2020. Strategie und Pandemie

Corona prägt 2020 und damit auch das Geschäft aller Bereiche von Daimler. Den Auswirkungen und Einschränkungen der Pandemie zum Trotz, treibt das Unternehmen seine nachhaltige Geschäftsstrategie weiter voran, neue Modelle feiern Weltpremiere und in Sindelfingen läuft die Produktion der Zukunft an. Daimler Trucks präsentiert den Brennstoffzellen-Konzept-Lkw und Mercedes-Benz stellt die Weichen in Richtung profitables Wachstum im Luxus-Segment neu.

Die wichtigsten Ereignisse 2020

Den Verlauf des Jahres hatte zu dessen Beginn wohl niemand erwartet. Die globale Pandemie hatte auf Gesellschaft, Politik und Weltwirtschaft erhebliche Auswirkungen und damit auch auf Daimler. Daimler setzt alles daran, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben höchste Priorität. Daher hat das Unternehmen weitreichende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und ein umfassendes Maßnahmenpaket mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbart und umgesetzt. Zudem setzt das Unternehmen wo möglich auf mobiles Arbeiten.

Ein Vierteljahrhundert auf dem Markt mit unverändertem Namen und über drei Millionen verkaufte Einheiten: Der Mercedes-Benz Sprinter ist eine echte Marke und seit der Einführung 1995 der Pionier seiner Fahrzeugklasse. Immer wieder setzt er neue Standards – insbesondere bei Sicherheit, Ergonomie, Effizienz und Komfort. Im Daimler-Magazin gratulieren wir dem Kult-Transporter zu seinem 25. Geburtstag.

Die Mercedes-Benz AG und Zhejiang Geely Holding Group geben im Januar die formelle Gründung des global ausgerichteten Joint Ventures smart Automobile Co., Ltd. für die Marke smart bekannt. Im Sommer folgt die Gründung der "smart Europe GmbH" als 100%ige Tochtergesellschaft des Joint Ventures zur Steuerung von Vertrieb, Marketing und After-Sales im europäischen Markt.

Mercedes-Benz und Mercedes-AMG präsentierten ihrer Produktneuheiten live auf dem Medienportal Mercedes me media. Im Mittelpunkt der digitalen Pressekonferenz steht die Weltpremiere der umfassend aktualisierten E-Klasse mit zahlreichen Modellvarianten. Darunter Plug-in-Hybride sowie eine AMG-Ausführung.

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass die ordentliche Hauptversammlung der Daimler AG nicht wie geplant am 1. April 2020 stattfinden kann. Sie wird auf den 8. Juli verschoben und findet dann erstmals in der Unternehmensgeschichte virtuell statt. Bis zu 12.000 Zuschauer verfolgten das Aktionärstreffen im Internet.

Der eCitaro G ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu umweltfreundlicheren und lebenswerteren Städten. Mercedes-Benz baut mit dem vollelektrischen Gelenkbus seine technologische Vorreiterrolle weiter aus: Für das Fahrzeug werden neue Batterietechnologien verfügbar sein. Darunter als erster Omnibus seiner Kategorie die innovativen Festkörperbatterien.

Mercedes-Benz und NVIDIA, der weltweit führende Anbieter von GPU-beschleunigtem Computing, beabsichtigen, bei der Entwicklung eines fahrzeuginternen Computersystems sowie einer KI-Computing-Infrastruktur zu kooperieren. Ab 2024 soll die neue Technologie über alle Mercedes-Benz Baureihen eingeführt werden, um Fahrzeuge der nächsten Generation mit upgrade-fähigen, automatisierten Fahrfunktionen auszustatten. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, eine der intelligentesten und fortschrittlichsten Rechnerarchitekturen in der Automobilindustrie für alle Mercedes-Benz Baureihen zu entwickeln.

Die Factory 56 in Sindelfingen verkörpert die Zukunft der Produktion bei Mercedes-Benz. Die Produktion in der Factory 56 zeichnet sich durch maximale Flexibilität aus: Dies betrifft sowohl die Anzahl produzierter Modelle und das Produktionsvolumen als auch den Materialfluss. Ganz im Sinne der Ambition 2039 wird sie zur Zero Carbon Fabrik – vollständig CO₂-neutral und mit einem deutlich reduzierten Energiebedarf. Gleichzeitig steigert das Unternehmen in der Factory 56 die Effizienz um 25 Prozent im Vergleich zur bisherigen S-Klasse Montage. Konsequent und flächendeckend wurden in der gesamten Halle innovative Technologien und Prozesse implementiert, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit bestmöglich unterstützen.

Im September feiert die neue S-Klasse Weltpremiere - natürlich digital. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die zweite Generation von MBUX (Mercedes-Benz User Experience), die Hinterachslenkung oder das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk. Die S-Klasse steht für die Faszination von Mercedes-Benz: Legendäre sowie traditionelle Ingenieurskunst definieren das Luxussegment in der Automobilindustrie. Im November erblickt die neue Mercedes-Maybach S-Klasse das Licht der Welt. Sie kombiniert Perfektion und Hightech-Lösungen der Mercedes-Benz S-Klasse mit der Exklusivität und Tradition von Maybach.

Die US-Regulierungsbehörden haben einem Vergleich zivil- und umweltrechtlicher Ansprüche zugestimmt. Damit werden die entsprechenden behördlichen Verfahren im Zusammenhang mit Emissionskontroll-Systemen von rund 250.000 Diesel-Fahrzeugen in den USA umfassend beendet.

Mercedes-Benz treibt seine Strategie „Electric first“ in der Transformation zu CO₂-Neutralität voran: Mit zwei Batteriezellenherstellern werden weitreichende strategische Partnerschaften auf den Weg gebracht. Mit den strategischen Partnern wird der Bezug von CO₂-neutral produzierten Batteriezellen vereinbart. Die Lieferanten werden die Batteriezellen bereits in 2021 CO₂-neutral produzieren, beginnend mit dem EQS.

Mit dem Konzept-Lkw GenH2 Truck zeigt Daimler Trucks, welche konkreten Technologien der Hersteller mit voller Kraft vorantreibt, damit schwere Brennstoffzellen-Lkw flexible und anspruchsvolle Fernverkehrseinsätze mit Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometer und mehr mit einer Tankfüllung fahren können. Die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs soll dabei dank des Einsatzes von flüssigem anstatt gasförmigem Wasserstoff aufgrund der deutlich höheren Energiedichte gleichauf mit der eines vergleichbaren konventionellen Diesel-Lkw liegen.

In einer virtuellen Konferenz für Investoren und Analysten wird die neue Mercedes-Benz Strategie vorgestellt. Diese Strategie umfasst sechs Säulen und hat das Ziel, das Unternehmen technologisch und finanziell zu neuer Stärke zu führen.

  • Denken und Handeln als Luxusmarke
  • Fokussieren auf profitables Wachstum
  • Erweitern der Kundenbasis durch den Ausbau unserer Sub-Marken
  • Intensivieren der Kundenbindung und Steigern wiederkehrender Umsätze
  • Führen bei Elektromobilität und Fahrzeugsoftware
  • Senken der Kostenbasis und Verbessern des industriellen Footprint

Mit der Emission der ersten grünen Anleihe nimmt Daimler weitere Fahrt in Richtung CO₂-neutraler Technologien und Services auf. Der von Daimler in Euro nominierte Benchmark-Bond war durch ein qualitativ hochwertiges Orderbook mehr als vierfach überzeichnet. Die Anleihe erfüllt die Anforderungen des Daimler Green Finance Frameworks, das vom unabhängigen Gutachter CICERO die Einstufung „Dark Green“ erhalten hat.

Die Volvo Group und die Daimler Truck AG haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen. Der Fokus liegt auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden.

Daimler Trucks und Waymo schließen eine umfangreiche, global ausgerichtete strategische Partnerschaft beim autonomen Fahren (SAE Level 4). Als Auftakt der Zusammenarbeit kombinieren die Partner Waymos führende Technologie beim autonomen Fahren mit einer speziell für diesen Einsatz entwickelten Variante des Lkw-Modells Freightliner Cascadia von Daimler.

Mit der Ambition 2039 will Mercedes-Benz in weniger als 20 Jahren eine CO₂-neutrale Neuwagen-Flotte anbieten. Die Herstellung eines vollelektrischen Fahrzeugs ist aber vor allem aufgrund der Lithium-Ionen-Batterien etwa doppelt so CO₂-intensiv wie die eines konventionellen Verbrenners. Hier setzt Mercedes-Benz an und reduziert gemeinsam mit dem globalen Lieferantennetzwerk die CO₂-Emissionen in der Herstellungsphase.

Das Mercedes-Benz Museum hat mit 246.805 Besuchern einen Publikumsrückgang um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2019: 850.954 Besucher) zu verzeichnen. Insgesamt war es 16 Wochen geschlossen, zudem gab es nur eine kurze Teilöffnung von Mai bis August. Deshalb stärkt das Museum digitale Formate und geht mit neuen Ideen und einer positiven Einstellung ins Jahr 2021.

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