Platz für alle! Variabel, geräumig und für jeden zugänglich: Mercedes-Benz Vans mit Fahrhilfen

Variabel, geräumig und für jeden zugänglich: Mercedes-Benz Vans mit Fahrhilfen.

Seit 2010 hat es sich Mercedes-Benz mit einem werkseitigen Angebot an Fahrhilfen zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Beeinträchtigung größere Mobilität zu ermöglichen. „Davor wurde in einem zweijährigen Pilotprojekt bei Daimler Business Innovation eingehend geprüft, welche Produkte die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen mit Behinderung am besten erfüllen“, erklärt Matthias Heil, der für die Einführung des Fahrhilfenportfolios in Stuttgart verantwortlich ist. Dass es trotzdem keine universellen Lösungen gibt, scheint angesichts der spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Fahrers logisch: „Es gilt bereits in der Vorkaufphase im Dialog mit dem Kunden, dessen Anforderungen zu erkennen und dementsprechend zu beraten.“ Eine Aufgabe, die nur geschulte Kräfte zur Zufriedenheit aller Seiten durchführen können. Spezielle Niederlassungen mit Barrierefreiheit und Verkäufern für Fahrhilfen ab Werk, sogenannte More Mobility Center, begleiten die Kunden in ihrer Entscheidungsfindung.

Erst wenn die Fahrhilfen alle Tests bestanden haben, werden sie in die Fahrzeuge verbaut.

Natürlich muss aber nicht nur die Beratung selbst, sondern auch die Qualität der verbauten Fahrhilfen perfekt sein. Hierfür arbeitet Mercedes-Benz mit kompetenten und erfahrenen Partnern zusammen. Zwar versichert Matthias Heil, alle Fahrhilfen seien hochqualitative Produkte, nichtsdestotrotz werde jedes auf „Herz und Nieren“ geprüft. „Das reicht von den verwendeten Materialien über die Integration in unsere Autos bis hin zu den vorgeschriebenen Tests im Hinblick auf Materialbelastung und Insassengefährdung im Falle einer Gefahrensituation“, erklärt er. Erst wenn die Fahrhilfen in allen Bereichen bestanden haben, werden sie im Werk Sindelfingen in die Fahrzeuge verbaut. Seit Neuestem auch in die großen Vertreter der Mercedes-Benz Familie. „Wir sind sehr stolz, nun auch unsere Baureihen aus dem Van-Bereich mit den Fahrhilfen ab Werk für Selbstfahrer anbieten zu können“, berichtet Heil. Unzählige Kundenanfragen der letzten Jahre zeigen, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Wir sind sehr stolz, nun auch unsere Baureihen aus dem Van-Bereich mit den Fahrhilfen ab Werk für Selbstfahrer anbieten zu können.

Matthias Heil

Rundum sorglos

Wie bereits bei vielen anderen Modellen aus Stuttgart kann sich auch bei V-Klasse, Vito und Citan das Angebot an individuellen Lösungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sehen lassen. Bei eingeschränkter Beinfunktion helfen beispielsweise verschiedene Handbediengeräte für Gas und Bremse, die je nach Wunsch dank Belederung perfekt in den Innenraum der Mercedes-Benz Modelle passen. Um bei der Verwendung eines Handbediengerätes die ungewollte Betätigung der Pedale mit den Füßen zu verhindern, lassen sich alle Modelle mit einer robusten Pedalabdeckung ausrüsten. Bei V-Klasse und Vito kann zudem das Gaspedal auf die linke Seite des Fußraums verlegt werden. Ein Multifunktionsdrehknauf erleichtert das Lenken der geräumigen Sterne, die optionale mechanische Verlegung von Blinker- und Tempomatwählhebel rundet das Portfolio der Bedienungsanpassungen ab. Der Einstiegsschutz aus Kunstleder im Citan hilft Rollstuhlfahrern dabei, in ihr Fahrzeug einzusteigen, ohne den Lack des Fahrzeuges zu verkratzen oder die Kleidung zu beschmutzen. Eine ebenso simple wie geniale Lösung.

Hand in Hand mit Aufbauherstellern

Um die Transporter so behindertengerecht wie möglich zu machen, arbeitet Mercedes-Benz für weitere Mobilitätslösungen mit vielen professionellen Aufbauherstellern zusammen. Gerade für den reibungslosen Alltag vieler Rollstuhlfahrer bedeuten solche speziell angefertigten Fahrzeugmodifikationen eine große Erleichterung. Unter anderem nutzt die Firma AMF-Bruns aus Niedersachsen die große Schiebetür der V-Klasse und ermöglicht dank des Kassettenlifts K90 Rollstuhlfahrern einen seitlichen Einstieg ins Fahrzeug. Die Montage des Liftsystems erfolgt unter der Türöffnung – sowohl der Fahrzeuginnenraum als auch die Karosserieform bleiben hierbei unverändert. Mit einer Größe von 800 x 1200 Millimetern und einer maximalen Tragfähigkeit von 300 Kilogramm ist der K90 auch für breite Elektro-Rollstühle geeignet. Für die perfekte Sicherheit des Rollstuhlfahrers sorgen eine automatische Überrollklappe und zwei Blinkleuchten, die andere Verkehrsteilnehmer bei schlechter Sicht warnen. Der insgesamt 150 Kilogramm schwere Kassettenlift ist dank hochwertiger Materialien vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Plattform senkt sich in circa acht Sekunden ab, die Hebezeit beträgt sogar nur sechs Sekunden. Eine weitere clevere Lösung für Rollstuhlfahrer bietet beispielsweise die in Berkheim ansässige Firma MobiTEC an. Die Entwicklungsingenieure des Aufbauherstellers haben den üppigen Laderaum des Mercedes-Benz Citan für eine Möglichkeit zum Passivtransport von Rollstuhlfahrern genutzt. Dafür sind größere Eingriffe in die Fahrzeugarchitektur vonnöten. Um den Zugang zum Citan zu ermöglichen, legt MobiTEC den Laderaumboden um mehrere Zentimeter tiefer und bringt direkt an der Ladekante eine faltbare und 1,30 Meter lange Auffahrrampe aus Aluminium an. Im Inneren sorgen ein 4-Punkt-Rollstuhlhaltesystem mit Beckengurt und ein Automatik- Schultergurt für ein höchstes Maß an Sicherheit der Insassen. Haltegriffe unterstreichen diesen Ansatz, eine Rollstuhlkopfstütze sorgt auf längeren Fahrten für den nötigen Komfort. Einen problemlosen Einstieg ohne große Kraftaufwendung garantiert die im Innenraum montierte Seilwinde. Trotz umfangreicher Anpassungen am Fahrzeug – wie zum Beispiel das Anbringen eines geänderten Kraftstofftanks – bleiben sowohl die Funktion als auch die Alltagstauglichkeit des Mercedes-Benz Citan erhalten. Die hinteren Parksensoren werden verlegt und selbst die originale Rücksitzbank bleibt bei der Langversion des Citan von den Modifikationen gänzlich unberührt. Sogar für Menschen mit minimaler Bewegungsfähigkeit gibt es eine Lösung. Bei der Firma Paravan ist das straßenzugelassene Drive-by-Wire-System Space Drive II mit Dreifachredundanz für das Autofahren per Joystick in der V-Klasse erhältlich.

Wie sehr Mercedes-Benz der Arbeit der Aufbauhersteller vertraut, erkennt man daran, dass die Stuttgarter eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilen. Für MobiTEC liegt sie bereits vor, für das System Space Drive II von Paravan ebenfalls. Der Kassettenlift von AMF-Bruns wird diese in Kürze erhalten. Bei Nachrüstlösungen mit Unbedenklichkeitsbescheinigung bleibt die Garantie des Grundfahrzeugs erhalten.

Mehr Informationen zu den Mercedes-Benz Fahrhilfen finden Sie hier.

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