Elektromobilität um 1900 Der Mercedes Electrique

Schon früh wurden Elektroantriebe in Droschken eingesetzt. Wie hier beim „Mercedes Electrique“ (Aufnahme ungefähr 1906 in Berlin) – ein Motorwagen mit in die Wagenräder eingebauten Elektromotoren. Gespeist wurden sie von einer Batterie.

Für das Droschkengewerbe hatten diese Fahrzeuge zunächst große Vorteile: Sie stanken nicht so und waren leiser als die Benziner – für die Fahrgäste damals ein durchaus angenehmer Aspekt. Ihre Betriebssicherheit erwies sich als deutlich besser gegenüber den frühen Benzinmodellen. Sie waren jederzeit schnell startbereit und im Unterhalt vergleichsweise kostengünstig. Denn mechanische Bauteile wie Getriebe, Kupplung oder Ketten für die Kraftübertragung fielen durch den Einsatz von elektrischen Radnabenmotoren weg. Dadurch waren Reparaturen leichter zu bewerkstelligen.

Der Nachteil der relativ geringen Reichweite von ungefähr 90 Kilometern und der mäßigen Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern wirkte sich im städtischen Taxibetrieb nicht sonderlich aus, zumal die Höchstgeschwindigkeit von Seiten der Behörden oft auf 15 Stundenkilometer begrenzt war.

Elektroantriebe in Droschken

Das Aufladen der Batterien geschah meist in Betriebshöfen, außerhalb des Fahrzeugs. Mit einem zweiten Batteriesatz konnte der Wagen ergo schnell wieder auf Tour gehen.

Doch die Technik reiner Elektrofahrzeuge war in den ersten zwei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts einfach noch nicht reif genug für einen erfolgreichen Wettbewerb mit dem Benzinfahrzeug, das nun seinerseits immer zuverlässiger wurde.

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