Bessere Bildungschancen durch Mentorenprogramme Mehr Selbstbewusstsein für Kinder

Für Norbert Fett war es eine ganz besondere Erfahrung, als der kleine Peter ihm beim ersten Treffen eine Serviette mit Lebkuchenherzen überreichte. Das war ein Vertrauensbeweis, den er so nicht erwartet hatte, und damit der Anfang einer echten freundschaftlichen Bindung.

Beim Festival der Kulturen im Sommer 2012 wurde Norbert Fett, ehemaliger Daimler-Mitarbeiter, durch einen Informationsstand auf das Mentorenprogramm aufmerksam und fasste den Entschluss, sich hier ehrenamtlich zu engagieren. Er meldete sich für die Teilnahme als Mentor bei den „KinderHelden“, eine Initiative, die Bildung von Kindern mit familiär schwierigen Startbedingungen forciert. Seit Dezember 2012 begleitet er nun den kleinen Peter - im Vordergrund stehen stets die Belange des Kindes.

Zunächst bestimmte Norbert Fett als Mentor das Programm und die Abläufe der Treffen – mittlerweile hat Peter das nötige Selbstbewusstsein, um eigene Vorschläge zu den gemeinsamen Unternehmungen einzubringen. Dazu gehören etwa gemeinsame Museumsbesuche, Fahrradtouren, Kochen, die Wilhelma oder das Kindertheater besuchen – die Ideen gehen beiden nicht aus…

Aus dem Mentee Programm kann Norbert Fett ganz neue, vielfältige Eindrücke wiedergeben: „Die gemeinsamen Erlebnisse mit Peter stellen für mich eine absolut persönliche Bereicherung und auch eine gegensätzliche Perspektive zu den Erfahrungen aus meinem beruflichen Alltag dar. Ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt, was die positive persönliche Entwicklung des Kindes angeht.“

Das Ziel des Mentorenprogrammes „KinderHelden“ ist, die Kinder darin zu unterstützen, sich zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu entwickeln, Bildungschancen zu erhöhen und soziale Kompetenz zu entwickeln. Die Bildungschancen von Kindern hängen stark von den Bildungsbiografien in der Familie ab. Das zeigen zahlreiche Statistiken. Haben zum Beispiel die Eltern bereits das Gymnasium besucht, ist die Chance rund sechs Mal höher, dass auch ihre Kinder wieder ein Gymnasium besuchen werden. Kindern mit schwierigen Startbedingungen fällt der Übergang in eine weiterführende Schule deutlich schwerer. Deshalb ist es wichtig, diese Kinder bereits in der Grundschule individuell und mit Herz zu fördern. Das ist das Ziel der KinderHelden.

Jedes Kind erhält in diesem Konzept eine ehrenamtliche Mentorin oder einen Mentor, der Spaß am Lernen vermittelt und das Selbstvertrauen des betreuten Kindes durch Aufmerksamkeit, Anregung, Anerkennung und Wertschätzung stärkt. Damit wird das Engagement der Organisation Big Brothers Big Sisters, die Ende 2014 ihre Tätigkeit eingestellt hat, weitergeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KinderHelden vermitteln einem Kind einen passenden Mentor beziehungsweise eine Mentorin, der oder die dem Kind zwei bis drei Stunden Aufmerksamkeit pro Woche auf ehrenamtlicher Basis schenkt.

Es können sich Erwachsene bewerben, die sich mindestens ein Jahr ehrenamtlich engagieren möchten. Sie durchlaufen ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren und werden auf ihre Aufgabe gewissenhaft vorbereitet.

Daimler unterstützt das Mentorenprogramm „Kinderhelden“ im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements seit 2012 mit 100.000 Euro.

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