Kultur der Integrität

Ethische Grundwerte lassen sich nicht vorschreiben. Deshalb fördern wir integres Verhalten durch zahlreiche Initiativen und einen kontinuierlichen Dialog. In den letzten Jahren hat Daimler Maßstäbe in den Bereichen Integrität und Compliance gesetzt.

Als erster Automobilhersteller hat Daimler im Jahr 2011 ein Vorstandsressort für „Integrität und Recht“ eingerichtet. Die vielfältigen Initiativen des Ressorts tragen dazu bei, integres Verhalten nachhaltig im gesamten Unternehmen zu verankern.

Neue Ansätze bei der Mitarbeiteransprache

Neue Wege geht Daimler seit September 2014 mit dem Online-Spiel „Monster Mission“. Es sensibilisiert für Fragen integren Handelns und wird weltweit für alle Beschäftigten angeboten. Im Spiel führen die Mitarbeiter ihr fiktives Unternehmen durch kritische Situationen und müssen dabei ebenso ethische wie wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Die Monster stehen für Verhaltensweisen, die nicht mit den Daimler Grundsätzen im Einklang stehen.

Integrität im Dialog

Kontinuierlicher Dialog und gemeinsame Grundsätze

Um die Kultur der Integrität stetig weiter zu entwickeln, pflegt Daimler bereits seit 2011 einen kontinuierlichen Dialog mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der regelmäßige Austausch zu Fragen der Integrität ist selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags.

Zu den gemeinsamen Grundsätzen gehören Fairness, Verantwortung und gegenseitiger Respekt.

Zentrales Ergebnis dieses konzernweiten Dialogs ist unsere Richtlinie für integres Verhalten, die im Jahr 2012 in Kraft getreten ist. Sie basiert auf einem gemeinsam mit unserer Belegschaft erarbeiteten Werteverständnis und legt die Grundsätze unseres Handelns im Geschäftsalltag fest, wie etwa Fairness, Verantwortung, gegenseitiger Respekt, Transparenz, Offenheit und die Achtung von Gesetzen und Rechten. Die konzernweit gültige Richtlinie steht in 23 Sprachen zur Verfügung. Unterstützung bei der Anwendung in konkreten Alltagssituationen bietet eine Orientierungshilfe, die auf die am häufigsten gestellten Fragen eingeht. Zusätzlich beantwortet ein Expertenteam Fragen zur Richtlinie.

Schulungen und kompetente Beratung zu Integrität

Um regelkonformes Verhalten sicherzustellen und zu fördern, werden Führungskräfte und Beschäftigte im Rahmen eines weltweiten Trainingsprogramms zu Integrität und Compliance intensiv geschult. Dadurch erhalten die Beschäftigten das Rüstzeug, um richtige Entscheidungen in schwierigen Situationen zu treffen und Risiken zu minimieren. Im Jahr 2013 haben wir ein webbasiertes Training zu unserem gemeinsamen Werteverständnis und unseren Verhaltensgrundsätzen für mehr als 100.000 Beschäftigte konzernweit ausgerollt. Weitere knapp 40.000 Beschäftigte absolvierten 2014 ein umfassendes webbasiertes Training zu Integrität, Compliance und Recht.

Seit März 2015 gibt es an den deutschen Standorten eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Fragen zu Integrität. Darüber hinaus unterstützt der „Infopunkt Integrität“ auch bei weiteren Fragen und vermittelt die richtigen Ansprechpartner.

Daimler Compliance Akademie

Mit der Daimler Compliance Akademie bieten wir ein Seminar für externe Compliance-Praktiker aus Unternehmen aller Branchen. Ziel ist es, eine Plattform für den Erfahrungsaustausch über Compliance-Trends und -Herausforderungen zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen der interaktive Austausch und die Vermittlung von Praxiswissen anhand von fiktiven Fallbeispielen.

Kritischer Blick von außen

Ein wichtiger Impulsgeber bei Daimler ist seit 2012 der Beirat für Integrität und Unternehmensverantwortung. Ihm gehören unabhängige Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen an, die über einen großen Erfahrungsschatz in Fragen ethischen Verhaltens verfügen. Sie begleiten den Integritätsprozess bei Daimler aus der Außenperspektive kritisch und konstruktiv.

 

  • Prof. Dr. jur. Kai Bussmann, Leiter des Economy & Crime Research Centers, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Rafael Capurro, Professor em. für Informationswissenschaft und Informationsethik an der Hochschule der Medien Stuttgart und Herausgeber der International Review of Information Ethics (IRIE)
  • Prof. Dr.-Ing. Helmut Holzapfel, Leiter des Fachgebiets für integrierte Verkehrsplanung und Mobilitätsentwicklung der Universität Kassel
  • Dipl.-Volksw. Renate Hornung-Draus, Geschäftsführerin Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Leiterin der Abteilung Europäische Union und Internationale Sozialpolitik
  • Prof. Dr. Michael Kittner, früher Professor für Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Kassel und Justiziar der IG Metall
  • Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie und Direktorin des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart
  • Prof. Pierre Sané, Vorstandsmitglied des UN Global Compact
  • Sylvia Schenk, Rechtsanwältin in Frankfurt, früher Vorsitzende von Transparency Deutschland, Vorstandsmitglied Deutsche Olympische Akademie
  • Prof. Dr. rer. nat. Ernst Ulrich v. Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, Klimaexperte und Mitglied des Bundestages a.D.

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