Bestnote für die Sicherheit Mercedes-Benz GLE

Anerkennung für den Mercedes-Benz GLE: Der aktuelle GLE wurde von dem Versicherungsinstitut IIHS in den USA auch im letzten Modelljahr mit dem begehrten Prädikat „TSP+“ ausgezeichnet. Ein Interview mit Prof. Schöneburg (Centerleiter Fahrzeugsicherheit, Betriebsfestigkeit, Korrosionsschutz) und Axel Heix (Centerleiter Steuerung Produktprojekte SUV).

Die M-Klasse und später der GLE haben seit Markteinführung mit MY2012 Bestwerte bei IIHS erhalten. Seit 2014 wurde mit dem fahrerseitigen small overlap crash die neue Kategorie TSP+ eingeführt.

Herr Heix, welche Rolle spielen die Ratingergebnisse in den USA?

Axel Heix: Mercedes-Benz bietet seit Jahrzehnten Luxusfahrzeuge mit höchster Qualität und höchster Sicherheit an. Unsere Kunden wissen, dass wir die Autos für den realen Unfall auslegen, wollen das aber auch bei den Sicherheitsratings bestätigt wissen. Ich glaube, dass ein TSP+ für einen GLE ein wichtiges Verkaufsargument ist und bleiben wird. Und ich kann nicht ohne Stolz sagen, dass uns das schon seit vielen Jahren gelungen ist.

Allerdings müssen Sie sicher auch viel dafür tun, um das Ergebnis zu halten?

Axel Heix: Das ist richtig. Der Lifecycle eines Fahrzeugs ist wesentlich länger als der Bestand von Ratinganforderungen, die sich teilweise im Jahrestakt ändern. Das heißt für uns, dass wir unser Produkt ständig weiterentwickeln, bis hin ins letzte Modelljahr. Für das 2018 TSP+ mussten wir sogar noch Modifikationen an den Scheinwerfern einbringen. Das zeigt, wie wichtig uns die Kundenwünsche sind.

Prof. Schöneburg, Sie sind der Experte der Fahrzeugsicherheit: was bedeutet es, ein TSP+ über so viele Jahre halten zu wollen? Und wieso mussten die Lichtsysteme angepasst werden?

Rodolfo Schöneburg: Lassen Sie es mich so formulieren: Ich spreche bei der Fahrzeugsicherheit immer von Real-Life Safety, weil wir aus den Erkenntnissen der Unfallforschung heraus unsere Fahrzeuge für die Anforderungen auf der Straße fit machen. Allerdings wollen wir auch bei den neuesten Ratinganforderungen bestens abschneiden. Und das bedeutet sehr viel Aufwand.

Der GLE beim small overlap auf der Beifahrerseite.

Das IIHS-Rating erfolgt nach einem komplexen Schema, bei dem nicht nur die Crashsicherheit betrachtet wird, sondern auch Systeme zur Unfallvermeidung, wie etwa Notbremssysteme und mehr, ganz im Sinne unseres Integralen Sicherheitsansatzes. Für das Modelljahr 2018 sind sehr marktspezifische Anforderungen an die Beleuchtung hinzugekommen, bei denen neben der Ausleuchtung der Straße auch Effekte auf den Gegenverkehr bewertet werden. Um hier Bestwerte zu erzielen, waren Hardwareanpassungen erforderlich. Außerdem haben wir gezeigt, wie gut das Fahrzeug bei einem rechtsseitigen Frontalcrash mit sehr geringer Überdeckung abschneidet, dem sogenannten „Small Overlap“. Sie sehen: die Sicherheit ist eine Disziplin, in der viele Beteiligte über den gesamten Modellzyklus zusammenarbeiten.

Sie verantworten u.a. das Thema Unfallsicherheit. Ihre kurze Einschätzung dazu: Wird das Auto der Zukunft noch Airbags haben?

Rodolfo Schöneburg: Ich bin mir sicher, dass wir auf lange Sicht hin nicht auf Systeme zum Unfallschutz verzichten können. Die Automatisierung der Fahrzeuge bedeutet einerseits die große Chance, einen wesentlichen Schritt bei der Sicherheit voran zu kommen. Gleichzeitig aber macht es unsere Arbeit noch komplexer. Denn wer nicht mehr selbst fährt, möchte sich im Auto vielleicht mit anderen Dingen beschäftigen. Und da ist die Herausforderung, die Rückhaltesysteme so weiter zu entwickeln, dass sie auch in neuen Sitzpositionen den Schutz bieten, den unsere Kunden erwarten. Ich gehe also davon aus, dass die Arbeit in der Unfallsicherheit eher schwieriger als einfacher wird.

Herr Heix, die letzte Frage geht an Sie. Wie geht’s mit dem GLE weiter?

Axel Heix: Der Neue steht schon in den Startlöchern. Er wird ein Feuerwerk an Innovationen bieten. Ich freue mich schon auf die Präsentation vor der Weltpresse im Herbst. Bis dahin kann ich nicht sehr viel sagen, außer: es lohnt sich, den neuen GLE zu (er)fahren. Bleiben Sie gespannt!

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