CO₂-Reduzierung für Lkw

Das Ergebnis des sogenannten Trilogs von Europäischer Kommission, Rat der Europäischen Union und Europäischem Parlament zu den CO₂-Reduzierungszielen für schwere Lkw (>16t) ist eine Minderung von 15 Prozent in 2025 und 30 Prozent in 2030 (Bezugszeitraum 2019/2020). Dies entspricht einer Verdrei- bis Vervierfachung der bislang durchschnittlich pro Jahr erreichten kontinuierlichen Reduktion von Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen. Ab 2025 werden mit der Einführung des Benchmark-Systems emissionsfreie Lkw in der CO₂-Flottenbewertung ab 2 bis maximal 5 Prozent positiv berücksichtigt.

Diese Vorgaben in dem zur Verfügung stehenden Zeitraum zu erreichen, ist sehr ambitioniert und erfordert die Einführung von neuen Technologien innerhalb kürzester Zeit. Und im Falle von Nichterreichung erwarten die Fahrzeugproduzenten zusätzlich enorme Strafzahlungen. Dies stellt die Nutzfahrzeugbranche vor enorme Herausforderungen, da alternative Technologien nach wie vor sehr teuer und noch nicht wirtschaftlich sind. Gleichzeitig werden Kunden solche Fahrzeuge nur nachfragen, wenn die notwendige Infrastruktur zum Laden oder Betanken alternativ angetriebener Lkw europaweit zügig aufgebaut wird. Nur so lassen sich die CO₂-Ziele auch künftig umsetzen.

Das Gesetzgebungsverfahren ist weitgehend abgeschlossen und erlaubt keine weiteren signifikanten Änderungen. Wir werden nun die zur Verfügung stehenden Optionen sorgsam auf ihre technische Umsetzbarkeit sowie auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen und dann implementieren.

Bisherige Aktivitäten zum EU-Gesetzgebungsverfahren in 2018

Im Dezember 2018 hatte der Rat der Europäischen Union (EU-Ministerrat) über die Ziele zur CO₂-Reduzierung für schwere Lkw abgestimmt und für eine Minderung von 15 Prozent in 2025 und 30 Prozent in 2030 votiert (bezogen jeweils auf das Basisjahr 2019). Diese Ziele entsprachen den Vorschlägen der EU-Kommission vom Mai 2018 und lagen damit unter denen, für die das Europäische Parlament im November 2018 votiert hatte (Minderung von 20 Prozent in 2025 und mindestens 35 Prozent in 2030).

Zusammenhang mit VECTO

Für die CO₂-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch von schweren Nutzfahrzeugen gab es bisher kein allgemein verbindliches Testverfahren. In Europa wurde daher das Simulationsprogramm VECTO entwickelt, das den Kraftstoffverbrauch eines Lkw in seiner individuellen Konfiguration berechnet. Diese Daten werden künftig europaweit erfasst und transparent gemacht. Ab dem Bezugszeitraum 2019/2020 bilden die VECTO-Daten den Referenzwert für die künftigen CO₂-Minderungsziele der EU.

VECTO steht für „Vehicle Energy Consumption Calculation Tool“. Weitere Informationen zu VECTO sind hier zu finden.

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