Zwei, die sich grün sind

Was passiert, wenn man zum ersten Mal mit einem Elektroauto und einem Hybrid fährt? Sagen wir mal so: Seit die Autorinnen Susanne Kaloff und Barbara Höfler die Mercedes-Benz Modelle mit alternativem Antrieb kennen, sind sie mit der Welt im reinen.

Der B 250 e

Weniger Emission, mehr Emotion – so das Motto des Mercedes-Benz B 250 e [Elektrischer Energieverbrauch: ab 16,6 kWh/ 100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km *]. Endlich ein Elektroauto, das hält, was es verspricht, hat Susanne Kaloff festgestellt:

Meistens fahre ich mit dem Fahrrad, ich liebe grüne Smoothies, trenne Müll, lasse nie grundlos eine Lampe brennen. Und, ja, ich gestehe, ich trage gern Birkenstocks. Allerdings nur in Kombination mit kirschrot lackierten Fußnägeln. Da sind wir auch schon beim springenden Punkt: Man muss die Balance zwischen Eleganz und Umweltbewusstsein finden, denn nichts ist weniger sexy, als die Atmosphäre zu vergiften – weder mit einer Visage wie drei Tage Regenwetter, noch mit Abgasen. Wie passend, dass an dem Tag, als ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Elektroauto fahre, die Sonne scheint, als gäbe es kein Morgen.

Von außen sieht der B 250 e aus wie ein normales Fahrzeug, aber ich habe Respekt vor ihm, als handle es sich um ein Raumschiff. Keine Ahnung, was genau mir Angst macht, vielleicht die Vorstellung, nicht zurechtzukommen mit dem Ladekabel, das wie ein Gartenschlauch zusammengerollt im Kofferraum liegt. Nicht zu wissen, wie das funktioniert mit dem Stromtanken an irgendeiner Zapfsäule in der Stuttgarter City. Im Vorfeld las ich über die rein elektrische B-Klasse: „Seine Energie bezieht der Antrieb aus einer Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie, die kostengünstig zu Hause oder unterwegs an öffentlichen Ladestationen in circa zweieinhalb Stunden aufgeladen werden kann.“ Uff. Was eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie ist, interessiert mich schon nicht mehr, als ich das Auto starte. Kein Motorgeschepper, kein Gurren und Mucken, nicht mal ein sanftes Rauschen. Stattdessen absolute, friedvolle Ruhe.

Sorgen, ständig nachladen zu müssen? Unbegründet!

Susanne Kaloff

Ein Display zeigt den Energiefluss des B 250 e an.

Ab durch die Natur, durch Rapsfelder. Schnurrend wie eine schläfrige Katze stromern wir zwei los. Am Straßen rand entdecke ich ein Schild: „Luftreinhaltung bei 60 km/h“. Ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich selbst bei der Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h die Luft rein halte mit meinem kleinen Ökofreund, der lokal emissionsfrei ist und ansatzlos beschleunigt. Bei voller Batterie beträgt seine Reichweite rund 200 Kilometer. Sorgen, ständig nachladen zu müssen? Unbegründet! Das beeindruckt mich nachhaltig, genau wie die Tatsache, dass der Akku irgendwann einmal zur stationären Speicherung alternativer Energien eingesetzt werden kann, Stichwort „Second Use“. Im Cockpit befindet sich ein Bildschirm, auf dem man die wichtigsten Daten verfolgen kann: abgerufene Leistung, Rekuperationsleistung, Reichweite. Das Wort Rekuperation kannte ich vorher nicht. Funktioniert im Groben wie ein Dynamo. Wenn man bremst, gewinnt man Energie. Der Tank ist voll, der Himmel blau, das Leben schön, und ich, hach, bin voll im Energiefluss.

Über Land mit Super Tempo machen, durch die Stadt sauber per Strom – mit dem C 350 e [Kraftstoffvebrauch kombiniert (Benzin): 2,4 - 2,1 l/ 100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 55-49 g/km*] hat Barbara Höfler die perfekte Balance gefunden:

Diese Liebesgeschichte beginnt mit einem Stau. Sternförmig explodiert Stuttgart auf dem iPad-großen Navi-Display. Alle Straßen in der Innenstadt leuchten knallgelb (stockender Verkehr) und knallrot (Stillstand). Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn da draußen Ruhe herrschte, ich diesen kleinen Knopf hier drückte – und raus wäre! Okay, ich stehe immer noch im Stau, aber ab jetzt im Elektrobetrieb, lokal ohne ein Gramm Emission und geräuschlos. Soeben habe ich mich in ein Hybrid-Fahrzeug verliebt, den C 350 e! Davor war die Sache ein vielversprechender Flirt mit einem Auto, das Verbrennungsmotor und Elektroantrieb kombiniert. Die Energie der Lithium-Ionen-Batterie reicht, je nach Fahrweise, um bis zu 31 Kilometer am Stück lautlos zu gleiten – genug für die Stadt. Geladen wird der Akku in circa eineinhalb Stunden an der Stromtankstelle oder zu Hause an einer sogenannten Wallbox. Auch während der Fahrt gewinnt der Akku per Rekuperation Energie zurück. Der Rekord-Normverbrauch liegt dann bei 2,1 Liter. Lautlos fährt das C-Klasse T-Modell im E-Mode an. Erst, wenn ich fester aufs Gas steige, schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. Ein Druckpunkt im Fahrpedal signalisiert den Übergang von der einen zur anderen Betriebsart, genau wie das „Powermeter“, das, vereinfacht gesagt, wie ein E-Drehzahlmesser funktioniert. Zwei Anzeigen für zwei Antriebe: Das wirkt kompliziert. Im Handschuhfach liegt eine dicke Betriebsanleitung. Als ich das Ortsschild von Stuttgart hinter mir lasse, habe ich schon keine Fragen mehr.

Erst Gas geben, dann lautlos gleiten - ich entwickle Ehrgeiz.

Barbara Höfler

Laden an der Stromsäule

Diese Liebe kommt ohne viele Worte aus. Während der Fahrt durchs Umland, drücke ich mich per Knopf durch alle Fahr-Modi. Im Sport+-Modus pressen mich Elektround Verbrennungsmotor im Verbund mit 205 kW in den Sitz. Entspannt und sparsam dagegen: der Hybrid-Modus. Erst Gas geben, dann mit konstanter Geschwindigkeit lautlos dahinsegeln. Ich entwickle Ehrgeiz, die 2,1-Liter-Marke auf der Verbrauchsanzeige zu erreichen. Leider fehlt mir die Übung: Batterie leer!

Die Lage der nächsten Stromsäule verrät die Charge & Pay App.

Das Smartphone mit der „Charge&Pay“-App gezückt, die auf der Umgebungskarte freie Ladesäulen zeigt. An der nächstgelegenen schließe ich das Auto an und gehe Kaffee trinken. Bezahlt wird per PayPal. Man könnte den Mercedes auch an der Steckdose zu Hause anschließen – dort, wo ich eine rosarote Zukunft für mich und dieses Auto sehe.

Mehr Informationen über den B 250 e sowie den C 350 e erhalten Sie auf www.mercedes-benz.de.

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