Integrität – Wertekompass für den Geschäftsalltag

Integrität – was heißt das eigentlich? Wenn man bei Wikipedia nachliest, wird Integrität dort als ethische Forderung beschrieben, nach der Werte und die tatsächliche Lebenspraxis Hand in Hand gehen. Doch was bedeutet Integrität für einen weltweit tätigen Automobilkonzern mit 290.000 Beschäftigten?

„Integrität ist für Daimler ein wichtiger Unternehmenswert und ein zentrales Element unserer Unternehmenskultur“, erklärt Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied für Integrität und Recht. „Gelebte Integrität lässt sich nicht auf Knopfdruck herstellen. Vielmehr müssen wir gemeinsam einen Wertemaßstab definieren, der uns und unseren Mitarbeitern auch in schwierigen Situationen Orientierung bietet.“

"Gelebte Integrität basiert auf einem gemeinsamen Wertemaßstab, der uns und unseren Mitarbeitern Orientierung bietet." - Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied für Integrität und Recht

Dieser Wertemaßstab ist in der konzernweit gültigen „Richtlinie für integres Verhalten“festgeschrieben. Sie basiert auf einem zusammen mit den Mitarbeitern erarbeiteten Werteverständnis und definiert Grundsätze für das tägliche Handeln. Dazu gehören neben der Achtung von Recht und Gesetz zum Beispiel Fairness, Verantwortung, gegenseitiger Respekt, Offenheit und Transparenz. Die Richtlinie gibt den Mitarbeitern Orientierung und unterstützt sie dabei, auch in schwierigen Geschäftssituationen ethisch richtige Entscheidungen zu treffen. „Für uns bedeutet integres Handeln, dass wir stets das tun, was wir sagen, dass unsere Worte und Taten also übereinstimmen. Nur so entsteht langfristiges Vertrauen, das die Basis jeder erfolgreichen Beziehung ist – auch von Geschäftsbeziehungen“, betont Pia Simon, Leiterin Integrity Management.

Voraussetzung für ein solches Handeln ist nicht zuletzt eine offene Diskussionskultur, die es ermöglicht, auch kritische Themen anzusprechen. Daimler stärkt diese offene Kultur mit Angeboten wie Dialogveranstaltungen in verschiedenen Bereichen und Märkten. Darüber hinaus hat das Ressort Integrität und Recht ein ganzes Bündel unterstützender Maßnahmen eingeführt, die den Mitarbeitern zur Verfügung stehen und sie dabei unterstützen, gemeinsam eine Kultur der Integrität auszugestalten. Dazu gehören etwa individuell zugeschnittene Trainings, die nah am geschäftlichen Alltag sind, oder die App IL4me, die mobil über Integrität, Compliance und Recht informiert. Darüber hinaus gibt es eine spezielle Datenbank, in der Mitarbeiter Antworten auf häufig gestellte Fragen finden. „Mit unterschiedlichen Angeboten vermitteln wir unseren Mitarbeitern unseren Wertemaßstab. Damit tragen wir aktiv zum Marken- und Reputationsschutz und so auch zum langfristigen Erfolg von Daimler bei“, so Pia Simon.

"Für uns bedeutet integres Handeln, dass wir stets das tun, was wir sagen. Nur so entsteht langfristiges Vertrauen." - Pia Simon, Leiterin Integrity Management

Dies gilt gerade auch in Zeiten des Umbruchs und von Veränderungen. Die Digitalisierung und die damit verbundenen Themen Vernetzung, autonomes Fahren, Sharing und Elektromobilität sind dabei, die Automobilindustrie tief greifend zu verändern. Neue Geschäftsfelder entwickeln sich und verlangen eine Neuorientierung. Neue Technologien bieten enorme Chancen, werfen zugleich aber auch Fragen auf – etwa hinsichtlich ethischer und rechtlicher Themenstellungen. In solchen Zeiten des Wandels kommt es besonders auf unseren inneren Wertemaßstab und unsere Haltung an. Integrität wird deshalb in Zukunft noch wichtiger.

Kritischer Blick von außen

Ein wichtiger Impulsgeber bei Daimler ist seit 2012 der Beirat für Integrität und Unternehmensverantwortung. Ihm gehören unabhängige Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen an, die über einen großen Erfahrungsschatz in Fragen ethischen Verhaltens verfügen. Sie begleiten den Integritätsprozess bei Daimler aus der Außenperspektive kritisch und konstruktiv.

 

• Dr. Teresa Fogelberg, stellvertretende Geschäftsführerin der Global Reporting Initiative (GRI)

• Prof. Dr.-Ing. Helmut Holzapfel, Leiter des Fachgebiets für integrierte Verkehrsplanung und Mobilitätsentwicklung der Universität Kassel

• Dipl.-Volkswirtin Renate Hornung-Draus, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Leiterin der Abteilung Europäische Union und Internationale Sozialpolitik

• Prof. Peter Jones, OBE, Inhaber des Lehrstuhls „Transport and Sustainable Development“ am UCL Center for Transport Studies in London

• Prof. Pierre Sané, Vorstandsmitglied des UN Global Compact und Präsident des Think Tank Imagine Africa Institute

• Sylvia Schenk, Rechtsanwältin in Frankfurt, früher Vorsitzende von Transparency Deutschland, Vorstandsmitglied Deutsche Olympische Akademie

• Nigel Topping, Geschäftsführer der „We Mean Business Coalition“

• Dr. Martin von Broock, Vorsitzender des Vorstands des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik e.V. (WZGE)

• Prof. Dr. rer. nat. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, Klimaexperte und Mitglied des Bundestages a.D., Ko-Präsident des Club of Rome

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