Neetas Story - Laureus Mädchen-Sportprojekt in Indien

Neeta (19), Hema (14), Konika (16) und Radha (16) sind Teilnehmerinnen der Initiative Yuwa (übersetzt Hindi für Jugend). Das Sportprojekt aus dem indischen Bundesstaat Jharkhand hat vor kurzem den Laureus Sport for Good Award 2019 gewonnen. Derzeit spielen rund 500 junge Mädchen an der „Yuwa School“ regelmäßig Fußball und nehmen an Turnieren teil.

Meine beiden älteren Schwestern wurden als junge Teenagerinnen verheiratet, diesen Weg will ich auf keinen Fall gehen.

Neeta Kumari, Teilnehmerin der Initiative Yuwa.

Viele ältere Mädchen arbeiten zudem als Coaches bei Yuwa und verdienen damit ihr eigenes Geld. Etwa 90 von ihnen besuchen die „Yuwa School“, dort wird in Englisch unterrichtet. Neeta Kumari aus Ranchi, der Hauptstadt von Jharkhand, ist Schülerin der Yuwa School. Die 19-Jährige spielt seit ihrem zehnten Lebensjahr Fußball, coacht jetzt auch eine eigene Mädchen-Mannschaft und steht kurz vor ihrem Schulabschluss bei Yuwa. Neeta hat bereits zweimal mit ihrer Mannschaft an Turnieren in Spanien teilgenommen und ist mit der internationalen Initiative „Inspiring Girls Expeditions“ zu einer Kajak-Expedition nach Alaska gereist. Sie ist viel herumgekommen, seit sie Teil des Yuwa Projekts ist. Ihre Geschichte erzählt sie, um anderen Mut zu machen und ist zum selbstbewussten Vorbild für viele junge Mädchen in Indien geworden. Neeta ist ihren eigenen Weg gegangen, auch gegen den Widerstand ihrer Eltern.

„Ich möchte Journalistin werden“, wünscht sich Neeta. Mithilfe des Sports ist sie stärker geworden und traut sich selbst mehr zu. Sie will ihre Zukunft selbst bestimmen: „Ich werde meinen Weg gehen. Und ich hoffe sehr, dass mir viele Mädchen folgen werden, nach dem Motto: Wenn sie das schafft, dann schaffe ich es auch.“

Die Mädchen gehen einen neuen Weg durch Yuwa - sie entwickeln dort die wertvolle Fähigkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. So kann es ihnen gelingen, aus dem Teufelskreis von Armut, Gewalt und Bildungsmangel auszubrechen. Neetas Geschichte macht nachdenklich und zeigt eindrucksvoll, wie die Kraft des Sports benachteiligten Kindern helfen kann.

Ein großer Schritt für die Frauen, denn die herrschenden patriarchischen Strukturen machen ein eigenständiges Leben für die meisten unerreichbar. Schließlich sieht der Alltag in Jharkhand für Frauen kaum Perspektiven vor: 45 Prozent der weiblichen Bevölkerung sind Analphabetinnen, 50 Prozent der Mädchen besuchen keine Schule, 60 Prozent werden schon im Kindesalter verheiratet.

Bettina Fetzer, Vice President Mercedes-Benz Marketing und Member der Laureus Sport for Good Foundation, über Yuwa: „Es liegt uns besonders am Herzen, dass mit Yuwa ein Projekt für benachteiligte Mädchen den Laureus Sport for Good Award 2019 gewonnen hat. Denn in vielen Regionen der Welt sind Mädchen und Frauen noch immer verstärkt von Armut, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Mercedes-Benz und Laureus legen deshalb einen Schwerpunkt ihres Engagements auf Projekte, die Frauen und Mädchen stärken und ihnen neue Perspektiven eröffnen. Gemeinsam wollen wir die Kraft des Sports nutzen, um ihnen Selbstvertrauen und Führungsfähigkeiten zu vermitteln und sie gegen Gewalt, Geschlechterklischees und Vorurteile zu wappnen.“

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