Eltern-Auszeit! Der Kupferhof in Hamburg

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein mehrfachbehindertes Kind und finden keine behindertengerechte Unterkunft in Ihrer Nähe, um der Familie für ein paar Stunden eine Auszeit zu gönnen. So erging es im Jahr 2008 zwei Familienvätern. Sie gründeten deshalb den Verein „Hände für Kinder“ und eröffneten die Einrichtung Kupferhof in Hamburg.

Bis zu zehn Mal pro Nacht ertönt der Überwachungsalarm von Noah Schumann. Seine Eltern kommen kaum zum Schlafen. Und auch tagsüber sind sie ständig mit der Pflege und Betreuung des schwerstbehinderten Sohnes beschäftigt. Seine gesunden Geschwister fühlen sich dadurch manchmal benachteiligt. Die Sehnsucht nach einem Tag Auszeit wird immer größer.

Vater Steffen Schumann gründet deshalb 2008 gemeinsam mit einem anderen betroffenen Vater den Förderverein „Hände für Kinder“. Es soll ein Ort geschaffen werden, um behinderte Kinder ohne schlechtes Gewissen in gut betreuende Hände zu geben und selbst einmal zur Ruhe zu kommen. Anfang 2012 ist die passende Einrichtung gefunden. Ein ehemaliges Seminargebäude in Hamburg wird zum Kupferhof und damit zum Kurzzeit-Zuhause für schwerstbehinderte Kinder.

Der Kupferhof hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit Pädagogen die nachhaltige Eingliederung der Kinder in Familie und Gesellschaft zu fördern. Das Ziel:

  • die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung sowie die Akzeptanz von Behinderungen fördern,
  • die Familien durch Hilfe zur Bewältigung ihrer belastenden Situation stärken,
  • die Eigenständigkeit unterstützen sowie eine angemessener Handlungs- und Alltagskompetenz vermitteln.

Beispielsweise wurde ein moderner Herd angeschafft.

Heute betreut „Hände für Kinder“ gleichzeitig bis zu zwölf Kinder mit wesentlicher Behinderung zwischen sieben Tagen und maximal vier Wochen. Die Eltern und Geschwister müssen nicht zwingend abwesend sein, sondern haben ebenfalls die Möglichkeit im Kupferhof Ihre Ferien zu verbringen. Backen, Basteln, Bauernhof-Besuche oder Spiele spielen gehören zu den Aktivitäten auf dem Hof. Zusätzlich kocht die Kupferhof-Küche für die Kinder, deren Familien und das Personal vier Mahlzeiten am Tag. Durchschnittlich 200 Essen bereiten die Mitarbeiter so täglich vor. Leider ist die Ausstattung der Küche ungenügend. Es fehlen ein Schrank, ein Herd sowie eine Geschirrwaschbrause.

Daimler ProCent beteiligt sich deshalb mit einem Förderbeitrag von 3.800 Euro zur Anschaffung der benötigten Küchenausstattung.

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