Drei neue Unimog für das Technische Hilfswerk Einsatz für die Katastrophenhilfe

Anfang Juni 2013 wurde das Gebiet um die bayerische Donau und die ostdeutsche Elbe von einer Naturkatastrophe heimgesucht. Das Jahrhunderthochwasser ließ die Pegel auf noch nie gemessene Stände steigen. Sandsäcke mussten zum Schutz vor dem Wasser an die Ufer gefahren werden, um Barrikaden zu errichten.

Einige Orte im Katastrophengebiet waren besonders schwer betroffen. Bei Bitterfeld beispielsweise drückte der Mulch in zwei ehemalige Tagebau-Seen. Wären die Dämme gebrochen, so wäre das Wasser schlagartig mit der Wucht eines Tsunamis über das tiefergelegene Bitterfeld hereingebrochen. Das Technische Hilfswerk pumpte dort über 110.000 Liter Wasser zurück.

n Bernburg rauschte die Saale gegen die mittelalterlichen Schutzmauern - diese wurden durch das Hochwasser schwer belastet. Das THW stellte Stege für die Bevölkerung zur Verfügung - Bürger mussten teilweise evakuiert werden. Auch im nahegelegenen Cale, wo ganze Ortsteile, wie beispielsweise die Klosterinsel „Gottesgnaden“, von der Außenwelt abgeschnitten waren, war der volle Einsatz der Helfer gefragt. Auf der Elbeinsel Werder standen Wohnviertel bereits komplett unter Wasser – die Feuerwehr versuchte mit allen Mitteln, die Lage in den Griff zu bekommen.

In Magdeburg drohte das gesamte Strom-Umspannwerk durch das Wasser lahmgelegt zu werden – bei einem Stromausfall hätten weder Keller ausgepumpt noch die Magdeburger Kläranlage betrieben werden können. Neben den THW-Helfern waren hier 2.000 Bundeswehrsoldaten im Einsatz, 23.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Das THW leistete bei der Hochwasserkatastrophe schnelle und bestmögliche Hilfe, um Personen- und Sachschäden zu minimieren.

Daimler unterstützte die Soforthilfe des THW mit einem umfangreichen Hilfspaket:

  • Rund-um-die-Uhr-Reparaturen für Mercedes-Hilfseinsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr durch die Werkstätten
  • Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen der Niederlassungen
  • Eine Unternehmensspende in Höhe von 500.000 Euro für den WiederaufbauDes Weiteren haben auch die Daimler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig geholfen wo sie konnten und unermüdlich Sandsäcke geschleppt.

Ende 2014 wurden von Daimler im Nachgang drei Unimog der neuen Generation an das THW übergeben. Diese sind hochgeländegängig, 230 PS stark und mit Euro-VI-Motoren ausgestattet. Unimogs haben bei Hilfseinsätzen den enormen Vorteil, dass sie wendig und kompakt sind.

THW-Präsident Alfred Bromme nahm die Unimog im Mercedes-Benz Museum von Wolfgang Bernhard, im Vorstand verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, entgegen:

„Wir müssen uns bei unseren Einsätzen nicht nur auf das Können unserer Einsatzkräfte verlassen, sondern auch auf unsere Fahrzeuge. Egal ob im unwegsamen Gelände, in Hochwassergebieten oder auf verschneiter Straße: Der Unimog ist schon lange ein wichtiger Teil des THW-Alltags.“

Wolfgang Bernhard, im Vorstand verantwortlich für Daimler Trucks & Buses

Hilfe in Katastrophenfällen ist bei Daimler im Rahmen der gesellschaftlichen Verantwortung traditionell verankert, so Wolfgang Bernhard bei der Übergabe. Auch über nationale Grenzen hinweg leistet Daimler immer wieder dringend erforderliche Hilfe, wie aktuell auch mit der Unterstützung der Flüchtlinge in Syrien.

Daimler löste mit der Unimog-Übergabe das während des Hochwassers abgegebene Versprechen ein, mehr Ressourcen für die Katastrophenhilfe in Deutschland bereitzustellen.

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