Verantwortlichkeiten, Richtlinien und Mitgliedschaften

Für die Umsetzung unseres risikobasierten Managementansatzes zur Achtung und Wahrung der Menschenrechte haben wir klare Verantwortlichkeiten sowie interne Richtlinien definiert. Außerdem steuern wir das Thema anhand weltweit gültiger Richtlinien und Referenzrahmen. Dabei arbeiten wir, wo sinnvoll, mit ausgewählten Partnern und Branchenverbänden zusammen und entwickeln unseren Due-Diligence-Ansatz kontinuierlich weiter.

Für die Steuerung des Themas Menschenrechte ist federführend das Vorstandsressort Integrität und Recht der Daimler AG verantwortlich. Das zuständige Vorstandsmitglied treibt das Thema gemeinsam mit den Einkaufsbereichen voran, lässt sich regelmäßig durch den Chief Compliance Officer und die entsprechenden Fachbereiche aus den Abteilungen Social Compliance und Corporate Responsibility Management über die Menschenrechtsaktivitäten informieren und erhält die entsprechenden Berichte.

Zusätzlich informieren die Einkaufsbereiche das Procurement Council sowie die für sie direkt zuständigen Vorstandsmitglieder über ihre jeweiligen Maßnahmen im Bereich Menschenrechte. Hinzu kommt die regelmäßige Berichterstattung an den Gesamtvorstand und das Group Sustainability Board durch alle beteiligten Fachbereiche gemeinsam.

Bei der Konzipierung und Umsetzung geeigneter Präventiv- und Gegenmaßnahmen arbeiten funktionsübergreifende Teams eng zusammen. Sie bestehen aus Menschenrechts- und Compliance-Experten sowie den operativen Einkaufsbereichen und, anlassbezogen, weiteren Fachbereichen. Die Verantwortung für die Umsetzung und Nachhaltung der relevanten Maßnahmen obliegt dabei den jeweils verantwortlichen Fachbereichen.

Mit unserem Engagement unterstützen wir die Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und leisten einen wichtigen Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ (SDG 8).

Internationale Referenzrahmen

Unsere Menschenrechtsaktivitäten und -richtlinien orientieren sich an internationalen Referenzrahmen. Von zentraler Bedeutung sind:

Umsetzung in konzerneigenen Richtlinien

Die menschenrechtlichen Schwerpunkte, die wir aus den oben genannten Referenzrahmen für die Erfüllung unserer Sorgfaltspflichten abgeleitet haben, sind Teil unserer Verhaltensrichtlinie sowie den Daimler Supplier Sustainability Standards.

Unsere Verhaltensrichtlinie macht deutlich, was wir unter Integrität verstehen, welche Regeln für uns alle gelten und an welchen Grundsätzen wir uns dabei orientieren.

Ein zentraler Grundsatz ist die Achtung der Menschenrechte. Daimler lehnt jede Art von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung, Sklaverei, Kinderarbeit, die Bedrohung von Personen, die die Menschenrechte verteidigen, und sonstige Verletzungen der Menschenrechte ab. Darüber hinaus misst Daimler dem Schutz von grundlegenden Rechten bei der Arbeit besondere Bedeutung bei.

Verhaltensrichtlinie

Die Daimler Supplier Sustainability Standards definieren Anforderungen an Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umweltschutz und Sicherheit, Geschäftsethik und Compliance. Auf ihnen basieren auch die Nachhaltigkeitsbestimmungen in unseren Geschäftsbedingungen. Damit sind sie verpflichtend für unsere direkten Lieferanten und Teil jeder Beauftragung.

Unsere direkten Lieferanten sind aufgefordert, diese Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten, sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vermitteln und sie auch in ihre vorgelagerten Wertschöpfungsketten hineinzutragen und deren Einhaltung zu kontrollieren.

Die Supplier Sustainability Standards identifizieren die folgenden Menschenrechtsaspekte als Fokusthemen:

  • freie Wahl der Beschäftigung
  • Ächtung von Kinderarbeit
  • Chancengleichheit und Diskriminierungsverbot
  • Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Fairness bei Löhnen, Arbeitszeiten und Sozialleistungen

Darüber hinaus verweisen die Supplier Sustainability Standards auch auf alle anderen gültigen und international anerkannten Menschenrechte.

Daimler Supplier Sustainability Standards

Konzernweite Schulungen

Für die verschiedenen Fachbereiche und Zielgruppen in ihren jeweiligen Funktionen haben wir speziell zugeschnittene Trainings zum Thema Menschenrechte entwickelt. Um alle Beschäftigten für die Bedeutung des Themas und die eigenen Einflussmöglichkeiten zur Achtung und Wahrung der Menschenrechte weiter zu sensibilisieren, enthält unser Integritätstraining beispielhafte Fälle und komplexe Situationen aus dem Arbeitsalltag. Speziell für unsere Compliance-Experten haben wir eine ergänzende Schulung entwickelt, in der wir unsere Verantwortung für Menschenrechte gemäß den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte detailliert darstellen. Damit wollen wir spezifisch für menschenrechtliche Risiken sensibilisieren und deren Identifikation ermöglichen.

Mitgliedschaft in Verbänden

Daimler engagiert sich in verschiedenen Verbänden, um sich branchenübergreifend auszutauschen und sich für das Thema Menschenrechte zu engagieren. Dazu gehören:

  • UN Global Compact: Daimler ist Mitglied der LEAD-Gruppe und Teilnehmer in zwei sogenannten Action Platforms (Decent Work in Global Supply Chains und Reporting).
  • Deutsches Global Compact Netzwerk: Daimler ist Themenpate für Menschenrechte und Mitglied im Lenkungskreis.
  • econsense – Forum für Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft: Daimler ist Themenpate für Menschenrechte und Mitglied in der Arbeitsgruppe Supply Chains.
  • World Business Council for Sustainable Development (WBCSD): Daimler beteiligt sich als Mitglied am Business & Human Rights Projekt.

Darüber hinaus war Daimler Initiator und mehrfacher Gastgeber des „Human Rights Roundtable der Automobilindustrie“, der Vertreter der Automobilindustrie und der Politik zusammenbringt. Diese Initiative wurde unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte um weitere Stakeholdergruppen erweitert und in einen offiziellen Branchendialog der Automobilindustrie überführt. Ziel ist es weiterhin gemeinsame Beiträge zur Verbesserung der menschenrechtlichen Lage entlang der globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten der deutschen Automobilindustrie zu leisten.

Daimler Sustainability Dialogue

Für die Weiterentwicklung unseres Managementansatzes für Menschenrechte ist auch das Feedback unserer Stakeholder aus der Menschenrechts-Arbeitsgruppe des Daimler Sustainability Dialogues wichtig. Dort diskutieren und prüfen wir jährlich unsere Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung unseres Managementansatzes.

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