COVID-19-Pandemie: Daimler hilft

Die Ausmaße der weltweiten COVID-19-Pandemie erfordern es nun, alle gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln. Jeder einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, damit die exponentielle Wachstumskurve bei Neu-Infektionen abflacht – und die Gesundheitssysteme nicht an ihren Grenzen stoßen.

Auch Daimler hat einen Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen unterbrochen. Das Ziel: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen, Infektionsketten unterbrechen und eine weitere Ausbreitung des Virus eindämmen. Gleichzeitig ist klar: „Je weiter die Menschen physisch auseinanderrücken müssen, desto mehr stehen die Gesellschaften zusammen“, sagt Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG. Als Teil der Gesellschaft bringt auch Daimler derzeit Hilfsaktionen auf den Weg, für die gilt: Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Wir stellen unsere 3D-Drucker für die Produktion von Medizintechnik und Faceshields bereit.

Normalerweise fertigen die 3D-Drucker von Mercedes-Benz Autoteile. Jetzt stellt Daimler Maschinen, Know-how und Fachpersonal für die Produktion von medizinischem Equipment bereit. Mercedes-Benz sammelt seit rund 30 Jahren Erfahrungen in der Erforschung und Anwendung der sogenannten additiven Fertigung. Im Pkw-Bereich werden bei Daimler jährlich bis zu 150.000 Bauteile im 3D-Druck gefertigt, sie kommen in normalen Zeiten vor allem im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz.

Darüber hinaus nutzen wir unser internationales 3D-Druck-Produktionsnetzwerk für sogenannte Faceshields aus Kunststoff. Genauer gesagt kommen die Trägerelemente für diese Gesichtsschilde aus unseren 3D-Druckern, sie werden auf Basis eines Open-Source-Datensatzes produziert. In Deutschland wollen wir die Gesichtsschilde-Sets über die Landesregierungen kostenlos verteilen. International erfolgt die kostenlose Verteilung direkt an systemrelevante Einrichtungen. Die Schilde bilden eine physische Barriere, um die Übertragung von Tröpfchen oder Speichel in den Gesichtsbereich des Tragenden zu vermeiden. Ebenso hindern sie ihn daran, sich mit den Händen unwillkürlich ins Gesicht zu fassen.

Unser Formel 1-Team entwickelt und produziert Beatmungsgeräte.

Normalerweise geht es in der Formel 1 um das schnellste Auto. Derzeit jedoch arbeiten viele Rennställe mit Höchstgeschwindigkeit an Beatmungsgeräten. Das Mercedes-AMG Petronas Formel 1-Team kooperiert dabei mit sechs weiteren F1-Teams, um zusammen Hilfe zu leisten. Sogenannte CPAP-Atemhilfen, die unser Formel 1-Motorenwerk gemeinsam mit dem University College London in Rekordspeed entwickelt hat, sind bereits im Klinikeinsatz; weitere Maschinen werden von den Experten bei Mercedes-AMG High Performance Powertrains produziert. Details zum Design der Atemhilfe sowie zu spezifischen Materialien, Werkzeugen und Ausrüstung, die bei der Herstellung der Prototypen verwendet wurden, sind für andere Unternehmen und Forschungseinrichtungen frei zum Download verfügbar.

Wir sind im Rettungsdienst für die Stadt Stuttgart unterwegs.

Normalerweise sind ausgebildete Notfallsanitäter bei Daimler für den Werksärztlichen Dienst unterwegs. Jetzt ist ein Team aus dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim für den Rettungsdienst der baden-württembergischen Landeshauptstadt im freiwilligen Einsatz. Team und Rettungsfahrzeug sind vollständig in den öffentlichen Rettungsdienst der Stadt integriert. Ihre Aufträge erhalten die qualifizierten Notfallsanitäter direkt von der zentralen Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes, das die Einsätze in Stuttgart steuert. Daimler stellt die Mitarbeiter für die Zeit des Einsatzes frei und das Fahrzeug zur Verfügung.

Wir unterstützen bei der Bereitstellung von 1.500 Krankenbetten in Indien.

Normalerweise baut Mercedes-Benz im indischen Pune Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse. Doch derzeit ist der Einsatz gegen die sich ausbreitende Pandemie weit wichtiger. Mit Geld- und Sachspenden unterstützte Mercedes-Benz India die Regierung bei der kurzfristigen Bereitstellung von Räumlichkeiten für bis zu 1.500 Patienten – und damit im Kampf gegen COVID-19. Das provisorische Krankenhaus in Chakan (Khed) im Bezirk Pune wurde in Rekordzeit entwickelt, fertiggestellt und an die lokalen Behörden übergeben. Mercedes-Benz unterstützt auch weiter logistisch und materiell bei der Ausstattung der Krankenstationen.

Wir haben einen Bus zum Intensiv-Transportwagen umgebaut.

Normalerweise ist der Mercedes-Benz Citaro ein Bus, der im Linienverkehr zum Einsatz kommt. Seit Ende April fährt aber ein ganz besonderer Citaro für den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes Heidenheim-Ulm: In einem gemeinsamen Projekt mit dem Roten Kreuz hat Daimler Buses den Bus aus seinem Vorführfahrzeug-Bestand innerhalb von nur drei Wochen zu einem Großraum-Intensiv-Transportwagen umgebaut. Das Spezialfahrzeug wird nun für die Verlegung von COVID-19-Patienten genutzt, der Bus ist somit der größte Intensivtransportwagen in Deutschland. Bei dem umgebauten Citaro handelt es sich um eine Leihgabe, er wird dem Deutschen Roten Kreuz vorerst für die Dauer von sechs Monaten zur Verfügung gestellt. Das gemeinsame Projekt wird vom Universitätsklinikum Ulm unterstützt, das für das ärztliche Fachpersonal sorgt. Mit an Bord ist auch die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die Fahrer und Wartungspersonal zur Verfügung stellt. Der Mercedes-Benz Citaro aus dem Jahr 2019, der vor dem Umbau ein Überlandlinienbus mit 45 Sitz- und 40 Stehplätzen war, ist in seiner neuen Funktion mit vier vollständig ausgestatteten Intensivplätzen ausgerüstet.

Wir helfen mit Sachspenden und weiteren Fahrzeugen.

Normalerweise werden Atemschutzmasken bei Daimler genutzt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einigen Produktionsbereichen bei ihrer täglichen Arbeit zu schützen. Jetzt hat Daimler der Landesregierung von Baden-Württemberg 110.000 Masken gespendet. Sie gehen dorthin, wo sie dringend benötigt werden: an Kliniken und Arztpraxen. Auch sonst versucht das Unternehmen, schnell und unbürokratisch zu helfen. In Bremen übergibt das Werk beispielsweise 1.500 Overalls an die Stadt, in Berlin wird die Aktion „Kochen für Helden“ unterstützt. Außerdem stellt Daimler in diesen Zeiten auch das zur Verfügung, für das das Unternehmen weltweit renommiert ist: seine Fahrzeuge. So sind Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz bei gemeinnützigen Organisationen in der Nähe von Daimler-Standorten im Einsatz.

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