Sindelfinger Daimler Azubis bauen Kräutergarten für Schule

Im Rahmen ihres Entwicklungsworkshops sind einige Azubis von Daimler zu Besuch in der Käthe-Kollwitz-Schule in Böblingen. Die angehenden Technischen Modellbauer haben das Ziel gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Böblinger Schulgarten so umzubauen, dass eine Kräuterspirale und ein Hochbeet entstehen.

In den letzten Wochen haben die Azubis aus Sindelfingen ihren Einsatz an der Käthe-Kollwitz-Schule bis ins kleinste Detail geplant, damit die fünf Aktionstage möglichst reibungslos ablaufen können. Schließlich ist es soweit: Spannung liegt in der Luft. Wird alles ablaufen wie geplant? Wird das Material reichen? Wie wird die Zusammenarbeit sein? Das sind die Fragen, die den Azubis so kurz vor ihrem Einsatz durch den Kopf gehen. Schon seit längerer Zeit stehen Nina Swoboda und ihre Azubi-Kollegen in engem Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, die aufgrund einer Entwicklungsverzögerung oder einer kognitiven Einschränkung besondere Unterstützung beim Lernen benötigen.

Werksbesichtigung

Bereits im Frühjahr waren die Projektpartner der Schule auch bei Daimler in der Azubi-Werkstatt, um alles hautnah kennenzulernen. Das Ziel ist nun, gemeinsam die Kräuterspirale inklusive eines Insektenhotels mitten auf dem Pausengelände zu errichten. Die Schulküche kann so zukünftig ihre Gerichte immer mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten anreichern.

Azubi Florian Haag erzählt von seinem Eindruck vor Ort: „Als wir zum ersten Mal den riesigen Steinhaufen auf der Wiese gesehen haben, klappte bei einigen Azubis die Kinnlade runter. Und die Frage war, wie diese Brocken nur in der kurzen Zeit verbaut werden sollten.“ Doch die Azubi-Gruppe um Florian lässt sich nicht einschüchtern. Die eine Hälfte schleift, sägt, bohrt und hämmert für den Bau des Insektenhotels und einiger Vogelfutterhäuser. Die andere Hälfte arbeitet währenddessen an der Kräuterspirale. Die Zeit vergeht rasend schnell und am Ende des Tages ist mehr geschafft als eigentlich gedacht. Die Kräuterspirale ist schon am zweiten Tag fertig. „Ein Hochbeet wäre natürlich auch noch super“, wirft der projektbegleitender Lehrer Sebastian Stotz ein. Kein Problem! Die Sindelfinger Azubis legen sofort los mit der Planung und Umsetzung der neuen Aufgabe. Tatkräftige Unterstützung kommt auch von Ulrike Graze, Centerleiterin der Montage S-Klasse im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Die Azubi-Gruppe im O-Ton: „Wir sind begeistert, wie sehr sie sich für uns ins Zeug legt und richtig mit anpackt. Dass es ihr selbst Spaß macht, sieht man deutlich.“

"Das grenzt ja fast an ein Wunder, wie schön er geworden ist“, meint der Schulleiter Heinz Mast. „Für unsere Schüler war das natürlich etwas Besonderes, dass sie mit den Azubis zusammen arbeiten konnten. Es ist super, dass wir den sozialen Aspekt und den Naturschutz im Projekt verknüpfen. Das Ergebnis ist wirklich toll geworden."

Die Woche war anstrengend für die Sindelfinger Azubis und es war ihnen auch nicht immer sofort klar, wie sie in ungewohnten Situationen mit den Schülern umgehen oder reagieren sollten. Die Azubi-Gruppe hat durch das Sozialprojekt einiges gelernt. Zum Beispiel, dass es sehr wichtig ist, im Umgang mit den Schülern behutsam, einfühlsam und respektvoll zu sein. Das war eine schöne und wertvolle Erfahrung. Die Schüler der Böblinger Käthe-Kollwitz-Schule sind ganz offen und herzlich auf die Azubis zugegangen und sie haben sich mit ihnen wohl gefühlt.

Ich habe viele Hände ergattert, die mit mir über den Schulhof gehen wollten, viele Umarmungen und Sätze wie: Ich mag dich, du bist meine Freundin. Eine Schülerin gab mir sogar einen Brief mit ihrer Adresse, Telefonnummer und ihrem Geburtstag. Da kann man doch nur noch strahlen!

Nina Swoboda, Azubine im zweiten Lehrjahr bei Daimler

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