Mit dem „Skateboard“ in Richtung Zukunft Projektleiter Vision URBANETIC

Der Vision URBANETIC, das neue Konzeptfahrzeug von Mercedes-Benz Vans, feierte im September Weltpremiere und zeigt seitdem einen Blick in die Zukunft. Die Idee: Personenbeförderung und Gütertransport zusammenbringen. Doch was und wer steckt genau hinter dem Konzeptfahrzeug? Was passiert von der Konzeptfindung bis zur Weltpremiere? Thomas Moser ist Projektleiter und gibt spannende Einblicke in den Entstehungsprozess.

Bitte stellen Sie sich kurz vor. Wie sieht Ihr bisheriger Werdegang aus?

Moser: Ich habe Maschinenbau mit der Vertiefung Fahrzeugbau studiert. Seit 2003 bin ich nun schon bei Daimler und war hier in verschiedenen Positionen im Einsatz, z.B. als Rohbaukonstrukteur und als Projektleiter für den Sprinter Minibus.

Warum haben Sie sich für Daimler als Arbeitgeber entschieden?

Ich hatte schon im Studium indirekt mit Daimler zu tun. Während meiner Diplomarbeit und in meinem ersten Job nach dem Studium war ich bei einem Aufbauhersteller angestellt, der Fahrgestelle von Daimler verwendete. Durch die Zusammenarbeit konnte ich mir einen guten Eindruck von Daimler als Unternehmen und Arbeitgeber machen.

Sie sind Projektleiter für das Thema „Vision URBANETIC“. Was steckt hinter diesem Konzept?

Der Vision URBANETIC ist ein Mobilitätskonzept, um Personenförderung und Gütertransport in einem Fahrzeug zu integrieren. Die Basis bildet unser autonom fahrendes, batterie-elektrisch betriebenes Chassis - wir nennen es auch gerne „Skateboard“. Dieses „Skateboard“ kann dann je nach Gebrauch mit dem Cargo-Modul für den Warentransport oder mit dem People-Mover-Modul für die Personenförderung bestückt werden. Der Austausch findet automatisiert statt. Um in Echtzeit zu erkennen, welche Art von Transport benötigt wird, haben wir um den Vision URBANETIC eine intelligente, selbstlernende IT-Infrastruktur entwickelt.

Wie könnte das in der Praxis später aussehen?

Beispielsweise könnte im Berufsverkehr morgens und abends verstärkt das People-Mover-Modul zum Einsatz kommen, um die Menschen zur Arbeit bzw. nach Hause zu bringen. Tagsüber und nachts, wenn die Personenförderung wenig nachgefragt wird, kann unser Vision URBANETIC für den Warentransport genutzt werden. So stellen wir eine optimale Auslastung und Flexibilität sicher.

Welche Aufgaben haben Sie beim Vision URBANETIC übernommen?

Ich habe das Projekt von der ersten Konzeptfindung bis hin zur Fertigstellung und letztendlich der Weltpremiere geleitet. Aus den verschiedenen Projektphasen ergaben sich dann immer meine jeweiligen Schwerpunkte. Konkret bedeutet das, dass ich in der Konzeptphase am Anfang sehr viel mit unseren Entwicklern zusammen gearbeitet habe. Für die Gestaltung wurden dann die Designer und Ingenieure mit ins Boot geholt. In der Konstruktionsphase ging es dann primär um die Steuerung unserer externen Partner. Später und parallel zur Produktion wurden dann auch schon die Kommunikationskonzepte erstellt.

Nun ist der „Vision URBANETIC“ ein weiterer Teil der Zukunftsinitiative „adVANce“. Welche anderen Felder stecken noch hinter „adVANce“?

Wir treten als Anbieter von Systemlösungen auf und bieten neben unseren Fahrzeugen auch integrierte und intelligente Gesamtsysteme an. „adVANce“ steht für unsere sechs Innovationsfelder: Autonomous, electric drive, sharing, rental, solutions und digital. Mit dem neuen Vision URBANETIC haben wir alle Aspekte der „adVANce“ Strategie in einem Konzept vereint.

Was gefällt Ihnen in Ihrem Job am besten?

Am besten gefällt mir, dass man das Ergebnis der eigenen Arbeit sehr schnell sieht. Vom ersten Bleistiftstrich, über die Realisierung des Fahrzeugs bis hin zur Präsentation dauert es nur ein Jahr. Ich arbeite mit einem Team, das exklusiv für das Projekt im Einsatz ist - einer hoch motivierten Mannschaft, durch die es möglich wird, solche ambitionierten und innovativen Projekte umzusetzen.

Erzählen Sie uns bitte ein bisschen mehr über Ihr Team und Ihre Aufgaben. Wie setzt sich das Team zusammen? Was ist das Spannende in Ihrem Team oder Bereich?

Ein Team im klassischen Sinne habe ich nicht. Ich arbeite mit Projektpartnern zusammen, die aus allen möglichen Bereichen kommen: Die Kollegen aus dem strategischen Bereich sind quasi meine Auftraggeber für das Projekt. Mit den Teams aus den Bereichen Design, Engineering und IT arbeite ich dann an der Realisierung. Wenn es gegen Projektende dann um die Veröffentlichung und die Fahrzeugpremieren geht, brauche ich die Mitarbeit der Marketing- und Kommunikationskollegen.

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