eActros geht in den Kundeneinsatz.

2016 stellte Mercedes-Benz Trucks als weltweit erster Hersteller einen schweren Elektro-Lkw vor. In diesem Jahr kommt der eActros auf die Straße. Zehn Fahrzeuge gehen in den nächsten Wochen an Kunden, die Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit unter realen Bedingungen testen werden.

Die Kundenerprobung soll unter anderem den Energiebedarf nach Einsatzszenarien und die Wirtschaftlichkeit des eActros ermitteln. Außerdem wird in einer Öko-Bilanzierung die Umweltperformance der Elektro-Lkw mit Diesel-Trucks über den gesamten Lebenszyklus verglichen.

Der Kundeneinsatz liefert wichtige Erkenntnisse, die direkt in die Weiterentwicklung des eActros einfließen.

Erst Kundentest, dann Serienreife

Zunächst steht der innerstädtische Waren- und Lieferverkehr im Fokus – denn die hier benötigten Reichweiten kann der Mercedes-Benz eActros sehr gut abdecken. Die Pilotkunden testen die Fahrzeuge im Realbetrieb für zwölf Monate, dann gehen die Lkw für weitere zwölf Monate an eine zweite Runde von Kunden. Die Innovationsflotte ist somit mindestens bis Mitte 2020 im Einsatz. Das Ziel ist, die Serienreife wirtschaftlich konkurrenzfähiger Elektro-Lkw für den innerstädtischen schweren Verteilerverkehr ab 2021 realisieren zu können.

An dem Flottentest nehmen zehn Kunden aus unterschiedlichen Branchen in Deutschland und der Schweiz teil. Die Palette reicht von Lebensmitteln bis zu Bau- und Werkstoffen. Die Unternehmen sind:

  • Dachser, Edeka, Hermes, Kraftverkehr Nagel, Ludwig Meyer, Pfenning Logistics, TBS Rhein-Neckar und Rigterink aus Deutschland,
  • Camion Transport und Migros aus der Schweiz.

Die Energie für bis zu 200 Kilometer Reichweite kommt aus Lithium-Ionen-Batterien mit 240 Kilowattstunden.

Fördergelder unterstützen nachhaltige Weiterentwicklung

Das Konzept der Elektro-Lkw für den schweren Verteilerverkehr hat auch die Bundesregierung überzeugt: Gleich zwei Bundesministerien – für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie für Wirtschaft und Energie – unterstützen das Projekt mit insgesamt rund zehn Millionen Euro. Teil des Fördervorhabens ist die Untersuchung komplexer Herausforderungen bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb von Elektro-Lkw. Dazu gehört der Einsatz hoher Spannungen (>400V), hoher Ströme (bis 1000A), Batterietechnik (Preis, Gewicht, Haltbarkeit, Lebensdauer, Ladezeit), Reichweite und Energiebedarf, Ladeinfrastruktur und Logistikkonzepte, Sicherheitsanforderungen, Sommer- und Wintertauglichkeit sowie Fragen der Weitervermarktung der Trucks.

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