Stakeholder-Dialog

Der Austausch mit unseren Stakeholdern ist uns sehr wichtig. Wir suchen das Gespräch mit allen Anspruchsgruppen – um Sichtweisen und Erfahrungen auszutauschen, aber auch kontroverse Themen konstruktiv anzugehen.

Organisation des Dialogs

Für die Pflege unserer Stakeholder-Beziehungen haben wir klare Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Dialogformen definiert. Außerhalb des institutionalisierten Dialogmanagements, wie es etwa Investor Relations, der Einkauf oder die Unternehmenskommunikation betreiben, wird der Dialog mit der Zivilgesellschaft von unserem Sustainability Board und dem Sustainability Office koordiniert.

Identifikation der Anspruchsgruppen

Als Stakeholder gelten für uns alle Personen und Organisationen, die rechtliche, finanzielle, betriebliche oder ethische Forderungen an die Daimler AG stellen. Kriterium für die Identifikation und Gewichtung ist, inwieweit eine Person oder Gruppe durch Entscheidungen unseres Unternehmens beeinflusst wird beziehungsweise diese Entscheidungen selbst beeinflussen kann. Unsere wichtigsten Stakeholder sind unsere Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre und Investoren sowie Zulieferer. Aber auch zivilgesellschaftliche Gruppen wie Nichtregierungsorganisationen haben legitime Interessen, die wir berücksichtigen. Gleiches gilt für Analysten, Verbände, Gewerkschaften, Medien, Wissenschaft und Politik sowie für die Kommunen, Anwohner und Nachbarn unserer Standorte.

Daimler ist sich seiner Verantwortung als Global Player bewusst. Auch bei Nachhaltigkeit wollen wir Maßstäbe setzen und schon heute die Fragen von morgen angehen – konkret und pragmatisch. Im Dialog mit den Experten vor Ort gewinnen wir wertvolle Impulse für die Umsetzung unserer weltweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Renata Jungo Brüngger Vorstandsmitglied bei Daimler, Integrität & Recht, Co-Vorsitzende des Daimler Sustainability Board

Medien und Formate unseres Stakeholder-Dialogs

Um Stakeholder einzubeziehen, nutzen wir unter anderem Online- und Printmedien, Befragungen und Erhebungen, Expertengespräche, Workshops sowie lokale und regionale Dialogveranstaltungen. Zudem arbeiten wir in Verbänden, Gremien und Nachhaltigkeitsinitiativen mit. Darüber hinaus veranstalten wir interdisziplinäre Fachtagungen – so im Juni 2016 zum Beispiel die „Fachtagung zur Bekämpfung der Geldwäsche im Güterhandel“.

Beirat für Integrität und Unternehmensverantwortung

Ein wichtiger Impulsgeber bei Daimler ist seit 2012 der Beirat für Integrität und Unternehmensverantwortung. Ihm gehören unabhängige Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen an. Als externes Expertengremium begleitet der Beirat den Integritätsprozess bei Daimler aus der Außenperspektive kritisch und konstruktiv. Bei den drei regulären Sitzungen im Jahr steht der Austausch mit Mitgliedern des Vorstands und weiteren Daimler-Ansprechpartnern im Fokus. Auf der Agenda standen zum Beispiel das Thema Menschenrechte, Methoden zur Messung von Integritätsfortschritten sowie Herausforderungen rund um die Mobilität der Zukunft. Die Mitglieder des Beirats verfügen über große Erfahrung in ethischen Fragestellungen und bringen jeweils unterschiedliche Perspektiven in die Diskussionen ein.

Daimler Sustainability Dialogue

Der „Daimler Sustainability Dialogue“ bringt als Dialogplattform seit 2008 einmal jährlich Mitglieder von Anspruchsgruppen mit Vertretern unseres Vorstands und Managements in Stuttgart zusammen. Zentraler Bestandteil jedes „Daimler Sustainability Dialogues“ ist der inhaltliche Austausch in verschiedenen Themen-Workshops. Die Unternehmensvertreter von Daimler nehmen die Rückmeldungen der externen Teilnehmer auf, treiben gemeinsam mit den Stakeholdern im Laufe des Jahres die Umsetzung der vereinbarten Ziele voran und berichten auf der Folgeveranstaltung über die erreichten Fortschritte. Um lokale Herausforderungen zu diskutieren und weltweit für Nachhaltigkeitsstandards einzutreten, organisieren wir die Dialogveranstaltung auch in anderen Ländern. Bislang fanden internationale „Daimler Sustainability Dialogues“ in China, Japan, den USA und Argentinien statt.

Im Berichtsjahr haben wir mit dem 9. „Daimler Sustainability Dialogue“ in Stuttgart die bislang größte Veranstaltung durchgeführt, an der mehr als 200 Teilnehmer in sieben Arbeitsgruppen diskutierten. Außerdem fand der 4. „Daimler Sustainability Dialogue“ in China statt, bei dem sich mehr als 100 externe Gäste mit Daimler-Vertretern zu Schwerpunktthemen aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Human Ressources sowie Integrität und Recht austauschten.

Wesentliche Themen der Zukunft im Dialog

Der Dialog mit unseren Stakeholdern ermöglicht uns, zukünftige gesellschaftliche Anforderungen frühzeitig zu erkennen. Derzeit beschäftigen uns vor allem Aspekte rund um aktuelle Trends wie Digitalisierung und Industrie 4.0, autonomes Fahren und elektrische Antriebe sowie urbane und vernetzte Mobilität. Der Austausch mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Anspruchsgruppen ist für uns wichtige Voraussetzung, um die Mobilität der Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten.

Dialog an den Standorten

Auch mit Anspruchsgruppen an unseren Standorten stehen wir im Austausch. Ein Beispiel ist unser geplantes Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen an der Donau, für das ehemalige Militärflächen umgewidmet werden. Von Anfang an haben wir hier das Gespräch mit den Menschen in der Region gesucht und ihre Anliegen aufgegriffen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich zudem vor Ort im „Daimler Forum Immendingen“ über den Stand des Projekts informieren.

Regelmäßige Stakeholder-Befragung

Alle zwei Jahre führen wir eine offene, internationale Online-Befragung unserer Stakeholder durch. Dabei ist jeder Interessierte eingeladen, die Relevanz verschiedenster Nachhaltigkeitsthemen für unser Unternehmen zu bewerten. Im Jahr 2015 nahmen mehr als 700 Personen und Organisationen an der Befragung teil.

Die nächste Befragung führen wir im Berichtsjahr 2017 durch.

Rückkopplung mit unserem Zielprogramm

Die Resultate der Stakeholder-Befragung sowie die zentralen Ergebnisse des „Daimler Sustainability Dialogue“ bilden die externe Perspektive in unserer Wesentlichkeitsanalyse. Letztere dient uns dazu, unser Zielprogramm zu formulieren. Auf diese Weise konzentrieren wir unsere Anstrengungen auf Initiativen, die sowohl wir selbst als auch unsere Stakeholder für wesentlich erachten. Unser Anspruch ist es, Ergebnisse des Austauschs in überprüfbare Ziele und Initiativen zu übersetzen, deren Umsetzung wir in Kooperation mit den Stakeholdern vorantreiben.

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