Laureus Sport for Good weltweit - Südafrika Die Freiheit auf dem Brett

Wenn du dich auf ein Skateboard stellst, willst du etwas tun,

schwärmt Charl Jensel, Projektleiter Laureus Indigo Youth Movement, Südafrika.

In 35 Ländern mit mehr als 150 Projekten mehr als drei Millionen Jugendliche gefördert - das ist die positive Bilanz der Arbeit von Laureus Sport for Good. Die weltweiten, sozialen Projekte, bringen Kinder und Jugendliche dazu, sich von der Straße weg, bei einer der vielen sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Kickboxen oder wie hier Skateboarden und Surfen zu engagieren.

„Wenn du dich auf ein Skateboard stellst, willst du etwas tun“, schwärmt Charl Jensel, Projektleiter Laureus Indigo Youth Movement, Südafrika. „Du siehst einen tollen Trick und willst ihn selbst ausprobieren. Hey, das gibt dir Ziele. Du wirst süchtig danach, und es gibt keinen Weg zurück in dein altes Leben.“ Charl Jensel hat selbst erfahren, was es bedeutet sich auf der Straße mit den falschen Leuten einzulassen. Trotzdem ist er seinen eigenen Weg gegangen. Er ist heute 28 und hat diese Zeit lange hinter sich gelassen. Seine ganze Energie widmet er dem Projekt Indigo Youth Movement. Er wollte seiner „Community“ so heißen die Dorfverbände in Südafrika, auch das Rüstzeug an die Hand geben sich mit Disziplin und Spaß einem Projekt zu widmen und so vor allem versuchen den Kontakt der Jugendlichen mit der Kriminalität zu verhindern. Durch das Skaten bekommen die Kids in Südafrika neue Perspektiven und Ziele, für die es sich lohnt hart zu arbeiten.

Projekt "Indigo Youth Movement"

Indigo Skate Camp im Tal der Tausend Hügel

Das Skate Camp im Herzen Isithumbas, einem Zuludorf im Tal der Tausend Hügel, nah bei Durban, zieht internationale Gäste an. Genau das war das Ziel, als Dallas Oberholzer das Camp 2001 gegründet hat. Er wollte Skateboard-Fahren den jugendlichen Dorfbewohnern näherbringen und gleichzeitig eine Begegnungsstätte für Einheimische und Fremde schaffen. 15 Jahre später kann man sagen: Mission gelungen. Heute wird in der unmittelbaren Umgebung der Zulu-Gemeinschaft Englisch gesprochen. Auch in der kleinen Teestube, die mittlerweile viele Besucher anlockt und eigenen Gewinn erwirtschaftet. Bald werden noch weitere Dorfbewohner dort arbeiten. Auch die ursprüngliche Sprachbarriere der Kids ist wie weggeschmolzen, sie sind nicht mehr schüchtern. Sie trauen sich etwas und leben ihren Traum.

Skateboard-Fahren ist vor allem eins, Freiheit – an nichts denken, sich treiben lassen, den Moment genießen. Warten was noch kommt. Und es kann viel Positives kommen - wie bei Thalente Bileya. Der Vorname „Thalente“ ist Zulu und bedeutet übersetzt „Der Talentierte, der Begabte“. Mit neun Jahren war Thalente obdachlos, wollte einem schwierigen Elternhaus ohne Perspektiven entkommen, bekam auf der Straße Jobs angeboten, die nicht gerade legal waren. Thalente entschied sich aber anders. Er konzentrierte sich nur auf sein Brett und vergaß seine Erlebnisse auf den Straßen Durbans. Er verbrachte viele Stunden in der „Pipe“, die Skateboardbahn. Und es hat sich für ihn gelohnt. Heute ist er im Pro-Skater Team, lebt in Los Angeles. Er hat es geschafft und er möchte, dass andere Kids es auch schaffen. Deshalb coacht er junge Skater und arbeitet zeitweise mit Charl Jensel beim Projekt Indigo Youth Movement zusammen.

Projekt „Waves for Change“

Das Projekt „Waves for Change“ verfolgt ähnliche Ziele. Wie der Name schon sagt, geht es bei Waves for Change vor allem ums Surfen. Durch die Gemeinschaft im Sport können Kinder und Jugendliche neue Kontakte knüpfen. Oft sind diese auch ein Ersatz für die Familie. Darüber hinaus will das Projekt über die Gefahren von HIV und Aids aufklären. Die Jugendliche sollen nebenbei dazu gebracht werden, ihren HIV-Status überprüfen zu lassen. Nach der Projektvorstellung von Waves for Change an den Schulen vor Ort können sich die Jugendlichen registrieren und bei den lokalen HIV-Kliniken den Test machen. Der Kurs umfasst 10 Einheiten und vermittelt sowohl theoretisches Wissen über Surfboards als auch präventives Wissen in Bezug auf HIV. Und am Ende eines langen Kurstages geht es ab in die Wellen zum Surfen. Das Erlebnis, die Freiheit zu spüren. Stück für Stück öffnet sich so die Tür in ein neues Leben.

Projekt "Waves for Change"

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