister und Dr. Vanessa Lütkebohmert managen diese Warnungen bei Mercedes-Benz. Wie sie das machen und weshalb sie sich immer auf donnerstags freuen, erzählen sie uns im Interview.

„Wenn man dann das Ergebnis im Fahrzeug sieht und sagen kann: ‚Das habe ich gemacht‘, macht das einen schon stolz.“

Hallo Ihr Zwei, bitte stellt euch den Leserinnen und Lesern kurz vor.

Sandra: Mein Name ist Sandra Hofmeister. Ich habe Soziologie und Empirische Kulturwissenschaften in Tübingen studiert. Seit 2001 bin ich bei Daimler. Angefangen habe ich in einem zweijährigen Traineeprogramm, bevor ich dann in das Team für Bedien- und Anzeigekonzepte sowie HMI (=Human Machine Interaction, Mensch-Maschine-Interaktion) der Kombiinstrumente, gewechselt habe. Vor meiner Zeit bei Daimler habe ich in einer Softwarefirma gearbeitet.

Vanessa: Hallo zusammen, mein Name ist Vanessa Lütkebohmert. Ich habe Wirtschaftsmathematik in Ulm studiert. Anschließend bin ich für ein Jahr nach England gegangen und war dort in der Software-Entwicklung tätig. Im August 2007 bin ich bei Daimler eingestiegen. Hier habe ich in der Testtechnologie promoviert. Dabei ging es um das automatisierte Erstellen von Testskripten. Zehn Jahre war das Testmanagement mein Aufgabengebiet und seit einem Jahr arbeite ich im Warn- und Informationsmanagement.

Dr. Vanessa Lütkebohmert kam 2007 zum Daimler-Konzern.

Was macht man im Warn- und Informationsmanagement (WIM)?

Sandra: Kennt ihr die Tankreservemeldung, die euch darauf hinweist, dass ihr bald tanken solltet? Genau um solche Warnungen und Informationen kümmere ich mich. Es geht bei WIM darum, dass Warnmeldungen zur richtigen Zeit, für die richtige Dauer und in der richtigen Reihenfolge angezeigt werden. Das heißt, ich kläre Fragen wie: macht es Sinn, dass die Warnmeldung aufleuchtet, sollte überhaupt gewarnt werden, und welche Priorität erhält der Warnhinweis? Oder auch welche Farbe soll diese Meldung haben? Für diese Entscheidungen ist ein Regelwerk notwendig, auf dem die Anzeige der Warnungen aufbaut.

Vanessa: Und genau das ist dann mein Aufgabengebiet. In diesem Regelwerk beschreibe ich die Eigenschaften der Meldungen. Wir unterschieden zwischen sogenannten Bedienrückmeldungen, die dem Kunden zeigen sollen, dass das System einen Tastendruck erkannt hat. Diese Meldungen behandeln wir anders als zum Beispiel der Hinweis zum Wischwasserstand, einer klassischen Warnungsmeldung. Sonderfälle gibt es natürlich auch, zum Beispiel die bekannte akustische Gurtwarnung.

Sandra Hofmeister ist seit 2001 bei Daimler mit dabei.

Was gefällt euch an Daimler als Arbeitgeber?

Es ist toll, wie sich Daimler ständig weiterentwickelt. Wir schätzen die moderne Arbeitskultur. Wir haben ein gutes Gefühl, morgens ins Büro zu kommen, denn wir haben tolle Kollegen, arbeiten interaktiv, selbständig und kreativ. Es ist ein großes Privileg, an den neusten Technologien zu arbeiten. Wenn man dann das Ergebnis im Fahrzeug sieht und sagen kann: „Das habe ich gemacht“, macht das einen schon stolz. Wir müssen ehrlich sagen: Wir finden unsere Fahrzeuge einfach toll!

Und jetzt verratet uns bitte, warum ihr euch immer auf donnerstags freut?

Weil wir uns da sehen! [Beide lachen]. Wir arbeiten beide in Teilzeit. Daimler bietet bei den Themen Arbeitszeit und mobiles Arbeiten eine große Flexibilität, was uns die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Donnerstags ist dann der Tag, an dem wir uns im Büro zusammensetzen und austauschen. Darauf freuen wir uns immer sehr.

Wie klappt das denn, wenn man sich nur an einem Tag in der Woche sieht?

Wir müssen uns gut organisieren. Wir haben gelernt transparent zu arbeiten und gut zu planen. Dabei hilft eine strukturierte Herangehensweise unterstützt durch eine sehr gute Daimler-IT.

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