Daimler Sustainability Dialogue 2020

Der 13. Daimler Sustainability Dialogue hat über 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erstmals im digitalen Raum zusammengebracht. Diskutiert wurde nicht nur, wie die Automobilbranche den Kampf gegen den Klimawandel beschleunigen kann, sondern auch wie Daimler in Zeiten der Corona-Pandemie mit Nachhaltigkeitsthemen umgeht. Auf einer virtuellen Eventplattform haben sich Daimler-Vertreter und Stakeholder in Kleingruppen getroffen, um gemeinsam konkrete Herausforderungen unter anderem zu Menschenrechten, Datenverantwortung oder Umweltthemen zu beleuchten. Die vereinbarten Ziele werden unterjährig weiterverfolgt und auf dem Sustainability Dialogue im nächsten Jahr die Fortschritte vorgestellt.

Paneldiskussion: Nachhaltigkeit und COVID-19 – Bremse oder Beschleuniger der Transformation?

Für die digitale Paneldiskussion des 13. Daimler Sustainability Dialogue waren in diesem Jahr renommierte Experten aus Berlin, Potsdam und Bonn zugeschaltet. Johan Rockström, Mitglied des Beirats für Integrität und Unternehmensführung, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung und Professor für Erdsystemforschung an der Universität Potsdam, die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Claudia Nemat, Vorständin für Technologie und Innovation der Deutsche Telekom AG, diskutierten gemeinsam mit Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, über den Einfluss von Covid-19 auf die nachhaltige Transformation der Automobilbranche.

Das sagen die Teilnehmer

Wir haben vier Teilnehmer gefragt, wie sie den virtuellen Daimler Sustainability Dialogue erlebt haben und ihre Eindrücke in einem Stimmenfang festgehalten.

Holger Lösch ist seit Juli 2011 Mitglied der Hauptgeschäftsführung und seit April 2017 stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). In seiner Funktion als Interessensvertreter sucht er aktiv den Dialog zu Umweltverbänden, Politik und Medien und wirkt bei Gesetzgebungsprozessen mit.

Herr Lösch, was bedeutet „Nachhaltigkeit“ für Sie persönlich?

Aus meiner Sicht ist Nachhaltigkeit einfach eine absolute Notwendigkeit, wenn wir zukünftigen Generationen weiterhin ein menschenwürdiges Leben auf diesem Planeten ermöglichen wollen.

Wo sehen Sie denn derzeit die größten Herausforderungen für die Automobilbranche?

Das ist ganz klar: Es geht jetzt darum, gleich mehrere Transformationen zu bewältigen. Da ist zum einen die digitale Transformation, zum anderen natürlich auch die Klimafrage und darüber hinaus die geopolitische Veränderung – Stichwort Handelspolitik. Hinzu kommt die ideologische Debatte: Individuelle Mobilität wird von mancher Seite deutlich abgelehnt.

Wie können Institutionen wie der BDI diese Transformationsprozesse begleiten?

Eine unserer primären Aufgaben ist es, die Interessen der gesamten Industrie in politischen Diskussionen zu vertreten. Wir sind quasi die Stimme der Industrie gegenüber Umweltverbänden, Politik und Medien. Das ist natürlich nicht alles, wir begleiten auch vielfältige Gesetzes- und Regulierungsvorhaben. Mit all unseren Aktivitäten verfolgen wir ein klares Ziel: Das Umfeld für die Industrie in Deutschland so zu gestalten, dass sie weiter produzieren kann und einen Beitrag zur Wertschöpfung leistet. Vor diesem Hintergrund greifen wir auch strategische Diskussionen, wie beispielsweise über die Mobilität der Zukunft, auf und treiben sie in unterschiedlichen Formaten voran.

Warum finden Sie den Austausch mit Unternehmen wie Daimler wichtig?

Die Automobilindustrie ist in Bezug auf ihre Innovationskraft schon besonders. Das sind Unternehmen, die wissen wie Zukunft geht. Und sie sind extrem stark in strategischen und technologischen Fragen. Durch den Austausch lernen wir als Verband und kommen ein Stück weiter. Umgekehrt geben wir durch unsere Einschätzung der politischen Gesamtwetterlage etwas zurück. Und natürlich durch unser Netzwerk, das Experten und politische Entscheider zusammenbringt.

Was wird Ihnen vom diesjährigen Daimler Sustainability Dialogue in Erinnerung bleiben?

Meine Wahrnehmung ist, dass Daimler diesen Dialog sehr ernst nimmt. Es ist extrem wichtig zu erklären, warum Unternehmen tun, was sie tun und das auf Basis einer klaren und gesicherten Faktenlage. Wirtschaft kann nicht an der Gesellschaft vorbeigehen, sie muss sie mitnehmen. Ich hatte den Eindruck, dass es Daimler ein zentrales Anliegen ist, eine selbstbewusste Diskussion zu führen, die sich an den gesellschaftlichen und politischen Zielen orientiert, ohne aber die Fragen der Ökonomie auszublenden.

Was erwarten Sie von einem Nachhaltigkeitsdialog?

Dass wir über die Realität reden! Ich bin häufig in Dialogen, in denen Glaubensbekenntnisse und moralische Appelle abgegeben werden. Das bringt uns nicht weiter. Die Frage, ob wir Nachhaltigkeit oder Klimaschutz brauchen, ist längst beantwortet und zwar mit „Ja“. Viel spannender ist doch die Frage: Wie kriegen wir das hin? Die nachhaltige Transformation ist hochkomplex, sehr teuer und teilweise mit hohen Risiken für einzelne Branchen und Unternehmen behaftet. Sie bietet aber auch große Chancen.

Gibt es Fragestellungen oder Themen, die Sie gerne beim nächsten Daimler Sustainability Dialogue diskutieren möchten?

Im Vordergrund der Debatten sollte auf jeden Fall weiterhin die Frage stehen, mit welchem Antrieb wir uns in Zukunft fortbewegen. Die Politik hat den Weg zwar schon ein Stück weit batterieelektrisch geprägt. Ich bin jedoch der Überzeugung, dass wir am Ende eine sehr viel diversere Mobilitätslandschaft als heute bekommen werden, in der wir vielfältige Antriebe nutzen.

Was möchten Sie Daimler für den SpurWechsel mitgeben?

Auf jeden Fall den Mut, kritische Themen auch in Zukunft anzusprechen. Aber auch weiterhin ehrlich zu sagen, was dieser SpurWechsel für Daimler und die Industrie bedeutet.

Laura Curtze leitet seit 2019 den Bereich Wirtschaft & Menschenrechte beim Deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN). Als Teil der weltweit größten Initiative für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung unterstützt sie Unternehmen dabei, soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verankern. Was sie am Daimler Sustainability Dialogue schätzt, verrät sie uns im Interview.

Frau Curtze, was sind aus Ihrer Sicht die Eckpfeiler einer verantwortungsvollen Unternehmensführung?

Um verantwortungsvoll handeln zu können, muss ein Unternehmen sein gesellschaftliches Umfeld kennen und sich für dessen Anforderungen interessieren. Es gilt, das Wirken des Unternehmens auf Stakeholder und Menschen in seinem direkten und indirekten Einflussbereich in den Blick zu nehmen. Dazu gehört die Bereitschaft, über die unmittelbaren, eigenen Aktivitäten hinauszuschauen. Insbesondere vor der Analyse der Wertschöpfungskette darf ein Unternehmen sich nicht scheuen. Ein nachhaltig handelndes Unternehmen erkennt Risiken an und ist bereit sich zu verändern.

Wo muss dann die Automobilbranche aus Ihrer Sicht besonders hart arbeiten, um aus menschenrechtlicher Perspektive nachhaltig zu handeln?

Die Covid-19 Pandemie ist sicher aktuell eine große Herausforderung für die Automobilbranche – und noch dazu eine, die niemand voraussehen konnte. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, teils noch ungewisse wirtschaftliche Folgen abzufedern – auch um das zu schützen, was in punkto Nachhaltigkeit schon erreicht wurde. Ich bin mir bewusst: Unter besonderen Umstände verschieben sich sicherlich an der ein oder anderen Stelle Prioritäten. Trotzdem darf die Branche gerade jetzt nicht ihre Verantwortung gegenüber denjenigen aus den Augen verlieren, die in weiter vorgelagerten Stufen ihrer Wertschöpfungskette stehen und oftmals schon vor der Pandemie zu den vulnerabelsten Personengruppen gehörten. Natürlich können Automobilhersteller nicht jedes menschenrechtliche Problem alleine lösen. Genau deshalb müssen wir im Dialog erarbeiten, wie wir gemeinsam Fortschritte erzielen und ins Handeln kommen. Deshalb finde ich Veranstaltungen wie den Daimler Sustainability Dialogue gerade auch in herausfordernden Zeiten wichtig.

Was ist denn Ihr persönlicher Antrieb um mit Unternehmen wie Daimler in den Dialog zu treten?

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, ist es ganz entscheidend, dass alle Teile der Gesellschaft zusammenarbeiten. Gerade im Bereich der Menschenrechte haben wir es oft mit sehr komplexen und systemischen Problemen zu tun. Ohne den Dialog und die Kooperation zwischen Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft sind die Einflussmöglichkeiten einzelner Akteure begrenzt. Daher spielt der regelmäßige, auch kritische Austausch mit Unternehmen wie Daimler eine zentrale Rolle.

Was wird Ihnen von dem diesjährigen Daimler Sustainability Dialogue in Erinnerung bleiben?

Eines nehme ich auch heute wieder mit nach Hause: Das Gefühl von Kontinuität. Wie bei meiner ersten Teilnahme im vorigen Jahr wurden in den Arbeitsgruppen immer wieder Bezüge zum Vorjahr hergestellt. Getreu dem Motto: Wir haben uns Eure Anregungen zu Herzen genommen und konkrete Maßnahmen umgesetzt. Wenn so eine Veranstaltung wirklich etwas bewirkt und man das Gefühl hat, dass zugehört wird, kommt man auch gerne wieder. Ich finde das Format klasse – übrigens auch digital!

Wie treten Sie sonst noch mit Unternehmen in den Dialog?

Unser Netzwerk bringt die Wirtschaft und weitere Stakeholder zusammen. Daher sind der organisierte Austausch und Dialogveranstaltungen sozusagen mein tägliches Brot. Wenn ich dann eine Einladung wie die von Daimler zurückbekomme, freut mich das natürlich sehr!

Gibt es etwas, das Sie besonders freut, wenn Sie in die Zukunft blicken?

Ich bin gespannt darauf zu sehen, wie sich die Rahmenbedingungen mit Blick auf die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen weiterentwickeln. Letzten Endes brauchen wir einen „Smart Mix“ aus freiwilligen und verbindlichen, nationalen und internationalen Maßnahmen – so steht es auch in den UN Leitprinzipien. Aktuell sehen wir sowohl in Deutschland wie auch in Europa viel Bewegung im Bereich der verbindlichen Regelungen, die hoffentlich zu einem zusätzlichen Treiber für mehr Engagement in der Breite und tatsächlicher Veränderung werden. Auch wenn wir dafür alle natürlich mehr tun müssen, als lediglich die Regeln zu befolgen.

Was bedeutet für Sie persönlich „Nachhaltigkeit“?

Rücksicht nehmen! Und zwar nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse, sondern auch auf die von anderen – und die von zukünftigen Generationen.

Friedel Hütz-Adams ist seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter des SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene. Er geht in seiner Rolle ökologischen und sozialen Problemen in Wertschöpfungsketten der Schmuck-, Kakao- und Automobilindustrie auf den Grund. Als Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirates berät er die REWE Group dabei, problembehaftete Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Im Interview zum Daimler Sustainability Dialogue erzählt er uns, warum wir Fortschritt zukünftig anders messen sollten.

Herr Hütz-Adams, was bedeutet für Sie persönlich „Nachhaltigkeit“?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass wir die Erde so verlassen wie wir sie vorgefunden haben – oder vielleicht noch ein Stückchen besser. Dazu müssen wir unseren Konsum so steuern, dass auch für unsere Nachkommen noch genügend Ressourcen verfügbar sind.

Was sind die aus Ihrer Sicht zwei größten Herausforderungen, mit denen unsere Branche konfrontiert ist?

Das Auto ist ein Produkt, das individuelle Mobilität verspricht. Aus meiner Sicht hat die Freiheit der Mobilität allerdings, wie viele andere Dinge, die Verbraucher schätzen, ihren Preis: In diesem Fall unter anderem den Rohstoffbedarf mit erheblichen sozialen Risiken am Anfang der Wertschöpfungskette. Um nur ein Beispiel zu nennen, das Kautschuk für die Reifen wird von Klein- und Kleinstbauern unter teils sehr schwierigen Arbeitsbedingungen angebaut. Außerdem ist bei der Produktion und der Nutzung von Fahrzeugen klar, dass hier erhebliche zusätzliche Umweltbelastungen entstehen. Ein „weiter so“ wie bisher ist keine Option, darüber herrscht mittlerweile Einigkeit. Hier beginnt die Aufgabe der Transformation – und die ist wirklich groß.

Was ist Ihr persönlicher Antrieb, mit Unternehmen wie Daimler in den Dialog zu treten?

Unternehmen haben eine große Verantwortung für das, was in ihren Lieferketten passiert. Unser Institut setzt sich seit nun fast 30 Jahren dafür ein, soziale und ökologische Risiken in Wertschöpfungsketten abzustellen. Unternehmen wie Daimler haben dabei Gestaltungskraft und können wirkungsvoll an Veränderungen mitarbeiten. Deshalb sprechen wir miteinander. Natürlich sind an allererster Stelle Regierungen für die Menschenrechte in ihrem Land verantwortlich. Aber überall dort, wo Staaten dieser Verantwortung nicht nachkommen, müssen Unternehmen aktiv werden, dass sie andernfalls von Menschenrechtsverletzungen profitieren. So haben es auch die Vereinten Nationen festgehalten.

Unternehmen schützen also dort Menschenrechte, wo Staaten ihrer Verantwortung nicht nachkommen?

Sehr verkürzt ausgedrückt muss dies der Fall sein, allerdings immer in Bezug auf ihre eigene Lieferkette. Zudem darf man nicht vergessen, dass Unternehmen den Zwängen des Wettbewerbs unterliegen. Das bedeutet: Wenn ein Konzern beispielsweise aus Kostengründen nicht aktiv wird, entstehen auf Seiten des verantwortungsvoll handelnden Wettbewerbers möglicherweise wirtschaftliche Nachteile. Das darf nicht sein. Deshalb setzen sich ganz aktuell Teile der Wirtschaft und viele Nichtregierungsorganisationen für einen rechtlichen Rahmen ein, der genau das verhindern soll.

Was wird Ihnen von dem diesjährigen Daimler Sustainability Dialogue in Erinnerung bleiben?

Für mich persönlich war dann die Paneldiskussion am Nachmittag ein echtes Highlight. Dass sich hier an die großen Fragen - beispielsweise nach der Verantwortung des Verbrauchers oder danach, ob Mobilität überhaupt umweltverträglich möglich ist und wenn ja wie – getraut wurde, fand ich klasse! Sehr gefreut hat mich außerdem die Offenheit, mit der die Herausforderungen in der Lieferkette mittlerweile diskutiert werden. Denn: Wir können nur etwas erreichen, wenn viele Stakeholder an einem Strang ziehen – und das setzt nun mal den offenen und idealerweise branchenübergreifenden Dialog voraus.

Gibt es etwas, das Sie besonders freut, wenn Sie in die Zukunft blicken? Was bereitet Ihnen vielleicht Sorgen?

Ich freue mich, dass wir langsam über die Art und Weise, wie wir Fortschritt zukünftig messen wollen, nachdenken. Gleichzeitig bereitet mir genau das am meisten Sorgen. Denn unsere Wirtschaft funktioniert aktuell noch nach dem „Immer-Mehr-Prinzip“. Unser Bruttoinlandsprodukt steigt beispielsweise, wenn wir im Stau stehen, weil mehr Ressourcen verbraucht werden. Große Investmentfirmen verlangen von Unternehmen mehr Nachhaltigkeit – die Börse straft zugleich oft ab, wenn die Antwort eines Unternehmens beispielsweise weniger, kleinere Autos und der Aufbau neuer Mobilitätskonzepte mit weniger Umsatz hieße. Es gibt noch zu viele Zielkonflikte, die uns ständig bremsen. Ich hoffe, dass wir diese Widersprüche in den kommenden Jahren gemeinsam durch mehr Wertschätzung einer nachhaltigeren Wertschöpfung lösen.

Was möchten Sie Daimler auf seinem SpurWechsel mitgeben?

Daimler ist auf dem richtigen Weg. Um jedoch gleiche Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen und Veränderungen wirklich in der ganzen Branche durchzusetzen, brauchen wir jetzt dringend Gesetze. Der Dialog mit Gesellschaft und Politik kann Unternehmen nur dabei helfen, diese einzufordern und die Transformation dadurch planbarer zu machen.

Suzanne Hoadley ist Senior Managerin bei Polis. Das Netzwerk bringt europäische Städte und Regionen zusammen, um Technologien und Strategien für den Nahverkehr zu entwickeln. Suzanne Hoadley ist Koordinatorin der Arbeitsgruppe Verkehrseffizienz.

Frau Hoadley, was bedeutet „Nachhaltigkeit“ für Sie persönlich?

Die Botschaft hinter dem Schlagwort Nachhaltigkeit ist eindeutig: Wir müssen auf eine Weise leben, die im Einklang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten steht.

Was begeistert Sie besonders an Ihren Aufgaben?

Ich finde es spannend, den positiven aber auch den negativen Einfluss neuer Transportprodukte und –dienstleistungen zu sehen. Dabei geht es zum Beispiel um die Auswirkungen von Technologien wie dem „Autonomen Fahren“ oder von Ansätzen wie „Mobilität als Dienstleistung“. Insbesondere erwarten mich immer wieder interessante Blickwinkel, wenn wir dabei die Meinungen verschiedener Interessensgruppen hören und einbinden.

Wie kann Daimler dabei unterstützen, den Verkehr in den Städten effizienter zu gestalten?

Das wichtigste ist, mit den lokalen Behörden und anderen Interessensgruppen ständig den Austausch zu suchen, um die Produkte und Services an den urbanen Raum anzupassen. Es geht darum herauszufinden, was heute und in Zukunft in den Städten gebraucht wird und wie die Parteien gemeinsam daran arbeiten können. Meinem Empfinden nach ist Daimler hier bereits auf einem guten Weg.

Gibt es etwas, was Sie von Daimler in Bezug auf Nachhaltigkeit erwarten?

Das lässt sich kurz auf den Punkt bringen: Wir brauchen saubere Autos. Immer mehr europäische Städte führen Niedrigemissionszonen ein, das weist ganz klar die Richtung.

Konnten Sie für sich etwas vom Daimler Sustainability Dialogue mitnehmen?

Für mich wurden einige interessante Punkte angesprochen und Fälle vorgestellt. Zum Beispiel, dass Daten unsere Städte nicht nur intelligenter, sondern auch weiser machen sollten. Einen „Weg zum Markt" zu haben, ist entscheidend für aufkommende Geschäftsprodukte und -dienstleistungen. Das kann dort funktionieren, wo die Lösung auf einen tatsächlichen Bedarf oder ein Problem reagiert - eine echte Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor ist notwendig, um die Probleme und Bedürfnisse zu erkennen.

Gibt es Themen, die Sie beim nächsten Mal besprechen möchten?

Für mich ist weiterhin eine der zentralen Fragen unbeantwortet: Wie schaffen wir es, die Auslastungsrate von Fahrzeugen zu erhöhen und eine Sharing Economy zu etablieren? Wir haben dazu noch keine gemeinsame Lösung entwickelt, die wirklich bei den Nutzern ankommt. Die Weltbevölkerung wächst stetig – und damit einher geht auch ein Platzmangel in Städten.

Was möchten Sie Daimler für den SpurWechsel mitgeben?

Unternehmen wie Daimler sind gut unterwegs, wenn sie im Austausch mit allen Stakeholdern stehen. Die nachhaltige Transformation lässt sich nur gemeinsam bestreiten.

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