Salamander, Schmetterlinge und Wüstenschildkröte

Der botanische Garten im Naturschutzgebiet von Daimler Buses in Mexico. Eine kleine Oase der Ruhe und Artenvielfalt.

Das Mercedes-Benz Bus-Werk Monterrey liegt in einer wunderschönen und einzigartigen Halbwüstenlandschaft.

„Seit zwanzig Jahren sind wir Zeuge einer kontinuierlichen Veränderung des Werksumfelds von natürlicher Landschaft hin zu neuen Produktionszentren oder Wohnkomplexen. Der Schwund des natürlichen Lebensraums für die einheimische Flora und Fauna hat uns auf die Idee gebracht, ein Naturschutzgebiet und einen botanischen Garten zu schaffen. So wollen wir die einheimische Vegetation erhalten und der Tierwelt einen geeigneten Lebensraum bieten“ so Enrique Perez, Umweltschutz Beauftragter von Daimler Buses Monterrey in Mexico.

Dafür wurde ein 2.000 qm großes naturbelassenes Gelände ausgewählt. Zunächst musste jedoch ein geeignetes Gelände gefunden werden. Im ersten Schritt untersuchten Biologen der Universität von Nuevo Leon (UANL) verschiedene Stellen des Werksgeländes, um die ansässigen Pflanzenarten zu identifizieren und aufzulisten. Gefunden wurden vielfältige Kakteen, Busch-, Sträucher-, Palmen- und Baumarten. Im Nordwesten des Werkgeländes konnten die Wissenschaftler die größte Artenvielfalt ermittelt.

Schritt zwei umfasste die Analyse der in diesem großen Gebiet lebenden Wildtiere. Und diese Liste war bemerkenswert lang: Hasen, Wildratten, Fledermäuse und Wildkatzen, aber auch Nagetiere, Vögel und Echsen hatten auf dem Areal eine Heimat gefunden, genauso wie Klapperschlangen, Wüstenschildkröten, mittelamerikanische Katzenfretts und Stinktiere, verschiedene Vogelarten wie Spechte, Krähen und Kardinäle sowie Schmetterlinge.

Einige der gefundenen Spezies werden als gefährdete Arten gelistet.

Als nächstes wurde der endgültige Standort des Naturschutzgebiets festgelegt. Dafür hat die Projektgruppe die möglichen künftigen Werks- und Anlagenerweiterungen berücksichtigt und eine freie Fläche definiert, die frei zugänglich war.

Schritt vier beinhaltete die Vorbereitung des Geländes in drei Bereiche: Kernbereich, Pufferbereich und Transitbereich. Im Kernbereich bleibt das Land im ursprünglichen Zustand. Es wird nicht bearbeitet oder gepflegt. Der Pufferbereich schützt den Kernbereich, und über den Transitbereich oder botanischen Garten erlangt man Zugang zum Puffer- und Kernbereich.

Seit 2015 bietet das Naturschutzgebiet nicht nur einheimischen und teils bedrohten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Das Gebiet ist auch eine Ruhezone für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besucher des Standortes Monterrey.

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