102 Jahre Daimler - eine Familientradition Familie Heiss ist seit fünf Generationen mit dem Unternehmen verbunden

Nicht nur bei Familienfeiern gibt es bei den „Heissens“ ein herausragendes Thema: die Arbeit beim Daimler. Seit der Werksgründung 1915 ist die Familie Heiss mit dem Werk Sindelfingen eng verbunden und momentan mit zwei Generationen „unter dem Stern“ vertreten.

Auch ein W114 (hier ein Pressefoto von 1973 aus dem Archiv) war als Jahreswagen in der Familie.

Günter Heiss erinnert sich noch genau – als kleiner Junge stand er mit seinen zwei Schwestern und dem kleinen Bruder jedes Jahr voller Erwartung auf der Viehweide, einem Ortsteil von Sindelfingen. Sie warteten darauf, dass der Vater mit dem neuen Mercedes-Benz Jahreswagen heimkam. Das war in den 70er-Jahren. Mitfahren durfte man damals allerdings erst nach der „familiengerechten“ Umrüstung des Wagens, um den Wiederverkaufswert zu erhalten. So wurden selbstgebastelte Fußmatten eingelegt und die Radkappen in Wagenfarbe zur Schonung in verchromte getauscht. Den Satz konnte man damals für 24 D-Mark beim Mitarbeiterverkauf erwerben. Auch die Sitze wurden mit Schonbezügen und Pferdedecken „versiegelt“. Erst dann ging es los. Essen und Trinken im Auto war tabu.

Globaler Einsatz

Heute ist Günter Heiss, 55, Meister im Sindelfinger Center Betriebsmittel, das zur Mercedes-Benz Technologiefabrik gehört. Er ist weltweit im Einsatz bei der Einführung von Presswerkzeugen für Bauteile verschiedener Mercedes-Benz Pkw-Modelle. Diese werden in Sindelfingen im Werkzeugbau gefertigt und an die Produktionsstandorte im In- und Ausland geliefert. Während seines Berufslebens reiste er in viele Länder, darunter Kanada, Indien, Indonesien, Südkorea, Spanien oder USA, um dort zu unterstützen. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet Günter Heiss die sichere Lieferung sowie die Einarbeitung der Serienwerkzeuge auf Pressenstraßen weltweit, bis hin zu dem Beginn der Serienproduktion. Organisatorisch eine Herausforderung und nicht immer einfach.

Fünf Generationen der Familie Heiss bei Daimler: (von links nach rechts) Alexander, Bruno, Günter, Annika und Jannik Heiss.

Eine Familie - ein Motto

Doch Günter Heiss ist mit Herzblut dabei – und wie ein Großteil seiner Familie mit Daimler eng verbunden. Bei den „Heissens“ gilt das Motto: Ein Heiss zieht nirgendwo hin, wo er die Sindelfinger Werkshupe nicht hört. Günter Heiss: „Bereits mein Urgroßvater war seit der Werksgründung im Jahre 1915 für den Daimler tätig. Auch mein Großvater war mit dabei, bis er zum damalig verpflichtenden Wehrdienst eingezogen wurde.“

Voller Stolz ist Günters Vater, Bruno Heiss, dass seine Söhne und der Enkel nun ebenfalls beim Daimler arbeiten. Er startete 1953 seine Ausbildung und war bis 1993 als Meister in der Sindelfinger Lackierung tätig. Er erlebte noch Zeiten, in denen die Mitarbeiter nach Kriegsende mit der Höhensonne und mit Kraftsuppe aufgepäppelt wurden. Bruder Alexander Heiss begann 1989 eine Ausbildung zum Fahrzeugstellmacher und arbeitet heute in der Entwicklung: „Die Arbeit ist sehr komplex und macht großen Spaß. Die Zusammenarbeit mit Konstrukteuren und Designern ist interessant und richtig spannend.“ Auch der Schwager von Günter, Martin Horn (Center Betriebsmittel, Robotik und Technologien) arbeitet am Standort Sindelfingen.

Werk Sindelfingen, Endmontageband des Seriensportwagens Mercedes-Benz Typ 300 SL Coupé, 1954 - 1957.

Begeisterung über Jahrzehnte

Der Enthusiasmus für die Automobile und Daimler als Arbeitgeber setzt sich mittlerweile in der 5. Generation fort. Jannik Heiss, Sohn von Günter, wusste bereits als Kind, dass er einmal zum Daimler will. Er war mit Opa Bruno oft im Werk bei Mitarbeiterfesten dabei. 2011 startete sein Weg mit der Ausbildung zum Werkzeugmacher – wie der Papa. Heute ist er mit viel Engagement in einer Partnermeisterei seines Vaters tätig.

Dort bieten sich ihm vielfältige Aufgabenbereiche, sehr gute Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. „Ich war schon öfters im Werk Bremen und es ist eine tolle Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort“, erklärt der 22-jährige. Auch Marco Leanza, 30 Jahre alt, der Neffe von Günter Heiss, ist ebenfalls im Center Betriebsmittel an Bord. Nach einem Schülerpraktikum in der Werkskommunikation vor einigen Jahren strebt Günters 19-jährige Tochter Annika nach einem Ausbildungsplatz bei Daimler. Sie möchte aber eher die kaufmännische Schiene ansteuern. Zur Zeit ist sie in der Logistik als Ferienbeschäftigte im Einsatz.

Generationenmanagement bei Daimler

Eine wesentliche Herausforderung durch den demografischen Wandel ist heute ein aktives Generationenmanagement. Je nach Lebenssituation bietet Daimler vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen, Ideen und Fachwissen in den unterschiedlichsten Berufen einzubringen. Durch Förderung der Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unterschiedlichen Lebensphasen. Daimler hält mit den Maßnahmen die Belegschaft auch in Zukunft hochqualifiziert und leistungsfähig und stärkt damit seine Wettbewerbsfähigkeit.

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