100 Dinge, die Sie über Daimler wissen sollten | #22

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Daimler und Benz Stiftung: Impulse für Wissen setzen

Was hat es mit den spät zu Bett gehenden „Eulen“ und den frühaufstehenden „Lerchen“ auf sich? Auch wenn es bei dieser Fragestellung nicht um Federtiere, sondern um das Schlafbedürfnis der Menschen geht, würde man eine Antwort darauf nicht unbedingt im Umfeld eines Automobilunternehmens suchen.

Doch genau diesem Thema waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Auftrag der Daimler und Benz Stiftung auf der Spur. Das Ergebnis aus fünf Jahren Forschung, kurz zusammengefasst: Wer gemäß seiner inneren Uhr, also dem von der Natur vorgegebenen Rhythmus, leben kann, ist zufriedener und leistungsfähiger. Weil man besser schläft und seine Mahlzeiten gesünder einnehmen kann, arbeitet man letztlich effektiver. Unternehmen können aus dieser Erkenntnis wichtige Schlüsse bei der Planung von Schichtarbeit ziehen.

1986 vom damaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Werner Breitschwerdt, ins Leben gerufen, hat die Daimler und Benz Stiftung in den vergangenen nahezu 35 Jahren einen festen Platz in der Welt der Förderung von Forschung und Wissenschaft erlangt. Von sich selbst sagt die Stiftung, sie setze „Impulse für Wissen“. Entsprechend vielfältig sind die Themen.

„Es sind nicht immer die großen, aufsehenerregenden Projekte in der Wissenschaft, die versprechen, die Menschheit in ihrer Entwicklung voranzubringen“, erläutert Dr. Jörg Klein, Geschäftsführer der Daimler und Benz Stiftung, die Arbeitsweise der im Carl-Benz-Haus im badischen Ladenburg angesiedelten Stiftung. „Es ist vielmehr die Summe vieler kleinerer Projekte und Forschungsansätze in vielen unterschiedlichen Disziplinen, die in ihrer Gesamtheit einen großen Erkenntnisgewinn vermitteln können. Mit der Förderung gerade solcher Projekte von Forscherinnen und Forschern versuchen wir, einen Beitrag für die deutsche und internationale Forschung zu leisten und deren Zukunft zu sichern.“

Dr.-Ing. Katrin Philipp erhält den Bertha-Benz-Preis 2020, verliehen von der Daimler und Benz Stiftung. Das von ihr entwickelte digitale Lasermikroskop könnte bei der Erkennung von Schilddrüsenerkrankungen helfen.
Dr.-Ing. Katrin Philipp erhält den Bertha-Benz-Preis 2020, verliehen von der Daimler und Benz Stiftung. Das von ihr entwickelte digitale Lasermikroskop könnte bei der Erkennung von Schilddrüsenerkrankungen helfen.
Dr. Łukasz Jędrzejowski vom Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln untersucht die Rolle von Nebensätzen in der deutschen Sprachgeschichte. Das Vorhaben wird von der Daimler und Benz Stiftung gefördert.
Dr. Łukasz Jędrzejowski vom Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln untersucht die Rolle von Nebensätzen in der deutschen Sprachgeschichte. Das Vorhaben wird von der Daimler und Benz Stiftung gefördert.
Einmal jährlich veranstaltet die Daimler und Benz Stiftung einen Vortrag im Domhof des Rathauses Ladenburg. Die Veranstaltung dient als Plattform eines interdisziplinären Austauschs zwischen den Wissenschaftlern sowie der Diskussion mit der interessierten Öffentlichkeit.
Einmal jährlich veranstaltet die Daimler und Benz Stiftung einen Vortrag im Domhof des Rathauses Ladenburg. Die Veranstaltung dient als Plattform eines interdisziplinären Austauschs zwischen den Wissenschaftlern sowie der Diskussion mit der interessierten Öffentlichkeit.
Das Carl-Benz-Haus in Ladenburg. Die ehemalige Wohnstätte der Familie Benz ist heute der Sitz der Daimler und Benz Stiftung.
Das Carl-Benz-Haus in Ladenburg. Die ehemalige Wohnstätte der Familie Benz ist heute der Sitz der Daimler und Benz Stiftung.
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Ebenfalls auf dem Schirm hat die Daimler und Benz Stiftung die Folgen von immer intelligenteren und selbstständigeren Robotern, wie sie beispielsweise in der Automobilproduktion aber auch in der Pflege eingesetzt werden. Das autonome Fahren und die gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Forschungen. Welche gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Aspekte nehmen an Bedeutung zu, wenn der menschliche Einfluss hinter dem Lenkrad eines Fahrzeugs schwindet? Was passiert, wenn Algorithmen regelwidriges Verhalten unmöglich machen? An diesen Fragen forscht derzeit Prof. Dr. Timo Rademacher, Spezialist für Öffentliches Recht und das Recht der neuen Technologien von der Juristischen Fakultät der Universität Hannover.

„Wissenschaft und Wissenschaftsförderung ist kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Beitrag zu einer aufgeklärten Gesellschaft, für deren Aufrechterhaltung wir als Stiftung ein kleines Stück sorgen wollen“, sagt Prof. Dr. Lutz H. Gade, Vorstand der Daimler und Benz Stiftung. „Dazu gehört nicht nur das Wecken von Neugierde an der wissenschaftlichen Arbeit bei einem breiten Publikum, sondern auch die Vergabe von Stipendien an junge, aufstrebende Forscherinnen und Forscher.“ Dazu vergibt die Stiftung jedes Jahr zwölf Stipendien an ausgewählte Juniorprofessoren und Postdoktoranden mit Leitungsfunktion.

Prof. Dr. Lutz H. Gade, Vorstand der Daimler und Benz Stiftung.
Prof. Dr. Lutz H. Gade, Vorstand der Daimler und Benz Stiftung.
Dr. Jörg Klein, Geschäftsführer der Daimler und Benz Stiftung.
Dr. Jörg Klein, Geschäftsführer der Daimler und Benz Stiftung.
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Die Daimler und Benz Stiftung zählt zur Daimler-Initiative WE CARE WE DO WE MOVE unter der das Unternehmen seine weltweiten Corporate Citizenship Aktivitäten zusammenfasst. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte Daimler damit im Umfeld seiner Standorte und rund um den Globus einen nachhaltigen Nutzen für das Gemeinwohl stiften.

Oliver Radtke

Hört auf die Wissenschaft, heißt es in bewegten Zeiten immer öfters. Dem kann er nur zustimmen und freut sich zusammen mit der Stiftung, Wissen unter die Leute zu bringen.

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