Daimler unterstützt Feuerwehr bei Übungseinsätzen

Übung macht den Meister - dies trifft ganz besonders auf die Rettungseinsätze der Feuerwehren bei Lkw-Unfällen zu. Die Feuerwehrleute stehen oft vor enormen Herausforderungen – die Insassen in den Lkw-Fahrerhäusern sind meist nur mit schwerem Gerät zu retten. Wie schnell dieses gelingt, kann lebensentscheidend sein.

Michael Brunner, 37 Jahre alt und Gruppenführer bei der Feuerwehr Schwaig bei Nürnberg, ist auch Ausbildungsleiter für Technische Hilfeleistung auf Dienstbezirksebene im Nürnberger Land. Seit 25 Jahren ist er nun dabei und hat viele anspruchsvolle Situationen in seiner Laufbahn bei der freiwilligen Feuerwehr gemeistert. Diesmal hat er einen spannenden und doch entspannten Übungstag hinter sich: Er konnte im badischen Wörth an einem Lkw die Insassen-Rettung trainieren und sein Fachwissen erweitern. „Nur rund fünf Prozent unserer Einsätze auf den Straßen sind Lkw-Unfälle. Anders als bei Pkw-Unfällen fehlt die Routine und die Übung für die oftmals lebensrettenden Maßnahmen. Jeder Griff muss gut überlegt sein und trotzdem schnell von der Hand gehen, um die Insassen zu retten. Der Übungstag hat mein Fachwissen in Sachen Lkw-Bergung enorm erweitert.“

Organisiert hat die Lkw-Rettungsübungen Daimler. Überhaupt möglich wurde es durch die Initiative des Spendenbereichs, der gemeinsam mit dem Vertrieb Drehscheibe Gebrauchtfahrzeuge und der Nutzfahrzeug-Unfallanalyse diese Veranstaltung nach einer längeren Pause wieder ins Leben gerufen hatte.

Am Produktionsstandort Wörth standen vier Trucks als Übungsfahrzeuge für die 24 Feuerwehrleute zur Verfügung. Sie konnten ausgiebig verschiedene Schnitttechniken an den Fahrzeugen unter fachlicher Anleitung des Teams der Nutzfahrzeug-Unfallanalyse von Daimler üben. Ohne Zeitdruck wurde mit schweren Rettungsgeräten gespreizt und geschnitten, um den schnellstmöglichen Zugang in die Lkw-Fahrerhäuser zu erlangen. Sie tauschten ihre Erfahrungen mit Experten und Kameraden aus und sie konnten ihr Wissen im Bereich Fahrzeug-, Schnitt- und Rettungstechnik vertiefen. Gefahrenpunkte konnten erkannt und deren Entschärfung durch geeignete Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Crashtestfilme zeigten deutlich die auftretenden Kräfte und Verformungen auf, um im Realeinsatz die Situation besser einschätzen zu können.

Feuerwehren haben nur selten die Möglichkeit, an echten Trucks zu üben. Im Gegensatz zu Personenwagen sind Transport und Handling von beschädigten Fahrerhäusern oder ganzen Lkw sehr aufwändig und teuer und es gibt kaum eine Möglichkeit, an Fahrzeuge ranzukommen. Freiwillige Feuerwehren verfügen meist nur über wenig spezielle Einsatzpraxis, wenn sie zu Lkw-Unfällen gerufen werden. Wegen der bauartbedingten Höhe von Lkw-Kabinen muss auf Rettungsplattformen gearbeitet werden. Die schweren Rettungsgeräte müssen teilweise auf Schulterhöhe oder über Kopf gehalten und eingesetzt werden. Und auch die Insassen sind aus der Höhe mit besonderer Vorsicht zu retten. Dazu kommen weitere Besonderheiten: die Fahrzeugteile bei Nutzfahrzeugen sind allein aufgrund ihrer Größe schwerer als bei einem Pkw. Es kann auch sein, dass das Führerhaus durch den Aufprall nur noch lose aufsitzt und gesichert werden muss, um weitere Gefahrensituationen zu vermeiden. Ein große Verantwortung, die in speziellen Schulungen gelernt werden muss.

Die Nutzfahrzeug-Unfallforschung untersucht seit 1970 deutschlandweit Unfälle von Mercedes-Benz Lkw. Rund 30 Fahrzeuge werden pro Jahr begutachtet. In Zukunft sollen noch weitere Rettungsübungen angeboten werden.

Verwendung von Cookies

Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet Daimler Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.