100 Dinge, die Sie über Daimler wissen sollten | #24

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Daimler steckt auch in der Wilhelma

Mercedes-Benz und die Wilhelma gehören zu Stuttgart wie Soße zu Spätzle. Von ihrer besonderen Verbindung wissen aber die Wenigsten.

Lange Zeit waren Stuttgart und seine Region vor allem für eines bekannt: Als einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in ganz Europa – getragen nicht nur von der Automobilindustrie und ihren zahlreichen Zulieferern, sondern auch von der Dichte erfolgreicher Mittelständler. Doch immer mehr Menschen kommen nicht nur zum Arbeiten nach Stuttgart: Die Landeshauptstadt hat sich längst zu einem Tourismusmagneten gemausert. Spöttelte man früher noch über Stuttgart „tagesüber Häusermeer, abends Lichtermeer, nachts nichts mehr“, so zieht es mittlerweile Millionen von Touristen aus dem In- und Ausland in die Schwabenmetropole: Knapp vier Millionen Übernachtungen zählte die Stuttgart-Marketing GmbH vor der Corona-Pandemie. Zwei absolute Besuchermagneten, die wie viele andere Einrichtungen leider aktuell geschlossen bleiben müssen bzw. nur unter verschärften Auflagen geöffnet haben, sind das Mercedes-Benz Museum und der zoologisch-botanische Garten, besser bekannt als: Wilhelma.

Was jedoch kaum ein Besucher weiß: Beide „Stuttgarter Institutionen“ eint eine „eiserne Verbindung“. Welche das ist und wie es dazu kam? Nun, einige historische Gebäude der Wilhelma wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt oder zerstört und blieben lange unvollendet Erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollten sie schließlich neu errichtet werden. Dazu brauchte es aber Stahl- und Gusseisenteile, um die Konstruktion möglichst originalgetreu nachzubauen. Die zu Mercedes-Benz gehörende Mettinger Stahl- und Eisengießerei schien für diese historisch bedeutsame Aufgabe geradezu prädestiniert, schließlich lieferte sie seinerzeit bereits Lokomotiven für das Königreich Württemberg – und beteiligte sich 2005 an der Fertigung eines Eisenpavillons.

Historisches Bild der Gießerei Mettingen.
Historisches Bild der Gießerei Mettingen.

Heute erstrahlen alle Pavillons des Maurischen Garten wieder im neuen alten Glanz. Der Garten gilt Vielen als Herzstück der Wilhelma. Er wurde einst von König Wilhelm I. als private Schlossanlage errichtet und ist seit 1880 für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Wandelgang des Gartens beeindruckt mit seinen historischen Pavillons, zahlreichen Skulpturen und der harmonischen Anordnung von Wegen, Brunnen und Pflanzen. Das Ergebnis können jährlich rund 1,7 Millionen Besucher begehen und bestaunen.

Und so hatte auch Daimler einen kleinen Anteil daran, dass die Wilhelma heute zu den schönsten zoologischen und botanischen Gärten Europas gezählt wird. Die ungewöhnliche Nachbarschaftshilfe unterstreicht einmal mehr: Schwäbische Wertarbeit ist nicht nur beim Auto bauen erste Wahl, sondern auch beim „Häusle“ bauen.

Pavillon mit Eisenkonstruktion der Mettinger Gießerei.
Pavillon mit Eisenkonstruktion der Mettinger Gießerei.

Christian Scholz

Als Kind schaffte er es in den 80er Jahren einmal mit einer Autozeichnung ins Mercedes-Benz Magazin. Er kreuzte damals Geländewagen und Coupés miteinander. Völlig verrückt! Und so nutzte er nach dem Politik- und Management-Studium den Bleistift doch lieber zum Texten als zum Zeichnen. Nach verschiedenen Stationen in der internen und externen Kommunikation bei Eastman Kodak und Wüstenrot & Württembergische schreibt er seit 2012 für Daimler.

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