Weltweite Elektrooffensive. Mercedes-Benz produziert das erste EQ Modell in Serie

Die Produktion des EQC (Stromverbrauch kombiniert: 21,3 – 20,2 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km)** startet 2019 im Mercedes-Benz Werk Bremen. Der neue EQC wird als rein elektrisches Fahrzeug hochflexibel in die laufende Serienfertigung integriert. Die hohen Mercedes-Benz Produktionsstandards stellen somit fahrzeugübergreifend Top-Qualität sicher. Parallel dazu fährt bereits die Produktion eigener Batterien für den EQC im dafür ausgebauten Batteriestandort Kamenz (bei Dresden) hoch.

Die Vorbereitungen für die Produktion des EQC laufen im Mercedes-Benz Werk Bremen auf Hochtouren: Das Elektrofahrzeug wird auf demselben Band produziert wie C-Klasse Limousine und T-Modell, GLC und GLC Coupé. Mercedes-Benz Cars arbeitet konsequent an der erfolgreichen Umsetzung der Elektrooffensive. Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ werden in die Serienproduktion der bestehenden Werke von Mercedes-Benz Cars integriert. Das ist möglich, weil das Unternehmen weltweit frühzeitig in maximale Flexibilität und in die High-Tech-Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie-4.0-Lösungen investiert hat.

EQC Montage: Innovativ, flexibel – und mit dem Menschen im Mittelpunkt

Der neue EQC wird hochflexibel mit vier anderen Modellen auf einer Linie produziert. Digitale Lösungen unterstützen die Mitarbeiter in der Montage. Unter dem Stichwort „papierlose Fabrik“ ersetzen zudem modernste Datenübertragung und neueste Hardwarelösungen die Dokumentation auf Papier. Screens bieten höchste Transparenz zum Ausstattungsumfang der einzelnen Fahrzeuge. Moderne mobile Endgeräte wie Tablets, Mini-PCs und Smart-PDAs unterstützen die Mitarbeiter bei einzelnen Arbeitsschritten. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) mit Warenkörben gewährleisten automatisiert und ergonomisch entlastend eine reibungslose Versorgung der Mitarbeiter am Band mit Teilen und Komponenten.

Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Big Data und Künstlicher Intelligenz beispielsweise bei der vorausschauenden Instandhaltung (Predictive Maintenance). Durch die Analyse bestehender Produktionsdaten im Rahmen der Predictive Maintenance können beispielsweise Vorhersagen über mögliche Störungen oder bevorstehende Wartungsarbeiten getroffen werden, noch bevor diese überhaupt entstehen.

Die Batterien für die EQC Produktion in Bremen werden aus dem Werk Kamenz teilgeladen angeliefert, in Bandnähe bereitgehalten und mit Fahrerlosen Transportsystemen bedarfsgerecht flexibel ans Band geliefert.

Auch künftig sind die Mitarbeiter in der Montage unersetzbar. Die Mitarbeiter in Bremen haben mit der jahrelangen Erfahrung in der Montage von Hybridfahrzeugen fundierte Kompetenzen mit der Hochvolttechnologie. Darauf baut die Produktion von reinen Elektrofahrzeugen auf.

Einblick ins Detail: Die „doppelte“ Hochzeit

Das Zusammenfügen der Karosserie mit dem Fahrwerk, dem Antrieb und dem Motor nennt man beim Automobilbau Hochzeit - beim EQC werden dabei die beiden elektrischen Antriebsstränge (eATS) in die Karosserie eingebaut. Das Werk Hamburg aus dem Powertrain-Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars liefert die Hinterachse und das Antriebsmodul vorne an, in dem die eATS (Elektromotor, Leistungselektronik) einschließlich der tragenden Hilfsrahmen bzw. Fahrschemel einbaufertig aufgerüstet sind. Der Motor und das einstufige Getriebe teilen sich ein Gehäuse, was zu Vereinfachungen in der Produktion und Endmontage beiträgt.

Eine maßgebliche Innovation ist das so genannte Batteriefüge-Zentrum (zweite Hochzeit). Dort werden die EQC mit Hilfe des an der Karosserie angebrachten Datenträgers als Elektromodelle erkannt und entsprechend mit einer Batterie bestückt. Die Karosserie wird über eine Hängevorrichtung, das so genannte C Gehänge, befördert und auf einem Rahmen abgesetzt. Tragarme heben die Batterie von unten an den Fahrzeugboden. Ein Mitarbeiter überwacht die automatische Verschraubung.

In der Endabnahme erfolgt die umfangreiche Schlusskontrolle samt Regenprobe und simulierter Rüttelstrecke. An neu im Werk Bremen errichteten Mercedes-Benz Ladesäulen werden die Batterien der EQC bei Bedarf aufgeladen, bevor es auf die Reise zu den Vertriebspartnern geht.

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