Bon Pasteur – Daimler unterstützt soziales Projekt im Kongo

Mehr als 60 Prozent der weltweiten Kobaltförderung stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. In den Minen und im gesamten Verarbeitungsprozess vor Ort besteht ein erhöhtes Risiko für Menschenrechtsverletzungen.

Good Shepherd International Foundation Logo.

Um solchen Risiken wirkungsvoll und langfristig entgegenzutreten, hat Daimler das Human Rights Respect System entwickelt, mit dem systematisch und risikobasiert menschenrechtliche Standards in den Lieferketten kontrolliert werden. Darüber hinaus ist Daimler eine Projektkooperation mit der Organisation Bon Pasteur eingegangen, um die Situation der Menschen in der Bergbauregion Region Kolwezi mit Bildungsmaßnahmen verbessern. Ziel ist es, bis 2022 die Lebenssituation für mehr als 19.000 Menschen zu verbessern. Dafür stellt Daimler in den nächsten vier Jahren mehr als eine Million Euro zur Verfügung.

"Wir fördern die sozialen Strukturen vor Ort und nehmen so unsere gesellschaftliche Verantwortung bei der Rohstoffgewinnung wahr“, erklärt Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Integrität und Recht. „Unser Engagement ist darauf angelegt, die Grundlagen für langfristige Veränderungen zu schaffen. Das Projekt ist eine sinnvolle Ergänzung zu unseren eigenen Maßnahmen, insbesondere dem Human Rights Respect System, mit dem wir Menschenrechtsverletzungen auch in unseren Lieferketten vermeiden wollen."

Bon Pasteur ist eine gemeinnützige Organisation und wurde von den Schwestern vom Guten Hirten gegründet, einem Orden mit Vertretungen in 73 Ländern. Ziel der Organisation ist die Unterstützung von Programmen für Kinder, Mädchen und Frauen. Der Fokus liegt dabei Armut zu bekämpfen und alle Formen von Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen zu beenden.

"Unser Engagement in Kolwezi kann ohne Partner wie Daimler nicht umfassend gelingen. Das gemeinsame Projekt wird anhaltende und nachhaltige soziale Veränderungen für die Menschen in Kolwezi bewirken, indem es tragfähige Alternativen zur Minenarbeit und sichere Lebensgrundlagen schafft. Es wird außerdem auch die grundlegenden Menschenrechte der Bewohner in den Kobaltminen-Gemeinden schützen und fördern," sagt Cristina Duranti, Direktorin von Bon Pasteur International.
Nachhaltige Projekte in der Landwirtschaft und alternative Lebensformen wurden eigens für die Frauen geschaffen.

Das gemeinsame Projekt von Bon Pasteur und Daimler umfasst fünf Säulen. Eine davon ist es, alternative Lebensgrundlagen besonders für Frauen zu schaffen, etwa durch den Aufbau von nachhaltiger Landwirtschaft oder die Arbeit als Schneiderin. Darüber hinaus errichtet Bon Pasteur in den Gemeinden sichere Räume für Mädchen und Frauen, in denen sie vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden.

Ebenso sollen Mädchen und Frauen Zugang zu Bildung und zum Gesundheitswesen bekommen. Mit einem weiteren Projektschwerpunkt werden Kinder dabei begleitet, um ihre Arbeit in den Minen aufgeben zu können und in die Schule zu gehen. Ein Netzwerk aus Sozialarbeitern, Lehrern, Psychologen und Krankenschwestern unterstützt die Kinder in Kolwezi mit passenden altersgerechten Programmen. Die vierte Säule des Projekts wird den besseren Zusammenhalt der lokalen Gemeinschaften stärken. Die fünfte Säule unterstützt die personelle und materielle Ausstattung der Organisation Bon Pasteur in Kolwezi, damit sie Veränderungen nachhaltig begleiten kann.

Bon Pasteur unterstützt seit 2012 Frauen und Kinder in den Minengebieten von Kolwezi mit dem Ziel, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Bis 2015 konnte die Organisation bereits 5.000 Menschen helfen. Mehr als 90 Prozent der im Pilot-Projekt betreuten Kinder haben ihre Arbeit in den Minen aufgegeben und gehen zur Schule.

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