11. Europäische Sommeruniversität Ravensbrück

Seit vielen Jahren findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück die Europäische Sommeruniversität statt. Daimler unterstützt seit 2009 die jährlich stattfindenden Seminartage.

Das Bild des „Lagers“ ist in der Öffentlichkeit durch die nationalsozialistischen Konzentrationslager (KZ) geprägt. In der jüngeren Forschung versucht man nun Zwangslager politisch und gesellschaftlich in einen Zusammenhang sowie in eine globalgeschichtliche Perspektive zu stellen. So heißt es in der Broschüre für die 11. Europäische Sommer-Universität Ravensbrück. Das Thema: „Lager im 20. Jahrhundert – als Schauplätze des Ausschlusses, als Orte extremer sozialer und politischer Kontrolle und als Orte der Gewalt“. Schwerpunkt der Seminartage war die verschiedenen Funktionen der Internierung, wie Repression, Zwangsarbeit, Umerziehung und Zwangsumsiedlung.

Zu diesem und weiteren Themen trafen sich im Sommer 2016 internationale Wissenschaftler mit Studierenden und Interessierten. Die Europäische Sommer-Universität richtet sich an einen interdisziplinären Kreis von Studierenden, Wissenschaftlern, Multiplikatoren aus dem Bereich von Gedenkstätten und Schulen wie auch interessierten Laien. Darüber hinaus fand eine Forschungsbörse für Nachwuchswissenschaftler statt, die an einem Projekt zum Thema der diesjährigen Europäischen Sommer- Universität Ravensbrück oder zur Geschichte des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück arbeiten.

1938/39 errichtete die SS in unmittelbar an Fürstenberg/Havel angrenzenden Dorf Ravensbrück ein Konzentrationslager für Frauen. Das KZ Ravensbrück bildete ein Lagerkomplex zu dem mehrere Lager in unmittelbarer Nähe (u.a. KZ Uckermark, Zwangsarbeitslager für Unternehmen im Rüstungsbau Ravensbrück) gehörten. Das Konzentrationslager wurde im April 1945 durch die Rote Armee befreit und aufgelöst. Insgesamt waren etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche aus 40 Nationen und Volksgruppen im KZ Ravensbrück und KZ Uckermark interniert. Von 1945 bis 1993 diente es als Kaserne für die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. 1959 wurde die Mahn- und Gedänkstätte Ravensbrück eröffnet und später mehrfach erweitert.

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