Sorgfaltspflichten bei Konfliktmineralen

Für die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (kurz: 3TG nach ihren englischen Initialen) gelten besondere Sorgfaltspflichten, da der Abbau und Handel dieser Rohstoffe - insbesondere in den 2000er Jahren - zu langwierigen gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo und Nachbarstaaten geführt hat. 3TG werden im Fahrzeug an unterschiedlichen Stellen eingesetzt – z.B. als Legierungen oder in der Elektronik.

Wir beziehen geringe Mengen Zinn und Wolfram direkt von Lieferanten aus der Europäischen Union. Der große Anteil der 3TG in unseren Fahrzeugen ist jedoch in z.T. bereits komplex verarbeiteten Kaufteilen enthalten. Dennoch nehmen wir unsere Verantwortung als Automobilhersteller ernst und setzen uns für verantwortungsvolle 3TG Lieferketten ein. Daimler hat mit dem Human Rights Respect System (HRRS) einen eigenen, systematischen Ansatz zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in unseren Lieferketten entwickelt.

Bei Konfliktmineralen setzen wir auf internationale Standards und Initiativen. Daher ist Daimler Mitglied der Responsible Minerals Initiative (RMI), die sich für das Nachhalten von Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten von 3TG und anderen menschenrechtlich kritischen Mineralen engagiert. Der Fokus liegt dabei auf Schmelzen und Raffinerien, da es an dieser Stelle der Lieferkette zu einer Vermischung von Material aus unterschiedlichen Quellen kommt. Es ist daher wichtig, dass die Sorgfaltspflichten in der Lieferkette vor der Schmelze eingehalten werden. Darauf zielt das Responsible Minerals Assurance Process (RMAP) der RMI.

Von unseren Lieferanten, deren Produkte 3TG enthalten, erwarten wir, dass auch diese ihrer gebotenen Sorgfalt im Bezug von 3TG nachkommen. Dazu haben wir die Konformität mit den Anforderungen des Responsible Minerals Assurance Process (RMAP) der RMI verpflichtend in allen Vergaben bei Mercedes-Benz eingeführt. In unseren Vergaben verpflichten wir unsere Lieferanten dazu

  • in ihrer Lieferkette ausschließlich RMAP konforme Schmelzen zu nutzen;
  • jährlich ein Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) über die Website von NQC einzureichen und dessen Richtigkeit sicherzustellen;
  • Schmelzen, die nicht RMAP-konform sind oder den entsprechenden Status verloren haben, auf Anfrage aus ihrer Lieferkette zu entfernen.

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