„Als wäre es das eigene zu Hause“ Beim Day of Caring verschönerten Mitarbeitende eine Flüchtlingsunterkunft

Der diesjährige Day of Caring stand ganz im Zeichen der Flüchtlingshilfe. Angerückt mit Pinsel, Farben, Holz und Bohrmaschinen renovierten120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mercedes-Benz Bank und Daimler Financial Services im April 2016 ein Flüchtlingswohnheim in Stuttgart.

Provisorische Küchen, lange Flure und ein verwilderter Garten. Die Flüchtlingsunterkunft erscheint sehr trist und unscheinbar. „Wir befinden uns im ehemaligen Gesundheitsamt Stuttgart und das waren früher einmal die Warteräume für’s Röntgen“, erklärt AWO-Geschäftsführer Friedhelm Nöh die Räumlichkeit. „Heute gibt es Platz für 73 Geflüchtete. Insgesamt 63 Plätze sind im Moment belegt – von Menschen aus 22 unterschiedlichen Nationen“, ergänzt er.

Zeit, genau diesen Menschen ein schöneres zu Hause zu geben.

In einheitlichen, blauen T-Shirts strichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuerst die Wände in ein sonniges Gelb. „Es ist toll, mal was Handwerkliches zu machen und mit Kollegen aus anderen Fachbereichen zusammenzukommen, die man sonst nicht unbedingt trifft“, erzählt Julia Hörmann, die normalerweise im Integration & Release Management tätig ist, während sie die Sockel im Flur anstreicht. Im Garten bauten die Angestellten einen Sandkasten sowie Sitzgelegenheiten.

Besonders wichtig war der Austausch mit den Geflüchteten. Ein paar Bewohner schlüpften ebenfalls in die T-Shirts und packten mit an. Wenn der ein oder andere etwas schüchtern war, klappte die Verständigung mit Hand und Fuß bzw. Pinsel und Farbrolle dennoch gut.

Es ist toll, mal was Handwerkliches zu machen und mit Kollegen aus anderen Fachbereichen zusammenzukommen, die man sonst nicht unbedingt trifft

Julia Hörmann, Mitarbeiterin bei Daimler Financial Services

Gerne erzählten die Menschen aus der Fremde von ihren Lebenswelten. Junge Männer, die seit drei oder vier Jahren in Deutschland sind, auf Antwort vom Amt warten und sich mit Jobben etwas dazuverdienen bis hin zu einer Mutter, die mit ihren drei Kindern, ihren Brüdern und ihrer Mutter seit 13 Jahren in dieser Unterkunft lebt.

„Ich habe mir nach dem Tag heute vor allem vorgenommen, noch stärker darauf zu achten, keine Vorurteile gegenüber Flüchtenden zu haben. Ich war heute zum ersten Mal in einer solchen Unterkunft – eine emotionale Erfahrung. Aber vor allem die Gespräche mit den Bewohnern haben mir gezeigt, dass man nicht alle in einen Topf werfen kann“, erzählt Olena Franchuk aus dem Risk Management bei Daimler Financial Services.

Nach getaner Arbeit sind alle erschöpft aber glücklich. „Es war unbedingt nötig, unser Haus schöner zu machen und es ist schön, mal Leute zu Besuch hier zu haben“, erzählt Hani aus Palästina. „Mich hat es besonders beeindruckt, dass alle so angepackt haben, als wäre es ihr eigenes Zuhause“, fasst Martin Kurz von der Mercedes-Benz Bank den Tag zusammen. Und mit diesem Gefühl ist er sicher nicht alleine. Einige Mitarbeiter haben sich außerdem vorgenommen, nach dem Day of Caring mit der Unterkunft in Verbindung zu bleiben und weiter mit den Bewohnern für mehr Wohlfühlatmosphäre im vorübergehenden Zuhause zu sorgen.

Day of Caring Daimler Financial Services engagiert sich für gemeinnützige Projekte in unmittelbarer Nachbarschaft.

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