Neue Konzernstruktur mit Daimler als Dachgesellschaft

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Daimler AG haben bei der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 in Berlin mit großer Mehrheit für einen Umbau des Daimler-Konzerns gestimmt. Damit wird der Weg für den Konzern frei, das Pkw- und Van-Geschäft sowie das Lkw- und Bus-Geschäft durch eine Ausgliederung auf rechtlich selbstständige Einheiten zu übertragen.

Die neue Konzernstruktur (PROJEKT ZUKUNFT) wird mit der Eintragung der Ausgliederung in das Handelsregister wirksam. Angestrebt wird der Start in der neuen Unternehmensstruktur dann zum 1. November 2019. Ab diesem Zeitpunkt wird die Mercedes-Benz AG die heutigen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans verantworten, während die Geschäftsfelder Daimler Trucks und Daimler Buses in der Daimler Truck AG zusammengefasst werden. Die bereits rechtlich selbstständige Daimler Financial Services AG wird ab dem 24. Juli 2019 Daimler Mobility AG heißen. Die beiden neuen Gesellschaften werden wie die heutige Daimler AG und die künftige Daimler Mobility AG mitbestimmte deutsche Aktiengesellschaften mit Sitz in Stuttgart sein.

Heute haben die Aktionäre der Daimler AG unseren Plänen für eine neue, moderne Konzernstruktur zugestimmt. Das war der entscheidende Schritt, um im November in unserer neuen Aufstellung zu starten. Daimler hat den Anspruch, in der neuen Mobilitätswelt führend zu sein. Das verlangt ein Höchstmaß an Innovationskraft und Beweglichkeit, um auf Veränderungen schnell reagieren zu können. Die neue Struktur erweitert unsere Handlungsfähigkeit in einem dynamisch wachsenden Wettbewerbsumfeld, auch in Bezug auf Kapitalbeschaffung. Sie macht es möglich, dass wir besser auf Kunden- und Marktbedürfnisse reagieren können. Mit der neuen Aufstellung wollen wir unseren Beschäftigten eine langfristige Perspektive bieten. Da sind wir uns mit den Arbeitnehmervertretern einig. Mit der Neuaufstellung des Daimler-Konzerns und der heutigen Entscheidung stellen wir die Weichen für unser Unternehmen und seine Mitarbeiter, um auch in der künftigen Mobilitätswelt erfolgreich zu sein.

Die Daimler AG als börsennotierte Dachgesellschaft wird Governance-, Strategie- und Steuerungs-Funktionen wahrnehmen sowie konzernübergreifende Dienstleistungen erbringen. Mit drei schlagkräftigen Einheiten unter einem gemeinsamen Dach stellt sich der Konzern flexibler und fokussierter auf. Mit der neuen Struktur will Daimler seinen Geschäftsfeldern mehr unternehmerische Freiheiten geben, die Markt- und Kundenorientierung stärken sowie Kooperationen einfacher und schneller ermöglichen. Durch die gezielte Ausrichtung der neuen Gesellschaften auf ihre Kunden, Märkte und Kernkompetenzen können neue Wachstums- und Ergebnispotenziale erschlossen werden. Zudem dient die Stärkung der divisionalen Struktur dem Ziel, bestehende Investoren langfristig zu binden und neue Kapitalgeber und Partner hinzuzugewinnen.

Die neue Struktur ist eine klare Vorwärtsstrategie, mit der wir unsere Schlagkraft erhöhen und langfristig Beschäftigung sichern. Das war für uns als Gesamtbetriebsrat von Anfang an oberstes Ziel bei allen Entscheidungen zu Projekt Zukunft. Die Vereinbarung, die wir im Rahmen von Projekt Zukunft verhandelt haben, bringt an erster Stelle für die Kolleginnen und Kollegen Sicherheit: Durch die Zukunftssicherung 2030 sind betriebsbedingte Kündigungen für Mitarbeiter der Daimler AG ausgeschlossen. Eine Transformationszusage gewährleistet für jeden Beschäftigten eine angemessene Aufgabe in Zeiten des Wandels. Dazu kommt Sicherheit für die deutschen Standorte durch die Investitionszusage von 35 Milliarden Euro. Auch in Zukunft werden wir uns mit einem konzernübergreifenden Gesamtbetriebsrat um die Interessen der Mitarbeiter kümmern. Die neuen Einheiten werden mitbestimmte Gesellschaften mit paritätisch besetzten Aufsichtsräten sein. Die Mobilität der Zukunft wird spannend mit vielen neuen Chancen. Wir bei Daimler werden sie nutzen.

PROJEKT ZUKUNFT ist die umfangreichste Neuaufstellung in der mehr als 130-jährigen Unternehmensgeschichte und betrifft neben der operativen Geschäftstätigkeit in Deutschland rund 800 Gesellschaften in über 60 Ländern. Gemessen an Umsatz und Gesamtmitarbeiterzahl der Daimler AG ist es zudem die größte Neuorganisation, die es in den vergangenen Jahren in einem deutschen Konzern gegeben hat. Rund 130.000 Mitarbeiter der Daimler AG in Deutschland sollen im Rahmen eines gesetzlich geregelten Betriebsübergangs in die beiden neuen Gesellschaften wechseln und wurden darüber bereits frühzeitig und umfassend informiert.

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