100 Dinge, die Sie über Daimler wissen sollten | #25

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Brumm, Bang, Benz: Auch die Ducks lieben Daimler

Regierungschefs in aller Welt tun es, Päpste, Tatort-Kommissare und Elton John nennt gleich einen ganzen Fuhrpark sein eigen: Die Liste prominenter Mercedes-Fahrer ist lang. Da darf natürlich auch der reichste Erpel der Comic-Geschichte nicht fehlen: Dagobert Duck ist bekennender Daimler-Fan der ersten Stunde. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft zahlreicher anderer Comic-Helden.

Wer denkt, dass Dagobert Duck seine Goldtaler nur für ausgiebige Bäder in seinem Geldspeicher nutzt, irrt. Wenn es um Automobile aus dem Hause Daimler geht, hört selbst bei gefiederten Milliardären der Geiz auf. „Ich war ja überhaupt einer der ersten, der sich ein Auto angeschafft hat. Noch von Gottlieb Daimler persönlich gebaut!“ – sagt Dagobert Duck im Comic Das Autorennen des wohl bekanntesten Disney-Autors und -Zeichners Carl Barks.

„Noch von Gottlieb Daimler persönlich gebaut!“ - Dagobert Duck aus der Feder von Carl Barks fährt beim Oldtimer-Rennen einen Daimler Riemenwagen. © Disney
„Noch von Gottlieb Daimler persönlich gebaut!“ - Dagobert Duck aus der Feder von Carl Barks fährt beim Oldtimer-Rennen einen Daimler Riemenwagen. © Disney

Im zunächst in italienischer Sprache erschienenen Band Zio Paperone e i 100 anni dell’automobile offenbart Zio Paperone – wie Dagoberts italienisches Alter ego heisst, was er tief unter seinem Geldspeicher lagert: eine handverlesene Oldtimer-Sammlung, die er anlässlich des 100sten Jubiläums des Automobils seiner Heimatstadt Entenhausen schenken möchte. Doch vorher genießt der Duck-Clan noch eine Ausfahrt im Mercedes-Simplex – einer Weiterentwicklung der ersten Mercedes-Typenreihe.

Probefahrt auf Italienisch: Mercedes Simplex von 1901 in „Zio Paperone e i 100 anni dell’ automobile“. © Disney
Probefahrt auf Italienisch: Mercedes Simplex von 1901 in „Zio Paperone e i 100 anni dell’ automobile“. © Disney

Doch auch der „Ur-Daimler“: die Motorkutsche von anno 1886, die dieses Jahr bereits ihren 135sten Geburtstag feiert, darf in dem Band natürlich nicht fehlen. Neffe Donald bestreitet in ihr sogar ein Autorennen. Reichweitenangst hat er dabei keine: „Was ein echter Daimler ist, der schafft die 300 Kilometer mit links.“ Wo er Recht hat, hat er Recht: Einige Seiten später steuern Donald und Daimler wohlbehalten ins Ziel – na, schnabelhaft!

Die Anfänge: Tim und Struppi im Mercedes

Nicht nur die Donaldisten unter den Daimler-Fans kommen in Comics auf ihre Kosten: Schon im ersten Abenteuer von „Tim und Struppi“ – erschienen vor über 90 Jahren – setzte der belgische Zeichner Hergé seinen Helden ans Steuer eines Mercedes‘. Der junge Reporter Tim unternimmt eine Reise nach Russland, zunächst per Zug. In Berlin steigt er auf einen Mercedes um, den er ausgerechnet der örtlichen Polizei entwendet. Später wird Tim viel seriöser und Hergés Zeichnungen detailreicher und konkreter. Der Stern bleibt die Konstante: In weiteren Tim und Struppi-Abenteuern sind unter anderem ein Ponton-Mercedes, ein 300er, der Roadster 190 SL und der erste Transporter mit Stern (Typ L 319) zu entdecken.

Comics erzählen Automobilgeschichte

Ob in Carl Barks fiktiven Entenhausen oder Hergés realem Brüssel, von der A-Klasse bis zum Lkw, von den Anfängen bis zu aktuellen Produkten - der Mercedes scheint zu vielen Comics zu gehören wie der Stern auf der Haube desselbigen. In einer solchen Breite an Modellen und Baureihen, Einsatzzwecken und Fahrzeuggenerationen wird wohl keine andere Automobilmarke in diesem Genre dargestellt – vielleicht abgesehen vom VW Käfer.

Doch auch in der Welt der bunten Bildergeschichten gibt es Ausnahmen: Im berühmtesten gallischen Dorf der Comic-Geschichte ist die Pkw-Dichte in der Zeit um 50 vor Christi naturgemäß eher gering. Was aber nicht heißt, dass die Gallier aus der Feder von Zeichner Uderzo notorische Fußgänger sind. So liebäugelt in einem Album einer der Helden mit einer Karriere als Wagenlenker und ersteht vom Händler „Erlkönix“ eine Renn-Quadriga im gallischen Hahn-Design. Gezahlt wird – ganz modern – in Raten. Leidglich die Währung ist weniger neuzeitlich: Fällig werden zehn Mal acht Hinkelsteine.

In dieser Kolumne stellen wir Ihnen regelmäßig interessante, kuriose oder weithin unbekannte Fakten aus der Welt von Daimler vor.

Cornelia Hentschel

hat in Kindertagen Bildergeschichten aus Gallien und Entenhausen gleichermaßen verschlungen. Bis heute ist sie Fan des „Erikativs“ – jener von Donald Duck-Übersetzerin Dr. Erika Fuchs geprägten Verbform, die durch das Weglassen der Infinitivendung -n oder -en gebildet wird. Vermutlich rührt es daher, dass in ihrer Korrespondenz via SMS oder WhatsApp des häufigeren ein „grins“, „kopfschüttel“ oder auch mal ein „in die Tischkante beiß“ zu lesen ist.

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