Schnell durch die Stadt. Vorfahrt dank Bus Rapid Transit

Das Busverkehrssystem Bus Rapid Transit (BRT) ermöglicht Städten eine schnelle, komfortable und kosteneffiziente Mobilität. Sichtbarstes Element eines BRT-Systems sind separate Busspuren für einen staufreien und dicht getakteten Betrieb. Die Unabhängigkeit vom übrigen Verkehrsgeschehen sorgt nicht nur für ein hohes Reisetempo sondern auch für eine hohe Zuverlässigkeit. Mercedes-Benz engagiert sich weltweit für den Ausbau von BRT-Systemen.

Seit dem Jahr 2008 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Die UNO erwartet, dass dieser Anteil im Jahr 2050 rund 70 Prozent erreichen wird – bei einer wachsenden Weltbevölkerung. Das Mobilitätsbedürfnis der Menschen steigt – auch in den boomenden Metropolregionen. Mit Individualverkehr lässt sich diese Herausforderung nicht mehr lösen. Ein Ausweg aus dem Verkehrskollaps heißt BRT. Die drei Buchstaben stehen für Bus Rapid Transit, kurz übersetzt: Schnellbussystem.

Der Vorteil von BRT-Systemen: Sie sind schnell eingerichtet, kostengünstig und flexibel. Das Verkehrsaufkommen wird verringert, die Abgas- und Geräuschemissionen gemindert, die Reisegeschwindigkeit gesteigert und damit die Lebensqualität insgesamt verbessert.

Durch unsere langjährige Erfahrung mit BRT kennen wir die Erfolgsfaktoren und Risiken des Systems. Wir bieten ein Gesamtpaket an, das aus Fahrzeugen sowie Beratungs- und Finanzierungsdienstleistungen für BRT-Projekte besteht.

Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses

Auf eigener Trasse am Stau vorbei

Kennzeichen eines BRT-Systems sind eigene Trassen mit separaten und barrierefreien Haltestellen, eigene Ampelschaltungen sowie spezielle Ticketsysteme. Je nach Passagieraufkommen können einzelne Elemente von BRT-Systemen unterschiedlich groß dimensioniert werden. In Südamerika haben BRT-Systeme die Rolle von Metrosystemen übernommen und sind entsprechend großzügig ausgebaut. Europäische Lösungen ähneln von der Dimensionierung her in etwa einer Straßenbahn.

BRT-Systeme gibt es auf allen Kontinenten

BRT-Strecken gibt es inzwischen auf allen Kontinenten und es werden fortlaufend neue geplant und eingerichtet. Als klassische BRT-Region gilt Südamerika, dessen rasant wachsende Metropolen mit Schnellbussystemen erschlossen werden. Die Olympiastadt Rio de Janeiro hat in den vergangenen Jahren ein BRT-System aus drei Korridoren mit zusammen 150 Kilometern Länge entwickelt. Auf dem zuerst eröffneten „TransOeste“ fahren 90 Gelenkbusse von Mercedes-Benz, jeweils vierachsig und 23 Meter lang.

Faszinierend ist auch die Metrobüs-Strecke 34 in Istanbul. Sie wird von Omnibussen in extrem dichter Folge im Linksverkehr befahren. Die spektakulären Zahlen: 52 Kilometer Länge, 750 000 Fahrgäste täglich. Das Rückgrat dieses Verkehrssystems bilden 250 Großraum-Gelenkbusse Mercedes-Benz CapaCity und 250 Gelenkbusse Mercedes-Benz Citaro und Conecto.

In Mitteleuropa werden BRT-Linien eher punktuell eingesetzt, etwa in Nantes, Nancy und Straßburg als Zubringerstrecken aus den Vororten, oder im spanischen Granada zur Beruhigung des Stadtzentrums. In den Niederlanden verbindet die Linie 300 die Stadt Haarlem (155 000 Einwohner) mit dem nahe gelegenen Flughafen Schiphol und mit der Metropole Amsterdam.

BRT-Linien eignen sich für autonomes Fahren

Die immer gleiche Strecke auf separater Trasse, der klar definierte Fahrplan, die eindeutigen und identischen Aktionen an Haltestellen: BRT-Linien sind prädestiniert für das autonome Fahren. Deshalb hat Daimler Buses seinen Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot auch auf einem Teilstück der längsten BRT-Linie Europas in Amsterdam auf Jungfernfahrt geschickt. Die knapp 20 Kilometer lange Strecke meisterte der Bus dank der Technologie des CityPilot souverän.

Daimler Buses zählt zu den Pionieren

Daimler Buses zählte mit der Einführung eines BRT-Systems in der australischen Stadt Adelaide vor rund 30 Jahren zu den Pionieren derartiger Systeme. Heute gibt es weltweit rund 185 BRT-Systeme mit einer Flotte von etwa 40 000 Omnibussen. Sie allein befördern täglich über 30 Millionen Fahrgäste. Das Engagement von Daimler Buses geht dabei über das Angebot an geeigneten Gelenkbussen hinaus: Ein internationales Expertenteam berät weltweit Verkehrsbetriebe bei der Einführung und Weiterentwicklung von BRT-Systemen.

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