Bundesweites Netz von H2-Tankstellen geplant

Wasserstoff marsch heißt es ab sofort in mehreren deutschen Städten. Mit den neuen Tankstellen wächst die deutsche Wasserstoff-Infrastruktur auf 43 Standorte weiter an.

Karte des H2-Infrastrukturausbaus

Das Gemeinschaftsunternehmen H2 MOBILITY aus sechs Industrieunternehmen (Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell, Total) macht den nächsten Schritt für den Ausbau des bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes auf insgesamt 400 Stationen. Der Ausbau des bundesweiten H2-Netzes schreitet gut voran, im letzten Quartal von 2017 eröffneten gleich mehrere Standorte: Die H2-Stationen in Bad Rappenau und Bremen, der Standort Köln / Bonn und München. Seit November ist Koblenz als erste öffentliche Station in Rheinland-Pfalz dabei. Das Schlusslicht für 2017 ist die neue H2-Tankstelle in Hirschberg.

Insgesamt sind nun 43 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland fertiggestellt. Weitere Standorte sind etwa in Fellbach bei Stuttgart, am Autohof Geiselwind in Franken und an zwei Berliner Standorten. Das bestehende Netz der Wasserstoff-Tankstellen erreicht mehr als 6 Millionen Menschen in den Regionen Berlin, Hamburg, Rhein/Ruhr, Stuttgart und München. Die deutsche Bundesregierung will Deutschland zum Leitmarkt für nachhaltige Mobilitätslösungen und effiziente Technologien machen.

Rund zwei Millionen Euro für die Wasserstoff-Infrastruktur

Damit Wasserstoff-Mobilität zur Erfolgsgeschichte wird, bedarf es eines attraktiven Angebots an Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie zugleich einer entsprechenden Versorgungs-Infrastruktur. Die Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland werden durch die Bundesregierung über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert. Der Bund hat sich mit 1,8 Millionen Euro am Bau beider Anlagen beteiligt. Bis 2018 sollen es bereits 100 Stationen sein. Die Grundlage für den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland hat das Demonstrationsprojekt Clean Energy Partnerschaft (CEP) mit der Festlegung von gemeinsamen Standards und Normen gelegt.

Tankstellen mit neuester Technik

An der Wasserstofftankstelle in Karlsruhe wird erstmalig eine Dampf-Elektrolyseanlage im flexiblen Betrieb zur Herstellung von Wasserstoff eingesetzt, die vom BWPLUS Programm des Landes Baden-Württemberg gefördert und vom Europäischen Institut für Energieforschung (EIFER) betreut wird. Dampf-Elektrolyseure sind sehr gut geeignet, um elektrische Energie in chemische Energie zu wandeln. Aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur von bis zu 850°C sowie der Möglichkeit, die benötigte Energie in Form von Wärme zuzuführen, können deutlich höhere elektrische Wirkungsgrade als mit Niedertemperatur-Elektrolyseuren erreicht werden.

Die beiden Wasserstoff-Stationen in Sindelfingen und Pforzheim entsprechen ebenfalls dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv; das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge und ist in drei bis fünf Minuten abgeschlossen. Je 40 wasserstoffbetriebene Autos können an den beiden Tankstellen täglich bedient werden.

Umweltfreundliches Fahren

Der Betrieb eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Fahrzeugs verursacht weder lokale Schadstoffe noch Kohlendioxid (CO2)-Emissionen. Einige Hersteller haben bereits solche Fahrzeuge im Angebot, deren Reichweite zwischen 500 und 700 Kilometern liegt. Daimler präsentierte auf der IAA 2017 das Vorserienmodell des neuen Mercedes-Benz GLC F-Cell. Das Fahrzeug kombiniert weltweit erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem rein elektrischen Plug-in-Hybrid und soll in Bremen produziert werden.

Auf der IAA hat Mercedes-Benz gerade mit Vorserienmodellen den neuen GLC F-Cell vorgestellt. Wir freuen uns sehr, dass dieses weltweit erste Elektrofahrzeug mit Brennstoffzellen- und Batterieantrieb aus Bremer Produktion kommen wird. Unsere Mannschaft steht bereits in den Startlöchern. Gemeinsam mit unseren Partnern der H2 Mobility arbeiten wir gleichzeitig intensiv am Ausbau eines flächendeckenden H2-Tankstellennetzes und bieten unseren Kunden damit künftig eine echte Alternative für emissionsfreie Mobilität in Deutschland.“

Peter Theurer, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Bremen

Vor allem bei der Diskussion, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, spielt Wasserstoff eine große Rolle. Es ist eine der Möglichkeiten, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern: Denn mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken.

Mehr Informationen finden Sie hier: h2-mobility.de

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